Landesliga: 1:2 in letzter Sekunde gegen SC Verl II – Nieheim verliert 1:3 gegen Westenholz
Spvg Brakel am Boden

Brakel/Nieheim  (WB). In der Fußball-Landesliga kommen die Spvg Brakel und der FC Nieheim nicht auf Touren: Die Nethestädter können sich nach einer guten Leistung nicht belohnen und verlieren mit 1:2-Toren gegen Spitzenreiter SC Verl II. Die Weberstädter unterliegen dem SuS Westenholz mit 1:3-Toren.

Sonntag, 04.10.2020, 21:19 Uhr aktualisiert: 04.10.2020, 21:22 Uhr
Jonas Böhner nimmt Fahrt auf. Der pfeilschnelle Offensivmann der Spvg. Brakel trifft wenig später zum 1:0. Foto: Felix Senftleben
Jonas Böhner nimmt Fahrt auf. Der pfeilschnelle Offensivmann der Spvg. Brakel trifft wenig später zum 1:0. Foto: Felix Senftleben

Worte fehlen

Spvg Brakel – SC Verl 1:2 (1:0). Während der Verler Siegtorschütze Daniel Saibert auf Verler Seite frenetisch gefeiert wurde, ist sind Enttäuschung und Frust auf Brakeler Seite unermesslich groß. In letzter Sekunde mussten die Rot-Schwarzen nach großem Kampf das zweite Gegentor gegen den Spitzenreiter hinnehmen. „Da fehlen einem die Worte”, rang Spvg-Trainer Haydar Özdemir zunächst nach Fassung und eben den Worten.

Keine rote Karte

Zum Spielgeschehen: Glück für die Brakeler, dass Keeper Max Pape nach fünf Minuten nach einer Notbremse nicht vom Platz gestellt wurde Gleichzeitig hätte der Unparteiische auf Foulelfmeter für die Gäste entscheiden müssen. Erneut Glück für die Gastgeber, dass Defensivmann Hendrik Derenthal für den bereits geschlagenen Max Pape das 0:1 mit einer starken Aktion verhinderte. Dominik Kling vergab nach einer halben Stunde per Freistoß die erste Möglichkeit für Brake. Max Pape klärte danach noch zweimal super. In der 59. Minute brach im weiten Rund großer Jubel aus: Nach Vorlage von Kevin Koch erzielte der quirlige Jonas Böhner das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 In der 65. Minute glitt Max Pape durch die Hände. Das 1:1 der Verler war ein Geschenk der Brakeler Nummer eins gewesen. Patrice Yoann Heisinger war der Torschütze für die Gäste gewesen. Danach war hüben wie drüben Tempodrosselung angesagt. Es sollte allerdings sehr zum Leidwesen der Brakeler noch ein Treffer fallen: Daniel Saibert traf in Form einer Bogenlampe in der dritten und letzten Minute der Nachspielzeit zum 1:2. Danach war Schluss. Die Brakeler Akteure lagen unmittelbar nach dem letzten Pfiff des Tages geschlagen am Boden. „Taktisch und kämpferisch war das heute eine tolle Leistung von uns. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, bilanzierte Spvg.-Trainer Haydar Özdemir.

Spvg Brakel: Pape – Werner, Kling, Böke, Rohde, Menie, Böhner (72. Knoke), Vogt (68. Nolte), Kleine (78. Koch), Derenthal, Koch (90.+1 Thomas)

Nicht belohnt

FC Nieheim – SuS Westenholz 1:3 (1:1). Der FC Nieheim hatte das Spiel bis zur 41. Minute komplett im Griff und führte Dank des Treffers von Manuel Trost aus der 13. Minute folgerichtig mit 1:0. In besagter 41. Minute bekam Westenholz einen Foulelfmeter zugesprochen, über dessen Berechtigung sich streiten ließ. Für den SuS verwandelte Marius Franz den Strafstoß sicher zum 1:1, ehe Michael Schormann in der zweiten Minute der Nachspielzeit von Halbzeit eins das 1:2 folgen ließ. „Da haben wir es defensiv überhaupt nicht gut gemacht”, bemängelte Nieheims Interimstrainer André Schnatmann die Situation, in der Vorlagengeber Timo Höber einen langen Spaziergang bis in den Strafraum des FCN vorgenommen und dann auf den freistehenden Schormann quer gelegt hatte. „In Durchgang zwei sind wir dann nicht so ins Spiel gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben”, haderte Schnatmann. Trotz zwei, drei Chancen für die Hausherren erwies sich das Westenholzer Abwehrbollwerk als standhaft. Nach vorne wiederum ging bei den Gästen wenig. Dass Robin Rolf in der 85. Minute nach einem langen Zuspiel über den halben Platz dennoch eiskalt zum 1:3 vollstreckte, stand für die große Effizienz des SuS. „Sie haben aus jeder Chance ein Tor gemacht. Wir hingegen haben unsere Dinger nicht genutzt”, sah Schnatmann darin den Knackpunkt für die Niederlage. Der Interimstrainer des FCN wird laut Vereinsboss Alfred Ruberg noch bis Weihnachten der starke Mann an der Seitenlinie sein. „Wir planen erst zur Rückrunde mit einem neuen Trainer”, verriet Ruberg am Rande der Partie.

FC Nieheim: Bauer – Lütkemeier, Günther (73. Thorenmeier), Sitnikov, Otte, Soethe, Büsse, Trost (40. Hannibal), Puhl, Cesa, Ovenhausen-Martinez

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