Tag der Ehrenabteilungen der Feuerwehren im Kreis Höxter
»Ehrenamt ist Gesundheitsprävention«

Brakel (WB). »Wer etwas für andere tut, tut auch etwas für sich«, zog Bernhard Eder von der Landvolkshochschule Hardehausen die Bilanz seines Vortrages zum Thema »Senioren und Ehrenamt«. Die, vor denen er sprach, sind Paradebeispiele für den selbstlosen Einsatz für andere. Eder sprach beim Tag der Ehrenabteilungen der Feuerwehren im Kreis Höxter in der Stadthalle Brakel.

Montag, 21.10.2019, 01:02 Uhr aktualisiert: 21.10.2019, 01:10 Uhr
Über fast 400 Gäste haben sich Kreisbrandmeister Rudolf Lüke (von links), Bürgermeister Hermann Temme, Thomas Krämer, Fachbereichsleiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis, Matthias Kämpfer, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr , MdB Christian Haase und stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Schmits gefreut. Foto: Frank Spiegel
Über fast 400 Gäste haben sich Kreisbrandmeister Rudolf Lüke (von links), Bürgermeister Hermann Temme, Thomas Krämer, Fachbereichsleiter der Abteilung Bevölkerungsschutz beim Kreis, Matthias Kämpfer, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr , MdB Christian Haase und stellvertretender Kreisbrandmeister Jürgen Schmits gefreut. Foto: Frank Spiegel

Er ermunterte die fast 400 Seniorinnen und Senioren dazu, sich auch nach der aktiven Feuerwehrzeit ehrenamtlich zu engagieren. Als Beispiel nannte er die Initiative »Türöffner«, bei der in Steinheim Senioren andere Senioren besuchen und sie mit einer Informationsmappe im Auftrag der Kommune über Möglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit informieren. Als anderes Beispiel erwähnte er Senioren, die im Bistum Osnabrück im Januar als Sternsinger durch die Orte ziehen. »Ehrenamt ist Gesundheitsprävention«, ist Bernhard Eder überzeugt.

Dienste sind unverzichtbar

Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, der die Veranstaltung ausgerichtet hatte, hatte die Mitglieder der Ehrenabteilungen und ihre Partnerinnen zuvor begrüßt. Er erwähnte auch die besonderen Herausforderungen, denen sich die Brakeler Wehr jüngst zu stellen hatte und lobte deren Engagement.

Dem schloss sich auch Bürgermeister Hermann Temme an, der als Hausherr der Stadthalle ein Grußwort sprach. »Eine unglaubliche Leistung, vor der ich die allergrößte Hochachtung habe«, sagte er. Auch die Mitglieder der Ehrenabteilungen hätten bei manchen Einsätzen sicher viel Schlimmes sehen und verarbeiten müssen und hätten starke Nerven gebraucht. Temme: »Ihre Dienste waren und sind für unsere Gemeinde unverzichtbar. Zwar sind Sie heute nicht mehr als aktiver Kamerad unterwegs, aber als ehemaliger Feuerwehrmann sind Sie hilfsbereit und für andere da.«

Überraschungsgast

Matthias Kämpfer, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr beim Kreis Höxter, dankte in seiner Ansprache neben den einst Aktiven Wehrmännern auch deren Partnerinnen, die ihnen den Rücken frei gehalten hätten.

Als Überraschungsgast war Bauer Frank per Traktor aus dem Süden Niedersachsens nach Brakel gereist und strapazierte die Lachmuskeln der Gäste auf das Äußerste. »Veganer essen nicht, die grasen«, wusste er zum Beispiel zu berichten, um gleich zu ergänzen: »Und wenn die demonstrieren, dann ist das ein Gemüseauflauf.« Auch Bauernregeln – »Wer im Juni einen hebt, hat den Maibock überlebt« – und Erlebnisse während der Parisfahrt anlässlich seiner goldenen Hochzeit gab er zum Besten.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Schmits dankte der kfd Hembsen und den Brakeler Landfrauen, die die Brakeler Wehr bei der Bewirtung unterstützt haben, nachdem diese sich einsatzbedingt nicht im vorgesehenen Maße einbringen konnte.

»Bleibt dabei und helft Euren Löschgruppen vor Ort«, ermunterte er die Senioren, sich weiter einzubringen. Mit Edith Hoppe aus Peckelsheim und Heinrich Lüke aus Bellersen überreichten Jürgen Schmits, Rudolf Lüke und Karl Breker, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Brakel, den ältesten Gästen ein Präsent.

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