Sternstunde: Himmighausen holt NRW-Gold – Bundeswettbewerb der Dörfer steht an
Teamgeist und Leidenschaft als Antrieb

Nieheim/Bad Sassendorf (WB). Das ist eine wahre Sternstunde in der mehr als 1000-jährigen Geschichte der Nieheimer Ortschaft Himmighausen. Zum ersten Mal haben sich die engagierten Bürger mit ihren vielen Projekten und der starken Gemeinschaft auf Landesebene die Goldmedaille im Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« gesichert. Bald steht der Bundeswettbewerb an.

Montag, 10.09.2018, 13:14 Uhr aktualisiert: 12.09.2018, 10:28 Uhr
Die Ortschaft Nieheim-Himmighausen ist von der Landesjury beim Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« mit Gold »geadelt« worden. Foto: Harald Iding
Die Ortschaft Nieheim-Himmighausen ist von der Landesjury beim Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« mit Gold »geadelt« worden. Foto: Harald Iding

»Als die Namen der Bronze-Gewinner durch die Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser beim Festakt in Bad Sassendorf verkündet waren, wuchs bei uns schon deutlich die Anspannung. Als dann auch die Silberdörfer vorbei waren, sind wir am Tisch alle kreidebleich geworden – denn es blieb ja nun noch ein Ergebnis übrig. Wir sind überglücklich und sehr stolz«, betonte Ortsheimatpflegerin Monika Hölscher-Darke (63) im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Wettbewerb: Himmighausen holt sich Landesgold

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Insgeheim wäre schon ein »Silber« sensationell gewesen. »Die Stimmung bei uns ist gerade super toll!«, verriet sie am Sonntag. Denn noch nie hat ihr Heimatdorf in den vielen Jahrzehnten auf Landesebene eine Platzierung erreicht – geschweige denn beim Wettbewerb auf Bundesebene, für die sich der Ort nun erstmalig durch den Sieg qualifiziert hat. Es sei ein Erfolg »von null auf hundert«. Gerade der Teamgeist und der Zusammenhalt zeichnen die Ortschaft mit ihren 473 Einwohnern (Stand Ende 2017) aus.

Viele Gratulanten

Mehr als 25 Vertreter des Dorfes und der Politik reisten zum Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf, um die heimische Region und Himmighausen zu vertreten. Unter ihnen waren Nieheims Bürgermeister Rainer Vidal, Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka und Stadtheimatpfleger Ulrich Pieper, der erst im Frühjahr dieses Jahres unter großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft und der Mitglieder des Heimatforums im Ort eine traditionelle »Nieheimer Flechthecke« angelegt hatte. Zu den Gratulanten zählte am Sonntag auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken. Er sagte dieser Zeitung: »Diese Dorfgemeinschaft ist kaum zu schlagen. Das verdient den größten Respekt. Jetzt drücke ich allen Dorfbewohnern die Daumen für den Bundeswettbewerb!«

Bundessieg ist möglich

Es steht also wieder viel Arbeit für den Besuch der Bundesjury in 2019 an. Auf die Sekunde genau getaktet hatten die Verantwortlichen in Himmighausen schon den letzten Jury-Rundgang auf Landesebene im Juni dieses Jahres. Thomas Müther als Ortsausschussvorsitzender sowie Ortsheimatpflegerin Monika Hölscher-Darke ließen bei der Vorstellung keinen Zweifel daran, dass sie zuversichtlich sind, durch die Weiterentwicklung des Dorfes die Zukunftsfähigkeit zu sichern.

Ort zukunftsfähig machen

Daher lautet ihr Leitbild auch: »Himmighausen in Gemeinschaft aktiv!«. Der 50-jährige Thomas Müther sagte stellvertretend für die Akteure: »Alle Beteiligten können mit Stolz auf die Gesamtleistung blicken. Es passt einfach alles zusammen. Die vereinsübergreifende Arbeit wie der gemeinsame Internetauftritt ist vorbildlich. Das macht den Erfolg aus.« Mit der 1000-Jahrfeier in 2015 sei der Spirit ins Dorf gekommen. Müther: »Das war die Initialzündung!« Die Jugend beteiligt sich ebenfalls gerne mit Ideen und bringt sich enorm ein. »Die Projekte machen einfach Spaß!«

Zu Gast beim Bundespräsidenten

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rief bereits 26 Mal Dörfer auf, sich am bundesweiten Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« zu beteiligen. Die von den Bundesländern nun in 2018 bestimmten Landessieger nehmen 2019 am Bundesentscheid teil. Eine Jury besucht die Finalisten und vergibt Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie Sonderpreise. Ein Sprecher: »Die Preisträger werden auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in Berlin im Rahmen eines großen Dorffestes ausgezeichnet und später bei einem Empfang auf Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten geehrt!«

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