Millionenprojekt hält Handwerker auf Trab – zwei Aufzüge als „Bonus“
Realschule ist eine Großbaustelle

Nieheim (WB). Statt Vokabeln zu pauken und an der Werkbank im Technikraum zu stehen, wird derzeit in der Städtischen Realschule gehämmert, gesägt und gebohrt – von den Profis. Die dritte Runde in dem Millionenprojekt der Käsestadt ist eingeläutet.

Montag, 13.07.2020, 11:09 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 23:14 Uhr
Die Realschule Nieheim ist derzeit in großen Teilen eingerüstet. Im rechten Trakt steht vor allem zu Beginn der Sanierung die Entkernung an. Foto: Harald Iding
Die Realschule Nieheim ist derzeit in großen Teilen eingerüstet. Im rechten Trakt steht vor allem zu Beginn der Sanierung die Entkernung an. Foto: Harald Iding

 

Mit den ersten Ferientagen geben die heimischen Firmen ordentlich Gas und kümmern sich erst einmal um die Entkernung des rechten Gebäudetraktes und des Verwaltungsbereichs mit der Aula, wo zuletzt oft der Rat tagte.

Die Politik war es auch, die grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat. Statt auf Fördermittel zu warten, investiert die Gemeinde laut der Verantwortlichen aus Eigenmitteln fast 5,4 Millionen Euro in die Gesamtmaßnahme, zu der auch die bereits erfolgte Sanierung der Sporthalle gehört. Im vergangenen Jahr wurde – wie auch jetzt – direkt mit dem Beginn der Sommerferien das Startsignal für die Arbeiten im Schulgebäude gegeben. Knapp ein halbes Jahr später war Ende 2019 der linke Teil fertiggestellt. So reibungslos soll es auch wieder mit dem aktuellen Vorhaben in der Projekt-Schlussrunde klappen.

Zeitweise seien mehr als 30 Handwerker vor Ort. Das WESTFALEN-BLATT hatte jetzt die Chance, gemeinsam mit dem zuständigen Architekturbüro „just architects“ aus Paderborn sowie Bürgermeister Rainer Vidal als Vertreter des Schulträgers die neue Großbaustelle der Stadt in Augenschein zu nehmen.

Innenarchitektin Carolin Zwikirsch und Burkhard Kaiser (Oberbauleiter) stellten Details der Grundsanierung und Modernisierung vor. Ein „Extra-Bonus“ wird der Bau von gleich zwei Aufzügen sein (mit jeweils fünf Haltestationen), um beide großen Gebäudetrakte der Realschule gleich behindertengerecht zu verbinden.

Weil bisher so gut gewirtschaftet worden sei bei den Plänen und Verhandlungen mit den Firmen, hat man nun quasi als Rendite die Kosten von rund 320.00 Euro (alles inklusive) für die Aufzüge herausgeholt. „Die Politik hatte hier immer schon Aufzüge favorisiert. Dass dieser Wunsch nun auch noch mitrealisiert werden kann, das stimmt uns natürlich glücklich“, betonte Vidal. Er gehe davon aus, dass die reine „Netto-Beeinträchtigung“ während des Schulbetriebs rund 14 Wochen betrage. 2019 waren es im ersten Teil noch 16 Wochen. Eingerechnet würden auch die Ferien im Herbst als Arbeitszeit – so dass dieses „halbe Jahr Bauzeit“ nicht so sehr zur Belastung wird. Die neunten und zehnten Jahrgänge seien vor den Ferien schon in die freien Räume der ehemaligen Grundschule (Lehm­kuhle) „umgezogen“, so dass der Umbau in der Realschule (Baujahr 1966) reibungsloser verlaufen könne.

Millionenprojekt: Realschule Nieheim wird modernisiert

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Das Paderborner Büro war schon verantwortlich für den gelungenen Umbau der neuen Grundschule (früher Hauptschule) in Nieheim. Von dort haben es einige Stilelemente (wie die witzigen „Bullaugen“ der Türen) ins Nachbargebäude als Lösung geschafft. Die Außenhülle der Realschule bleibt erhalten, wird aber statt der Ziegel ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) und neue Fenster vorweisen. Insgesamt würden in der Schule mehr als 25 Räume grundsaniert und auf den neuesten Stand gebracht, auch was das Lichtsystem und die Datenvernetzung anbetrifft. „Und in jedem der Flure gibt es eine andere Farbe – insgesamt werden es sechs sein, die auch eine Funktion als Leitsystem übernehmen“, verrät Zwikirsch. Eines stehe fest im Hinblick auf die Modernisierung: „Die Zeit der Kreide im Bildungszentrum ist dann vorbei“, schmunzelte Vidal.

 

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