47-Jähriger erleidet bei Löschversuch Verbrennungen und Rauchvergiftung
Carportbrand erfasst Wohnhaus

Nieheim/Himmighausen (WB). Eine wohl schwer verletzte Person, ein stark beschädigtes Haus und etwa 85 Rettungskräfte im Einsatz – das ist die Bilanz eines Carportbrandes in Himmighausen-Bahnhof am Montagmittag. Um 11.59 Uhr wurde die Feuerwehr in Nieheim alarmiert.

Montag, 14.09.2020, 17:53 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 17:56 Uhr
Offensichtlich im benachbarten Carport nahm ein Wohnhausbrand in Himmighausen-Bahnhof seinen Anfang. 85 Rettungskräfte aus Nieheim, Steinheim und Brakel waren im Einsatz. Ein Mann verletzte sich beim Versuch, den Brand selbst zu löschen. Foto: Ralf Brakemeier
Offensichtlich im benachbarten Carport nahm ein Wohnhausbrand in Himmighausen-Bahnhof seinen Anfang. 85 Rettungskräfte aus Nieheim, Steinheim und Brakel waren im Einsatz. Ein Mann verletzte sich beim Versuch, den Brand selbst zu löschen. Foto: Ralf Brakemeier

Wohnhausbrand in Himmighausen

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„Zunächst war es noch ein Brand 4, aber schon auf dem Weg zum Einsatzort wurde der Brand auf 2 – also Umfangreiche Menschenrettung – hochgestuft. Das Wohnhaus hatte Feuer gefangen“, schildert Einsatzleiter Daniel Dirks-Lünz, Stadtbrandinspektor aus Merlsheim, den Beginn des umfangreichen Einsatzes. Im brennenden Haus befand sich zu dieser Zeit auch noch der 47-jährige Hausbesitzer, der nach ersten Erkenntnissen auf eigene Faust versuchte, das sich ausbreitende Feuer zu löschen. Er wurde von Rettungskräften geborgen und mit Brandverletzungen sowie einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus nach Bad Driburg gebracht.

Viele Rettungskräfte

Nicht nur aus den Nachbardörfern waren die Einsatzkräfte nach Himmighausen-Bahnhof gekommen. Neben den Löschgruppen aus Merlsheim, Himmighausen und Oeynhausen waren auch Rettungskräfte aus Sandebeck und Vinsebeck im Einsatz. Um das in Brand geratene Wohnhaus auch von oben löschen zu können, nach dem Carport hatte der benachbarte Dachstuhl als erstes Feuer gefangen, wurde auch die Drehleiter aus Steinheim alarmiert, die dann ebenfalls bei den Lösch- und Nachlöscharbeiten zum Einsatz kam. Darüber hinaus waren zwei Sonderfahrzeuge, unter anderem zur Bereitstellung von Atemschutzgeräten, aus Brakel angefordert und vor Ort. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarzt standen am Einsatzort zur Verfügung. Es befand sich aber keine weitere Person im Haus.

Brandnester bekämpfen

Noch zwei Stunden nach der Ankunft der Feuerwehrleute waren zahlreiche Kräfte mit der Bekämpfung von versteckten Brandnestern beschäftigt. Im Dach, innerhalb des Hauses und auch in einem großen Stapel Brennholz, der offensichtlich im Carport gelagert war, flammten immer wieder Glutnester auf. Um an die betroffenen Stellen zu kommen, trugen die Feuerwehrleute Teile des Daches ab. „Es ergibt keinen Sinn, von oben immer weiter zu löschen, bis das Wasser zur Haustür wieder herausläuft“, erklärte Einsatzleiter Dirks-Lünz das gezielte Vorgehen. Die Kameraden waren zum Teil mit umluftunabhängigem Atemschutz innerhalb des Gebäudes im Einsatz. Das nötige Löschwasser wurde aus Hydranten und einem benachbarten Bach entnommen. Glutnester wurden auch mit Löschschaum bekämpft.

Brandursache unklar

Über die Brandursache herrschte am Montag noch Unklarheit. „Die Kriminalpolizei ist informiert und wird, wenn die Feuer komplett gelöscht sind, in Sachen Brandursache ermitteln“, informierte Jörg Böning, Einsatzleiter der Polizei vor Ort. Wahrscheinlich sei aber, dass der Brand im Carport seinen Ursprung gehabt habe, bestätigte Böning, der zur Schwere der Verletzung des 47-Jährigen vor Ort noch keine Auskunft geben wollte. Das Wohnhaus Am Bahnhof 9 wurde schwer beschädigt. Der Sachschaden wird auf 250.000 Euro geschätzt.

Löscharbeiten koordiniert

Neben den Lösch- und Rettungsarbeiten waren zahlreiche Feuerwehrleute mit organisatorischen Aufgaben betraut. Durch die enge Straße mussten die großen Feuerwehrfahrzeuge koordiniert an den Brandherd beordert sowie auch wieder abgezogen werden. Auch benachbarte Bushaltestellen wurden von Einsatzfahrzeugen in Anspruch genommen. Zudem regelte die Feuerwehr den Verkehr auf der benachbarten L 954.

Erst Ende Juni war es in der gleichen Straße zu einem ähnliche Carportbrand gekommen. Auch damals war einiges an gelagertem Brennholz in Brand geraten. Das Übergreifen auf ein Wohnhaus hatte damals aber verhindert werden können.

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