Zusammenlegung von Großenbreden und Vörden aber noch nicht vom Tisch
Hoffnung für die kleine Löschgruppe

Marienmünster (WB). Die Zusammenlegung der Löschgruppen Großenbreden/Kleinenbreden und Vörden ist noch nicht beschlossene Sache. Der Rat hat die Entscheidung am Dienstagabend vertagt – darin war man sich einig. Ebenso wie in der Aussage, die Feuerwehrleute der Gemeinde unterstützen zu wollen. Die waren rege vertreten in der Sitzung, die Besucherreihen im Rathaus waren voll besetzt.

Freitag, 24.01.2020, 07:34 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 07:40 Uhr
Das Feuerwehrgerätehaus in Großenbreden grenzt direkt an das Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Alexandra Rüther
Das Feuerwehrgerätehaus in Großenbreden grenzt direkt an das Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Alexandra Rüther

Hintergrund der Zusammenlegung ist eine Prüfung der Feuerwehrstandorte der Stadt Marienmünster – mit dem Ergebnis, dass sich das Feuerwehrhaus in Großenbreden in einem schlechten Zustand befinde und eine DIN-gerechte Sanierung nicht durchzuführen sei.

Außerdem wurde in der Überprüfung festgestellt, dass der Brandschutz der Ortschaft ausreichend durch die Nachbarstandorte abgedeckt ist. Auf der Grundlage dieser Überprüfung stellte die Kommunalagentur fest, dass der Standort Großenbreden nicht länger benötigt werde, ohne dabei die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren einzuschränken. Die Zusammenlegung wurde daraufhin aber nicht vollzogen und nun stellte sich diese Diskussion erneut.

Eine Schließung des Standortes kommt für die Kameraden aus Großenbreden aber nicht in Betracht, auch wenn sie sich über die nicht DIN-gerechte Form des Gerätehauses im Klaren sind, wie sie sagten. Sie erstellten ein Maßnahmenpapier, wie man das Feuerwehrgerätehaus möglicherweise erhalten könne. Zwei Varianten wurden in diesem Papier erfasst, die von der Stadtverwaltung in naher Zukunft geprüft werden müssen.

Variante Anbau

Die erste Variante ist die von den Wehrleuten bevorzugte Maßnahme. Sie umfasst einen Anbau an das bisher bestehende Feuerwehrhaus. Die Sanitäranlagen sollen neu gebaut werden, ebenso wie eine Umkleide für bis zu 20 Personen – inklusive Schwarz- Weiß-Trennung, um eine Kontaminationsverschleppung zu vermeiden. Außerdem soll ein neues Lager errichtet werden. Die räumliche und anschlusstechnische Trennung des Feuerwehrhauses und des Dorfgemeinschaftshauses steht ebenfalls im Fokus der Maßnahme.

Variante Neubau

Die zweite Variante ist zweigeteilt. Entweder ein Neubau des Gerätehauses nach dem Vorbild Bremerberg oder einen gemeinsamen Neubau an der B 239 mit der Löschgruppe aus Papenhöfen.

In der Politik stießen die Pläne auf offene und anerkennende Ohren. Als „konstruktiver, guter Vorschlag und für alle verständlich“ lobte Josef Wolf von der UWG die aufgezeigten Maßnahmen. „Da können wir nicht drauf verzichten“, sagte er und brachte seine Anerkennung für die Pläne der Löschgruppe Großenbreden zum Ausdruck.

Auch Josef Büker von der CDU erkannte die detaillierten Maßnahmen an und bat den Rat, erst eine Entscheidung nach gründlicher Überprüfung der Pläne zu finden, denn „wir sind es den Feuerwehrleuten einfach schuldig.“ Auch die SPD schloss sich den anderen Fraktionen an und ist für eine gründliche Prüfung der Maßnahmen. „Die freiwillige Feuerwehr leistet große unverzichtbare Arbeit. Leere Worte und Versprechungen darf es nicht geben“, fand Elmar Stricker von der WGB klare Worte.

Außerdem stellte er die Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens in den Vordergrund, die die Feuerwehr vor Ort leiste. Aber nichtsdestotrotz müsse man die vorgeschlagenen Maßnahmen einer gründlichen Prüfung unterziehen. Eine Investition müsse verantwortbar und im Sinne des Brandschutzes sein. Deshalb bezeichnete Stricker die Zusammenlegung der Wehren als eine „Mammut-Entscheidung“. Allen Fraktionen ist es wichtig, dass die Maßnahmen geprüft werden und vor allem in finanzieller Hinsicht tragbar sind.

Entscheidung vertagt

Letztlich beschloss der Rat einstimmig, eine Prüfungsvariante für die bestehenden Feuerwehrhäuser in Großenbreden und Vörden in Auftrag zu geben unter Berücksichtigung der Pläne, die die Löschgruppe Großenbreden herangetragen hat. Außerdem soll in die Finanzplanung für das Jahr 2021 ein überschläglicher Haushaltsansatz aufgenommen werden.

Eine Entscheidung, die den Feuerwehrleuten entgegenkommt. Die Einigung über eine Zusammenlegung ist dennoch nicht vom Tisch. Sie ist lediglich vertagt worden. Sollten die Pläne aber realisierbar sein, wird die Löschgruppe weiterhin in Gro­ßenbreden Bestand haben.

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