Hausärzte nehmen Corona-Tests vor – Polenz dankt Krisenstab
Diagnosezentrum ist geschlossen

Kreis Höxter (WB). Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) wird bis Ende Mai die zentralen Diagnose- und Behandlungsdienste im Kreis Höxter beenden. Diese zusätzlichen Strukturen waren von der KVWL mit Unterstützung des Kreises Höxter eingerichtet worden, um die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der ersten Phase der Corona-Pandemie zu entlasten.

Dienstag, 19.05.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 17:46 Uhr
Ende März ist das Testzentrum in Brakel eröffnet worden. In dieser Woche wurde es nun geschlossen. Foto: Dennis Pape/Archiv
Ende März ist das Testzentrum in Brakel eröffnet worden. In dieser Woche wurde es nun geschlossen. Foto: Dennis Pape/Archiv

„Für die Bürgerinnen und Bürger wird sich dadurch nichts ändern. Für sie ist weiterhin der Hausarzt der erste Ansprechpartner bei gesundheitlichen Fragen“, sagt der Leiter der Bezirksstelle Paderborn der KVWL, Dr. Ulrich Polenz aus Wewer. Außerhalb der Sprechzeiten der Hausarztpraxis ist bei Erkrankungen, die nicht lebensbedrohlich sind, der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der kostenlosen Rufnummer 116117 deutschlandweit erreichbar.

Zahl der Neuinfektionen eingegrenzt

„Durch gemeinsames Engagement ist es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Höxter deutlich einzugrenzen. Auch steht den Arztpraxen im Kreisgebiet inzwischen ausreichend Schutzkleidung zur Verfügung“, nennt er veränderte Rahmenbedingungen. „Zentrale Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sind deshalb nicht mehr notwendig“, begründet er das Zurückfahren der zusätzlichen Strukturen. Bereits beendet wurden von der Kassenärztlichen Vereinigung der mobile Diagnosedienst und das zentrale Diagnosezentrum in Brakel. Corona-Tests würden jetzt die Hausärzte übernehmen. Am 29. Mai wird dann auch das ambulante Behandlungszentrum in Herste geschlossen.

Dank an Krisenstab

Dem Krisenstab des Kreises Höxter dankt er für die engagierte Hilfe bei der Organisation. Auch bei der Beschaffung von Schutzmaterial habe der Krisenstab die Kassenärzte tatkräftig unterstützt, betont Polenz. Darüber hinaus spricht er allen, die an der Eindämmung der Pandemie mitwirken, seinen Dank aus.

Vorsichtig optimistisch zeigt sich der Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Höxter, Dr. Ronald Woltering. „Die deutschlandweit umgesetzten Beschränkungen und Maßnahmen zeigen Wirkung. Deshalb sind wir alle gefordert, Ansteckungsrisiken weiterhin bestmöglich zu vermeiden.“ Um das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen, müssten die Hygiene- und Abstandsgebote weiterhin eingehalten werden.

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