CDU-Stadtverbandschef Elmar Kleine (52) will im Rathaus Verantwortung übernehmen
„Bürgernah und kompromissfähig“

Nieheim (WB). Mit dem Versprechen „100 Prozent für Nieheim!“ geht Elmar Kleine in die Entscheidung der Kommunalwahl am Sonntag, 13. September. Dann möchte er den Rathaussessel erobern und Bürgermeister von Nieheim werden.

Samstag, 15.08.2020, 06:26 Uhr aktualisiert: 15.08.2020, 06:40 Uhr
Elmar Kleine liebt seine Heimat und hat einen klaren Blick auf Nieheim (hier vom Holsterturm aus). Am 13. September möchte der Kandidat der CDU den Rathaussessel des Nieheimer Bürgermeisters erobern. Foto: Daniel Winkler
Elmar Kleine liebt seine Heimat und hat einen klaren Blick auf Nieheim (hier vom Holsterturm aus). Am 13. September möchte der Kandidat der CDU den Rathaussessel des Nieheimer Bürgermeisters erobern. Foto: Daniel Winkler

„Langsam wird es spannend,“ sagt er über den Wahlkampf, der mit dem Ferienende Fahrt und Intensität aufnimmt. Der selbstständige Steuerfachwirt aus Oeynhausen, Inhaber und Geschäftsführer einer Steuerberatung mit zehn Mitarbeitern, ist einer von vier Bewerbern um die Amtsnachfolge im Rathaus. „Nieheim ist meine Heimat, für die ich als Bürgermeister Verantwortung übernehmen möchte, weil es sich hier zu wohnen lohnt,“ sagt der 52-Jährige zu seinen Motiven, zu denen auch gehört, eigene Ideen und Anregungen in den politischen Prozess einzubringen.

Für die Aufgabe sieht er sich als durchsetzungsstark. Er bringe die nötige Bürgernähe mit, aber auch die Kompromissfähigkeit, um möglichst viele Interessen unter einen Hut zu bringen.

Verantwortung habe der Vater zweier Kinder (23 und 19 Jahre) schon immer bewiesen. Bereits an der Realschule war er Schülersprecher, als Vater später Schulpflegschaftsvorsitzender. Von der Grundschule über die Hauptschule bis zur Realschule hat er die gesamte Nieheimer Bildungslandschaft durchlaufen und dazu eine sehr innige Beziehung entwickelt.

Kleine war in Oeynhausen zehn Jahre Vorsitzender des Heimatvereins und zehn Jahre Ortsheimatpfleger. Auch für kirchliche Belange hat er sich stark engagiert – im Kirchenvorstand, als Lektor, als Kommunionhelfer und als Leiter von Wort-Gottes-Feiern. Was für ihn gilt, schätzt er auch an Nieheim. „Die Menschen halten zusammen. Viele Projekte können in Nieheim zügig und erfolgreich umgesetzt werden, weil das Ehrenamt groß geschrieben wird.“

Vieles laufe in Nieheim bereits gut, Verbesserungsmöglichkeiten gebe es dennoch. Die sieht der Kandidat darin, Bürger noch effektiver in die politischen Prozesse einzubinden und Demokratie von unten nach oben – und nicht nur in der Runde der Fraktionsvorsitzenden – zu praktizieren.

Das passt auch zu seinen Charaktereigenschaften, die er als zielstrebig, hartnäckig und ehrgeizig formuliert. Er möchte nichts auf die lange Bank schieben, sondern schnelle Entscheidungen treffen. Seit 2009 gehört Kleine dem Rat der Stadt Nieheim an, wurde als Direktkandidat in Oeynhausen zwei Mal mit überzeugenden Mehrheiten gewählt. Zuletzt war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Rat und konnte so viel Erfahrung sammeln. Außerdem ist er Stadtverbandsvorsitzender der CDU.

„Ausgangspunkt für meine Kandidatur war die Frage Ende 2019, wie es nach dem Rücktritt von Bürgermeister Rainer Vidal weitergehen soll,“ sagt Kleine. Mit der erneuten wie überraschenden Kandidatur des Amtsinhabers Vidal musste sich Kleine erst arrangieren. Die Reihen der Christdemokraten seien aber geschlossen gewesen. Auch als Bürgermeister Vidal seine erneute Kandidatur bekannt gab, habe Kleine für seine Kandidatur in der Partei mit großer Mehrheit ­Rückenwind bekommen. Motivierend sei vor allem das Feedback gewesen, das er durch viele Bekundungen aus der Bevölkerung erhalten habe.

Bei vier Bewerbern in der Weberstadt geht Kleine von einer Stichwahl aus. Für sein Wahlprogramm hat er die „Vision 2030“ für eine familienfreundliche Stadt mit ihren Ortschaften und für alle Generationen entwickelt.

Damit möchte er klare Signale setzen, die Menschen in Nieheim zu halten, weil es sich lohne, in Nieheim zu leben. Mit Gastronomen hat er sich an einen Tisch gesetzt, um ein Marketingkonzept für den Tourismus zu entwickeln, was nur mit Hilfe externer Kräfte funktionieren könne.

Der dritte Schwerpunkt sei die digitale Infrastruktur. Bis 2030 müsse deshalb jedes Haus an das Glasfasernetz angeschlossen sein. Auch geordnete Finanzen haben für Elmar Kleine einen hohen Stellenwert. In all diesen Punkten könne die CDU ihre Kompetenzen beweisen. Kleine sei ein entschiedener Gegner von populistischen Forderungen. Er betont: „Deshalb bin ich jederzeit offen für Ideen aus anderen Parteien.“

„Kreiselfest“ zum Abschluss

Sein Wahlkampf, der durch Corona eine völlig andere Dimension bekam, sieht in jedem Nieheimer Ort eine Veranstaltung vor. Es gibt Infostände auf der Marktstraße und an alle Haushalte wird die Wahlbroschüre verteilt.

Am 1. September (Dienstag) komme es mit den vier Bürgermeisterkandidaten zu einer großen Podiumsdiskussion, ehe am Freitag (11. September) der Wahlkampf mit einem „Kreiselfest“ in der Kernstadt beendet wird.

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