Vermögensübertragung notariell beglaubigt – Brauzunft steigt beim Biermuseum ein
Stadt übernimmt Culinarium

Nieheim (WB/nf). In den politischen Gremien herrschte große Einstimmigkeit, den Vorgang noch in dieser Wahlperiode abzuwickeln. Jetzt gaben der ehrenamtliche Geschäftsführer Rainer Vidal und Dietmar Becker als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters den Vollzug bekannt: Mit der Vermögensübertragung an die Stadt Nieheim ist juristisch der Schlussstrich unter die Gesellschaft Westfälisch kulinarische Erlebnismeile Nieheim (WKME) gezogen.

Donnerstag, 01.10.2020, 06:00 Uhr
Mit der notariell beurkundeten Vermögensübertragung an die Stadt Nieheim wurde die GmbH Westfälisch-Kulinarische Erlebnismeile aufgelöst. Allgemeiner Vertreter Dietmar Becker (links) und der scheidende Bürgermeister Rainer Vidal erhoffen sich dadurch Einsparungen. Foto: Heinz Wilfert
Mit der notariell beurkundeten Vermögensübertragung an die Stadt Nieheim wurde die GmbH Westfälisch-Kulinarische Erlebnismeile aufgelöst. Allgemeiner Vertreter Dietmar Becker (links) und der scheidende Bürgermeister Rainer Vidal erhoffen sich dadurch Einsparungen. Foto: Heinz Wilfert

Rechtsnachfolgerin

Die Stadt tritt damit die Rechtsnachfolge an und die GmbH der Meile ist gelöscht. Die notarielle Vermögensübertragung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2020. Zwar hat sich der Fehlbetrag der WKME nach dem Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Wirtschaftsjahr bereits 2019 auf einen Fehlbetrag von 94.000 Euro reduziert, der durch einen Zuschuss der Alleingesellschafterin Stadt Nieheim von 110.000 Euro von der Stadt ausgeglichen wurde.

Zu wenig Gäste

Nach dem Prüfbericht wurde mit 3640 Besuchern auch 2019 die erforderliche Gästezahl nicht erreicht, der negative Trend habe sich verfestigt, so der Wirtschaftsprüfer. Der Fehlbetrag konnte gesenkt werden, weil die Aufwendungen beträchtlich reduziert wurden. Wie sich die Besucherzahlen künftig entwickeln, lässt sich aktuell nicht sagen, weil die WKME im gesamten Jahr 2020 geschlossen blieb.

Sparen

Die jetzt erfolgte Übertragung auf die Stadt soll mehrere positive Effekte und damit Entlastung bringen. „Künftig sind für die WKME keine separate Buchhaltung, kein Jahresabschluss und damit keine Wirtschaftsprüfung mehr erforderlich. Das spart alleine 12.000 Euro,“ zog Becker sein Fazit. Weitere Synergieeffekte und Ersparnisse sollen folgen, etwa bei Versicherungen, wo die Stadt bessere Konditionen erzielen könne, was den künftigen Zuschuss reduziere. Auch die Aufgabe des Geschäftsführers, die Bürgermeister Rainer Vidal ehrenamtlich ausgeübt hat, entfällt damit künftig.

Stadt übernimmt Vermögen

Jetzt wird das gesamte Anlagevermögen mit den Gebäuden, aber auch die Schulden in den Bilanzen der Stadt auftauchen. Die Stadt wird damit auf der Basis des Umwandlungsgesetzes zum alleinigen Rechtsnachfolger. „Eine seltene, aber sehr komfortable Lösung,“ glaubt Becker. Und es gibt bereits für die WKME weitere Bewegung, wenn das Biermuseum künftig durch den neu gegründeten Verein „Bürgerbrauzunft Nieheim“ übernommen werde. Über die Übernahme könnte nach Angaben des scheidenden Bürgermeisters noch in der laufenden Wahlperiode die Entscheidung fallen.

Zweckbindung läuft aus

Die durch die Fördermittel vorgegebene Zweckbindung für das Biermuseum und auch das Käsemuseum läuft im November 2021 aus.

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