Do., 10.10.2019

Siegerentwurf vorgestellt: Nieheimer Richterplatz mit historischem Gebäude wird neu gestaltet Wasserspiel in der Platzmitte

So sieht es aktuell rund um den Richterplatz in Nieheim aus.

So sieht es aktuell rund um den Richterplatz in Nieheim aus. Foto: Harald Iding

Nieheim (WB/nf). Drei Entwürfe von drei Planungsbüros sind bei der Stadt Nieheim zur Neugestaltung des Richterplatzes eingegangen. Der Siegerentwurf der Stadtplaner »Lohaus, Carl, Köhlmos« (Hannover) ist jetzt in einer gemeinsamen Sitzung des Ortsausschusses sowie Planungs- und Bauausschusses vorgestellt worden.

Die Planungen des Siegers stießen bei der Politik auf breite Zustimmung, nachdem ihn schon die Jury einstimmig ausgewählt hatte (diese Zeitung berichtete). Das Büro arbeitet deutschlandweit, ist aber auch in der Region gut vertreten. Der zentrale Platz in der Kernstadt Nieheims soll nach seiner Umgestaltung eine ganz neue Dimension erhalten und die Aufenthaltsqualität wesentlich verbessern. Von »Nieheims neuer Mitte« war bereits die Rede.

Das historische Gebäude (Richterhaus) von 1701 im Herzen der Stadt soll allen Generationen ein Dach bieten. Im Richterhaus bekommt der Verein »Jung und Alt« insgesamt 14 Tagespflegeplätze. Im ersten Geschoss entsteht ein »Offener Treff« für Ältere, im zweiten Obergeschoss werden Räume für den »Jugendtreff« eingerichtet. Die Tagespflege bekommt zudem einen »Demenzgarten«, der mit einer Mauer abgegrenzt wird – den Blick auf den Platz aber weiter zulässt.

Nieheims neue Mitte

In der Präsentation der Pläne erläuterte Thomas Köhlmos die Gestaltungsidee, die den Erhalt der Bäume, die Bepflanzung mit Stauden, die Anlage von Treppenstufen und eine Wasserfläche mit Wasserspiel in der Platzmitte vorsehen. Der Richterplatz kann so nicht nur für den Käsemarkt seine Bedeutung als Platz für Markt und Begegnung zurückgewinnen, sondern auch ein idealer Standort für einen Wochenmarkt werden.

Die Planung gilt als Grundlage für die Detailplanung, in die weitere Wünsche und Änderungen einfließen können. Der Richterplatz verliert zwar seine Eigenschaft als Parkplatz. Die Vorgabe zur Planung hat dennoch 26 Stellplätze vorgesehen, die sich ebenfalls im Entwurf wiederfinden.

Der Entwurf des Stadtplaners beinhaltet auch ein Wasserspiel und Treppenstufen. Foto: Büro »Lohaus, Carl, Köhlmos«

Der Wunsch aus der Politik nach einer öffentlichen Toilette (die vorhandenen wird abgerissen) sei allerdings nicht zu realisieren. Weil sich die Kosten dafür auf bis zu 150.000 Euro belaufen würden, kam als Alternative der Zugang zu einem gastronomischen Bereich oder eine Nutzung im Richterhaus ins Gespräch.

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl hatte erst Ende August zu den geplanten Kosten von mehr als 800.000 Euro einen Förderbescheid über 581.000 Euro aus Bundes- und Landesmitteln übergeben.

»Der Kostenrahmen wird nicht einzuhalten sein«, glaubt Bürgermeister Rainer Vidal, der sich bei der Bezirksregierung um weitere Fördermittel bemühen will.

Bei der Umsetzung und der Detailplanung will sich Nieheim nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Die Umgestaltung des Richterplatzes soll deshalb erst nach dem Käsemarkt 2020 beginnen.

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