Rat Nieheim votiert für Mobilitätsprojekt – Telegrafieverein erhält Heimatpreis – Aufzüge für Realschule
Stadttaxi für ältere Menschen

Nieheim (WB/nf). Der Rat Nieheim hat sich einstimmig für ein Stadttaxi ausgesprochen. Weitere Themen waren unter anderem der zügige Breitbandausbau im Nieheimer Außenbereich, die Realschule, das Landesprogramm Bau.Land.Partner NRW sowie der Heimatpreis, der in diesem Jahr an den Telegrafenverein geht.

Samstag, 27.06.2020, 04:39 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 05:00 Uhr
Älteren Menschen ab 75 Jahren, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkmal „G“ sind, werden Taxifahrten zu einem Drittel des Fahrpreises ermöglicht. Foto: dpa
Älteren Menschen ab 75 Jahren, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkmal „G“ sind, werden Taxifahrten zu einem Drittel des Fahrpreises ermöglicht. Foto: dpa

Stadttaxi

Älteren Menschen ab 75 Jahren, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkmal „G“ sind, werden Taxifahrten zu einem Drittel des Fahrpreises innerhalb der Kernstadt und zwischen den Ortschaften sowie der Kernstadt zum Arztbesuch oder Einkaufen ermöglicht.

Die verbleibende Differenz zum tatsächlichen Fahrpreis wird zur Hälfte aus Haushaltsmitteln der Stadt und zur anderen Hälfe aus Spenden des Taxiunternehmers finanziert, der auch die Idee hatte. Damit widmet Nieheim als kleine ländlich strukturierte Gemeinde dem Thema Mobilität sein besonderes Augenmerk, um insbesonders für ältere Menschen ein gutes Mobilitätsangebot zu schaffen, heißt es zur Begründung.

Realschule

Das Bauprojekt Sanierung der Peter-Hille-Realschule soll im zweiten Bauabschnitt um den Einbau von zwei Aufzügen erweitert werden, um die Barrierefreiheit sicherzustellen. Der aus finanzieller Sicht positive bisherige Verlauf der Baukosten lässt die Maßnahme zu, für die etwa 350.000 Euro einzuplanen seien. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Planungen und die Ausschreibung vorzubereiten.

Breitband

Zügig soll die Realisierung des schnellem Breitbandausbaus im Nieheimer Außenbereich über die Bühne gehen. 95 Prozent der Haushalte und Gewerbetriebe werden derzeit mit schnellem Internet versorgt. Der Ausbau der Infrastruktur wird in den kommenden Wochen abgeschlossen sein, teilte die Stadtverwaltung mit. Schlechter sieht es aber in den Außenbereichen für landwirtschaftliche Betriebe und einzelne Wohnhäuser aus. Von den 27 Außenbereichsobjekten können nur drei über die Vectoring-Technologe versorgt und zehn an das Glasfasernetz angeschlossen werden, da die Trassen der Sewikom in einem Abstand von weniger als 50 Meter verlaufen. 13 Objekte müssten nach Aussagen von Sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke über neu zu verlegende Glasfaserleitungen (etwa 12.000 Meter) mit einem Aufwand von 400.000 Euro angeschlossen werden. Die Anschlussnehmer müssten einmalig 500 Euro der Anschlusskosten tragen, die monatliche Gebühr würde 39,90 Euro betragen. Jetzt soll der Bedarf abgefragt werden, die Umsetzung könnte danach schnell erfolgen.

Landesprogramm

Die Stadt Nieheim hat sich erfolgreich für das Landesprogramm Bau.Land.Partner Nordrhein-Westfalen beworben. Im Blickfeld des Programms steht die Entwicklung von Brachflächen, von ungenutzten, aber auch städtebaulich wertvollen Flächen. Interessant sei, dass sich das Programm nicht nur an die Kommune, sondern auch an Privatpersonen wendet. Das Land trägt in einem Prozess dazu bei, die Entwicklungen zu moderieren, aber auch über Fördermittel zu informieren. Da aktuell der Richterplatz als neue Mitte Nieheims gestaltet wird, gelte es ausgehend von diesem Schlüsselprojekt, diesen Impuls zu nutzen und angrenzende Quartiere in die Entwicklungsperspektive einzubeziehen, so die Stadt. Weil es sich um Neuland für den privaten Sektor handelt, soll dieser private Personenkreis über die Möglichkeiten und Perspektiven noch detailliert informiert werden.

Resolution

Bei drei Enthaltungen unterstützte der Rat Nieheim die Resolution des Rates Beverungen gegen die geplante Errichtung eines zentralen Bereitstellungslagers für schwach und mittelradioaktiven Atommüll am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen.

Heimatpreis

Leicht fiel in diesem Jahr der zuständigen Jury die Vergabe des mit 5000 Euro dotierten Heimatpreises. Es lag nur eine Bewerbung vor, der Preis wird an den Telegrafieverein vergeben. Der Verein wird mit dem Geld für weitere attraktive Angebote auf dem Lattberg sorgen, bis hin zu Infotafeln eines grünen Klassenzimmers und Anpflanzmaßnahmen.

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