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Fr., 09.01.2015

Generalmajor Ansgar Rieks leitet Bundeswehrbehörde zur Regelung des militärischen Flugbetriebs Nieheimer führt neues Luftfahrtamt

Generalmajor Ansgar Rieks (links) führt die neue Behörde. Mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Generalinspekteur Volker Wieker schreitet er in einem Hangar des Flughafens Köln-Bonn (militärischer Teil) die Front der Soldaten ab.

Generalmajor Ansgar Rieks (links) führt die neue Behörde. Mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Generalinspekteur Volker Wieker schreitet er in einem Hangar des Flughafens Köln-Bonn (militärischer Teil) die Front der Soldaten ab. Foto: Michael Robrecht

Von Michael Robrecht

Nieheim/Köln (WB). Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat das neue Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln eröffnet. Erster Amtschef ist der aus Nieheim (Kreis Höxter) stammende Generalmajor Dr. Ansgar Rieks.

Die Zulassung von unbemannten Luftfahrzeugen, die Flugunfallvermeidung, die Zusammenarbeit mit EU- und Nato-Gremien sowie die zentrale Überwachung des militärischen Luftverkehrsbetriebes gehören zu den Aufgaben des neuen Luftfahrtamtes. Außerdem soll es bei der Standardisierung der militärischen Luftfahrt in Europa helfen. Es vereint bislang kleinere Behörden an zahlreichen Standorten unter seinem Dach. Denn die Aufgaben würden immer komplexer, erklärte Rieks bei einem Indienststellungs-Appell mit der gesamten Führungsspitze der Bundeswehr vor 600 Gästen in Köln-Wahn. 

Zur Person

Generalmajor Dr. Ansgar Rieks (55) stammt aus Nieheim. Seine Laufbahn in der Luftwaffe führte ihn nach Hamburg, Bonn, Berlin, Landsberg und seit 2013 als Amtschef des Luftwaffenamtes nach Köln. Bis 2014 war er Kommandeur der Unterstützungsverbände Luftwaffe in Köln und arbeitet jetzt als Amtschef des Luftfahrtamtes. Er ist einer ranghöchsten Luftwaffengeneräle in Deutschland. Rieks hat mit seiner auch aus Nieheim stammenden Frau Sylvia zwei Söhne und wohnt in Alfter bei Bonn. Ansgar Rieks ist regelmäßig bei den Verwandten und Freunden in Nieheim. Er ist ein begeisterter Anhänger des Nieheimer Schützenwesens und des Karnevals. Er marschiert jedes Jahr mit Familie im Rosenmontagsumzug mit. Bei der Indienststellung des Luftfahrtamtes waren viele Familienmitglieder und Freude aus dem Kreis Höxter in Köln-Wahn dabei.

»Es müssen jetzt nicht mehr organisatorische Grenzen sowie etliche Hierarchien und Dienststellen überwunden werden, bis die Leute vom Fach überhaupt miteinander reden können«, erläuterte General Rieks. Die neue Behörde mit 400 Mitarbeitern wird in Köln-Wahnheide erstmals alle Aufgaben des Militär-Flugbetriebs in Deutschland bündeln. Die vollständige Zusammenführung soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Das Amt hat damit ein ähnliches Aufgabenspektrum wie die Europäische Agentur für Flugsicherheit oder das Luftfahrt-Bundesamt für die zivile Luftfahrt.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte, dass die Bundeswehr sich mit der Neugründung auf Veränderungen in Technik und Politik einstelle. Sie sprach von einem starken Signal. »Das Amt soll ein Exzellenzzentrum werden«, sagte sie. Übergeordnetes Ziel sei es, »dass die Bundeswehr Luftfahrzeuge zur Verfügung hat, die sicher fliegen können und dürfen«. Eine zuletzt nicht ganz leichte Aufgabe: Die Luftwaffe hatte in den vergangenen Monaten wiederholt mit defekten Flugzeugen und Hubschraubern zu kämpfen.

Auch der Flugbetrieb der Alliierten im Luftraum der Bundesrepublik liegt nun in der Zuständigkeit des Luftfahrtamtes. Die neue Behörde in Köln ist somit die oberste fachliche Instanz für die Regelung der militärischen Luftfahrt in Deutschland. Prüf- und Zulassungswesen für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr, das tägliche Regeln des militärischen Flugbetriebs und die Anerkennung von nationalen und internationalen Luftfahrtbetrieben und -organisationen sowie die Lizenzierung von Personal sind weitere Aufgaben des Amtes. Dabei habe man auch die Vernetzung mit der zivilen Luftfahrt im Blick.

Der Chef des neuen Luftfahrtamtes, Generalmajor Ansgar Rieks, nimmt eine Sonderstellung innerhalb der Bundeswehr ein. Seine Dienststelle in der Kaserne Wahnheide ist direkt der Bundesverteidiungsministerin und dem Generalinspekteur Volker Wieker unterstellt. Zu Rieks' Aufgabenbereich gehört auch die Vertretung der Bundeswehr in internationalen Gremien.

Auch ein gutes Verhältnis zur Zivilbevölkerung ist dem neuen Amt wichtig. Über einen neu eingerichteten Bürgerservice ( fliz@bundeswehr.org) nimmt die Bundeswehr Lärmbeschwerden entgegen. »Das ist ein wichtiges Thema, die Sensibilität dafür nimmt zu«, meint der 55-jährige Nieheimer.

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