Mi., 11.12.2019

Einnahmen des Wertschätzungsbasars sollen Jugendprojekte an der Abtei sichern Markt macht’s möglich

Die Ehrenamtlichen (von links) Mechthild Lücke, Heinrich Lüke, Irmgard Mackenbrock und Oliver Maaß freuen sich mit Hans Hermann Jansen und Robert Klocke über den Markt-Erfolg. Die Kommode und das Bild können noch bei Jansen erworben werden.

Die Ehrenamtlichen (von links) Mechthild Lücke, Heinrich Lüke, Irmgard Mackenbrock und Oliver Maaß freuen sich mit Hans Hermann Jansen und Robert Klocke über den Markt-Erfolg. Die Kommode und das Bild können noch bei Jansen erworben werden. Foto: Dennis Pape

Von Dennis Pape

Marienmünster (WB). In und an der Abtei Marienmünster wird bürgerschaftliches Engagement seit Jahren gelebt. Wie erfolgreich der Einsatz des Ehrenamtes sein kann, hat zuletzt auch der Markt der Wertschätzung gezeigt – an drei Wochenenden sind bei „Kunst, Klüngel, Kaffee und Klönen“ insgesamt 3125 Euro eingenommen worden. Der Betrag soll die Fortsetzung der Jugendprojekte an der Abtei gewährleisten.

Seit Jahren hat sich die Abtei Marienmünster mit den Räumlichkeiten der Kulturstiftung zu einem kulturellen Anziehungspunkt in der Klosterlandschaft OWL gemausert. In jüngster Vergangenheit sind besonders viele Projekte für junge Menschen hinzugekommen – nicht zuletzt wurde dies auch ermöglicht durch eine Förderung im Programm „Land(auf)Schwung“.

„Ohne Förderprogramme wäre vieles nicht möglich – doch auch diese laufen irgendwann einmal aus“, sagte Hans Hermann Jansen von der Kulturstiftung. Da „irgendwann“ im Fall von „Land(auf)Schwung“ in Marienmünster Ende 2019 ist, sind die Verantwortlichen um so dankbarer, dass die beachtlichen Einnahmen von 3125 Euro eine Fortführung der Jugendprojekte ermöglichen.

Junge Erwachsene an die Abtei binden

„Es muss unser Ziel sein, dass möglichst viele junge Menschen die Abtei Marienmünster mit all ihren Facetten kennenlernen und sich mit ihr identifizieren. Das schafft Bindung zu diesem geschichtsträchtigen Ort, der sich zu einem Leuchtturm im Kreis Höxter und darüber hinaus entwickelt hat“, betonte Robert Klocke, Bürgermeister und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung.

Kommentar von Dennis Pape

Das Ehrenamt ist seit der Gründung der Kulturstiftung 2006 eine wichtige und unentbehrliche Stütze an der Abtei – die Entwicklung dieses historischen Ortes zu einem kulturellen Zentrum der Klosterlandschaft OWL ist fest mit ihnen verbunden. Vieles davon wird wiederum von den Verantwortlichen um Hans Hermann Jansen koordiniert, denn Ehrenamt braucht manchmal auch einen Wegweiser – und den hat Marienmünster in Person von Jansen und seinen Mitstreitern bei der Kulturstiftung. Nicht zuletzt die Stadt Marienmünster und auch der Kreis Höxter können dankbar dafür sein, was auf vielfältigen Ebenen in den vergangenen Jahren an der Abtei entstanden ist – doch auch sie müssen sich dessen bewusst sein, dass bürgerschaftliches Engagement ein zartes Pflänzchen ist. Alle Engagierten rund um das Kulturzentrum an historischer Städte haben es sich verdient, die Unterstützung aus dem Hauptamt zu erfahren – nur so kann ein erfolgreicher Weg weiter beschritten werden.

Beim Markt der Wertschätzung, der selbstständig organisiert worden ist, hat das Team um Irmgard Mackenbrock gut erhaltenen Klüngel in die Hände neuer Besitzer gebracht und gemeinsam mit dem Kirchenchor Besuchern schöne Nachmittage bereitet.

„Es ist beeindruckend gewesen, wie viele Menschen sich bei dieser Veranstaltung eingebracht haben – es gab eine wunderbare Dynamik. Unternehmen wie die Bäckereien Krome und Engel haben sich gleichermaßen engagiert wie Privatpersonen. Der stolze Erlös ist ebenfalls nicht nur durch Verkäufe, sondern auch durch nicht unerhebliche Spenden erzielt worden“, sagte Irmgard Mackenbrock.

Ehrenamt wichtigste Stütze zur Erreichung der Ziele

Darüber hinaus sind Kleidungsstücke vom Markt der Wertschätzung in Krisengebiete gebracht worden. „Die Möglichkeit hat sich ganz einfach beim Klönen auf dem Markt ergeben“, erzählte Oliver Maaß vom Organisationsteam. Die Veranstaltung soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Hans Hermann Jansen machte darüber hinaus noch einmal deutlich, dass das Ehrenamt für die Kulturstiftung seit der Gründung im Jahr 2006 die wichtigste Stütze zur Umsetzung der Ziele sei. „Denkmalpflege, Wissenschaft, Kunst, Natur und die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sind nur als Gemeinschaftsaufgabe in der ehemaligen Klosteranlage zu realisieren. Der gemeinnützige Aspekt ist kostbar und keinesfalls selbstverständlich – dafür sind wir allen Ehrenamtlichen dankbar“, sagte er.

Während der „Land(auf)Schwung“-Phase gab es unter anderem das Ferientheater, Musikwerkstätten, schulspezifische Werktage, das Kindermusikfest und vieles mehr – und auch in Zukunft soll die Jugend von Marienmünster begeistert werden.

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