Fr., 11.10.2019

Neuer Kämmerer Kai Schöttler im Amt – Vorgänger Gregor Meier verabschiedet sich »Möchte Heimat mitgestalten«

Arbeiten derzeit zusammen (von links): Josef Suermann (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, der scheidende Kämmerer Gregor Meier, der neue Kämmerer Kai Schöttler und Bürgermeister Robert Klocke.

Arbeiten derzeit zusammen (von links): Josef Suermann (allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, der scheidende Kämmerer Gregor Meier, der neue Kämmerer Kai Schöttler und Bürgermeister Robert Klocke. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Marienmünster (WB). Die Stadt Marienmünster steht finanziell auf soliden Beinen – dafür, dass dies auch so bleibt, will der neue Kämmerer Kai Schöttler (30) sorgen. Derzeit arbeitet er noch mit seinem Vorgänger Gregor Meier (38) zusammen, der an diesem Freitag seinen letzten Tag in der Verwaltung hat und am Montag seine neue Stelle antritt.

Meier geht – wie der Volksmund so schön sagt – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Offiziell verabschiedet wird er in der nächsten Ratssitzung am Mittwoch, 30. Oktober, doch bereits ab kommender Woche ist er Dozent am Studieninstitut für kommunale Verwaltung in Bielefeld. »Ich habe die vergangenen vier Jahre in Marienmünster sehr genossen. Wir haben hier ein sehr angenehmes Betriebsklima und sind familienfreundlich. Als mein Sohn geboren wurde, konnte ich sogar zwei Tage in der Woche Telearbeit von daheim machen – das ist alles nicht selbstverständlich«, betont Meier. Deshalb sei der Abschied auch mit Wehmut verbunden: »Es hat Spaß gemacht. Auch die Zusammenarbeit mit der Politik hat immer bestens funktioniert. Wenn es nicht die Dozentenstelle in Bielefeld gegeben hätte, wäre ich noch über viele Jahre in Marienmünster geblieben. Ein Wechsel zu einer anderen Verwaltung kam für mich nie in Frage.«

Angenehme Zusammenarbeit

Meier, der unter anderem auch ein Lehramtsstudium als Diplom-Handelslehrer absolviert hat, hat nach längerer Zeit sein Interesse für diesen Bereich zurückentdeckt, wie er sagt. Nebenamtlich fungierte er bereits seit drei Jahren an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Bielefeld als Dozent. »In dieser Zeit hat es mich wieder gereizt, junge Leute auf ihre beruflich Zukunft vorzubereiten – das kann sehr bereichernd sein«, sagt er.

Bürgermeister Robert Klocke hält nach eigener Aussage große Stücke auf Meier: »Es war vom ersten bis zum letzten Tag eine sehr angenehme Zusammenarbeit. Gregor Meier hat auch bei der Politik ein hohes Ansehen genossen, weil er auch schwierige Themen in Sitzungen und Vorbesprechungen verständlich erläutern konnte und immer ein offenes Ohr hatte. Wir haben viele strategische Gespräche geführt – und am Ende viel für die Bürger investiert, aber nie Geld aus dem Fenster geworfen.« Josef Suermann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, ergänzt: »Gregor Meier ist ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet.«

Gute Voraussetzungen für die Zukunft

Meier selbst wünscht der Stadt Marienmünster für die Zukunft alles Gute, er sieht die Voraussetzungen besonders in seinem Bereich als gegeben an: »Die Finanzlage ist mehr als solide – in den letzten Abschlüssen hatten wir fast immer einen Überschuss zu verzeichnen. Die Liquidität ist gut und wir haben regelmäßig in die Zukunft investiert, auch energetisch aufgerüstet. Außerdem hat die Stadt Marienmünster eine der geringsten Verschuldungen im Kreis Höxter.«

Meier und sein Nachfolger – der Altenbergener Kai Schöttler ist seit Anfang Oktober im Dienst – haben in den vergangenen Tagen zusammengearbeitet, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu schaffen. Diplom-Finanzfachwirt Schöttler hatte bereits vor seinem Amtsantritt diverse Schulungen wahrgenommen und freut sich nun nach seinem beruflichen Wechsel von der Finanzverwaltung NRW in seine Heimatstadt auf die kommenden Aufgaben. Er und sein Vorgänger kannten sich bereits aus vielen Beratungen, denn der Altenbergener war bislang auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat Marienmünster. »Es war für mich besonders reizvoll, die Zukunft meiner Heimatstadt ab sofort nicht nur im Ehrenamt, sondern auch hauptberuflich mitzugestalten. Damit geht auch eine große Verantwortung einher, der ich mich gerne stelle.« Die Verwaltung habe er bereits im Laufe seiner politischen Arbeit als sehr kooperativ kennen gelernt – »auch wenn man im Rat natürlich mal eine Gegenposition einnehmen muss«.

Haushalt wird später eingebracht

Es sei durchaus ein Vorteil, die Kollegen in der Verwaltung und die politischen Vertreter zu kennen. Ein Kämmerer müsse immer vertrauensvoll mit den gewählten Volksvertretern zusammenarbeiten. »Wir haben auf keinen Fall die Katze im Sack gekauft«, sagt dazu Josef Suermann mit einem Augenzwinkern und auch Robert Klocke betont: »Wir haben uns über die Jahre bereits kennenlernen können und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Wir haben einen Finanzfachmann gesucht und ihn mit Kai Schöttler gefunden.« Laut Bürgermeister gebe es bereits zu Beginn klare Zielvorgaben. Der städtische Haushalt werde in diesem Jahr aber angesichts des Wechsels etwas später eingebracht. Kai Schöttler geht seine neue Aufgabe hochmotiviert an: »Marienmünster ist meine Heimat. Wir haben hier eine hohe Lebensqualität, ein familiäres Umfeld und eine für den ländlichen Raum gute Infrastruktur. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass das in Zukunft mindestens so bleibt.«

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