Quartier Marktstraße/Richterplatz aktivieren – Erste Ergebnisse noch in diesem Jahr
„Hier soll etwas passieren“

Nieheim (WB). Die ersten Gespräche mit Eigentümern wurden in dieser Woche bereits geführt. Hierfür sind Mitarbeiter der Landesinitiative „Bau.Land.Partner“ eigens aus Düsseldorf nach Nieheim gereist. Mit dabei war auch Franz Meiers, Geschäftsführer der Landesgesellschaft NRW.Urban, Franz Meiers. Gemeinsam mit Nieheims Bürgermeister Rainer Vidal unterzeichnete er eine so genannte Konsensvereinbarung. Es geht um die Reaktivierung des Areals rund um den Richterplatz. Bau.Land.Partner soll die Interessen der Eigentümer der umliegenden Immobilien und der Kommune ausloten und so einen Plan zur Aufwertung des Areals aufstellen.

Samstag, 05.09.2020, 06:49 Uhr
Das Gelände rund um Marktstraße und Richterplatz soll überplant werden (von links) Planerin Birgitt Gladisch-Kojo, NRW.Urban-Geschäftsführer Franz Meiers, Baumamtsleiter Franz-Josef Lohr, Bürgermeister Vidal und Planerin Inga Driller ein. Foto: Ralf Brakemeier
Das Gelände rund um Marktstraße und Richterplatz soll überplant werden (von links) Planerin Birgitt Gladisch-Kojo, NRW.Urban-Geschäftsführer Franz Meiers, Baumamtsleiter Franz-Josef Lohr, Bürgermeister Vidal und Planerin Inga Driller ein. Foto: Ralf Brakemeier

Land übernimmt Kosten

„Wir sind sehr froh, dass Nieheim in das Landesprogramm aufgenommen wurde“, sagte Bürgermeister Rainer Vidal am Rande der offiziellen Vertragsunterzeichnung. Im Kern bezahlt das Land Nordrhein-Westfalen die Kosten für die Erarbeitung von „Entwicklungsperspektiven“ innerstädtischer Flächen, die zu wenig genutzt werden. Birgitt Gladisch-Kojo, Projektleiterin bei Bau.Land.Partner, und Mitarbeiterin Inga Driller werden die Interessen der unterschiedlichen Beteiligten ausloten und in enger Abstimmung Pläne erstellen, wie der Richterplatz und die umliegenden Gebäude besser genutzt werden können. „Noch in diesem Jahr könnten die Ergebnisse vorliegen“, stellt Birgitt Gladisch-Kojo in Aussicht.

Interessen ausloten

Seit sechs Jahren betreibt das Land NRW diese Initiative erfolgreich. In 87 Kommunen wurde das Verfahren in dieser Zeit bereits durchgeführt. Nach Brakel und Horn-Bad Meinberg ist Nieheim die dritte Kommune aus der Region, die sich erfolgreich um die Durchführung der Erkundung beworben hat. Der Vorteil des Expertenteams von Bau.Land.Partner: Sie können als unabhängige Moderatoren dienen, da sie bei der Planung keine eigenen Interessen verfolgen. Die Pläne, die, wenn alles nach den üblichen Vorgaben läuft, in drei bis vier Monaten vorliegen, dienen nur als Grundlage und Ideensammlung. „Wir loten die unterschiedlichen Interessen aus, versuchen den Konsens zu finden und machen Vorschläge“, sagt Franz Meiers. Und weiter: „Unsere Konzepte zeigen nur, was sein könnte.“

Platz mit Potenzial

Und dass der Richterplatz mit dem dominierenden Richterhaus, das gerade aufwendig zum „Haus der Generationen“ umgebaut wird, Potenzial hat, da sind sich Bürgermeister Vidal, Rat und Verwaltung sicher. „Dabei hält sich die Stadt in den nächsten Monaten bewusst zurück. Wir hoffen, dass die Neutralität der Mittler hilft, ein gutes Konzept für das Quartier Marktstraße/Richterplatz zu finden“, sagt Rainer Vidal. „Betroffen sind sechs Eigentümer, die inzwischen schon kontaktiert wurden. Wir präsentieren Ideen, fragen, wo der Schuh drückt und entwickeln letztendlich Pläne für eine Umnutzung“, erklärt Projektleiterin Birgitt Gladisch-Kojo das Verfahren der kommenden Monate. Am Ende müsse ein Konzept aber nicht nur von allen Seiten Akzeptanz finden, es müsse sich auch darstellen lassen, finanzierbar sein. Rainer Vidal: „Wir wollen jetzt weiter arbeiten. Mittel aus der Städtebauförderung und andere Fördermöglichkeiten müssen dann natürlich auch zum Plan passen.“

Ideen sammeln

Franz Meiers kennt das Verfahren bereits aus zahlreichen anderen Konsensvereinbarungen: „Zunächst geht es darum, die Möglichkeiten auszuloten: Sind die Eigentümer kooperativ, welche eigenen Ideen haben sie, was ist möglich und in welchen Abschnitten?“

Erstmals am Richterplatz

Auf dem Weg zur Vertragsunterzeichnung hat Meiers den Richterplatz erstmals in Augenschein genommen und gleich erkannt: „Hier könnte, hier müsste etwas passieren, das war mein erster Eindruck. Jetzt sage ich: ‚Hier soll etwas passieren‘.“

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