Artilleriebataillon 215 wird aufgelöst – Ende der Patenschaft mit Nieheim
Augustdorfer Soldaten sagen ade

Nieheim (WB). Mit Wehmut und gegenseitiger Wertschätzung haben die 1. Batterie des Panzerartilleriebataillons 215 aus Augustdorf und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Nieheim voneinander Abschied genommen: Da der Traditionsverband im Zuge der Bundeswehrstrukturreform aufgelöst wird, erlischt auch die Patenschaft mit der Weberstadt.

Samstag, 25.04.2015, 15:47 Uhr aktualisiert: 28.04.2015, 19:27 Uhr
Artilleriebataillon 215 wird aufgelöst – Ende der Patenschaft mit Nieheim : Augustdorfer Soldaten sagen ade
Anblicke wie diesen wird so bald nicht mehr geben: Die 1. Batterie des Panzerartilleriebataillons 215 marschiert durch Nieheim. Vertreter der Vereine nehmen an der Abschiedsfeier teil Foto: Sabine Robrecht

Die Auflösung wurde im festlichen Rahmen begangen. Batteriechef Major Jan Lehmann gab Bürgermeister Rainer Vidal vor etwa 80 angetretenen Soldaten und vor vielen Vertretern der Nieheimer Vereine und der Reservistenkameradschaft das Ortsschild und die Patenschaftsurkunde als Insignien der Verbundenheit zurück. Der Richterplatz bildete am Freitagabend die würdige Kulisse. Das gewichtige Geschenk der Soldaten, ein großer Findling mit dem Wappen der »1./215«, wird aber nicht dort, sondern am Nikolausbach vor der Stadthalle seinen Platz finden. »Ich werde den Stein besuchen, wenn ich in Ostwestfalen bin«, hat sich Batteriechef Major Lehmann fest vorgenommen.

In der Rückschau auf die seit 2010 bestehende Patenschaft dankte er den Nieheimern für ihre freundschaftliche Verbundenheit. »Als unser Verband 2011 nahezu geschlossen in den ISAF-Einsatz gegangen ist, dachten Sie an uns, blieben mit uns in Verbindung und hießen uns nach der Rückkehr herzlich willkommen.« Gedenkstunden zum Volkstrauertag und Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge »waren nicht nur eine Pflicht, sondern wichtige Vorhaben unter Freunden«. Er freue sich, die Freunde aus Nieheim beim Soldatentag in Augustdorf am 9. Mai begrüßen zu können, schloss Lehmann seine bewegende Rede.»Nehmen Sie zu Ihren neuen Aufgaben die Gewissheit mit, dass die Nieheimer an Sie denken, und wenn es Auslandseinsätze sein werden, kommen Sie gesund zurück«, signalisierte Bürgermeister Rainer Vidal, dass die Weberstadt die Soldaten trotz Auflösung des Panzerartilleriebataillons nicht aus dem Blick verliert. Beste Wünsche gab auch die Reservistenkameradschaft Nieheim, die zum Unteroffizierskorps der 1./215 eine Patenschaft pflegte, den Soldaten mit auf den Weg in ihre neue Aufgaben.Nach einem Marsch durch die Stadt und der Kranzniederlegung für die Opfer von Krieg und Gewalt auf dem Friedhof setzten die Freunde die Feier im Käsemuseum fort.

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