Nieheimer Karnevalsgesellschaft sagt öffentliche Veranstaltungen ab – Neuwahlen verschoben
„Schwarze Katze“ bleibt daheim

Nieheim (WB). Nach einer Versammlung der Nieheimer Karnevalsgesellschaft „ist die Katze aus dem Sack“ – und die anstehende Karnevalssession, was die öffentlichen Veranstaltungen anbetrifft, abgesagt. Es wird weder eine Auftaktveranstaltung am „Elften im Elften“ noch eine Prinzenproklamation, keine Feier im Rathauskeller und auch keinen prächtigen Rosenmontagszug geben.

Mittwoch, 28.10.2020, 06:11 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 06:20 Uhr
Die „Schwarze Katze“ muss in der kommenden Session die Beine still halten. Alle öffentlichen Veranstaltungen der NKG, auch die Saalveranstaltungen der Karnevalisten, sind wegen Corona abgesagt worden. Foto: Heinz Wilfert, Archiv
Die „Schwarze Katze“ muss in der kommenden Session die Beine still halten. Alle öffentlichen Veranstaltungen der NKG, auch die Saalveranstaltungen der Karnevalisten, sind wegen Corona abgesagt worden. Foto: Heinz Wilfert, Archiv

„Die Entscheidung fiel uns nicht leicht. Doch wir hatten keine Wahl in der Corona-Pandemie“, sagte NKG-Präsident Josef Schunicht dem WESTFALEN-BLATT. Allerdings soll es nicht ganz ohne das Wappentier, die „Schwarze Katze“, gehen, die für die Jecken und alle Bürger das Symbol des Nieheimer Karnevals ist. Dazu gibt es bereits einige Ideen, die in Richtung kleiner Videoclips und Videosequenzen im Internet gehen. Sogar die Herausgabe einer jecken Karnevalspostille stehe zur Diskussion. Auch die Entwicklung eines Ansteckpins mit Motiv könnte realisiert werden.

NKG-Präsident gibt 2021 sein Amt ab

NKG-Schriftführer Sebastian Wessler betonte gegenüber dieser Zeitung: „Damit können wir Präsenz und Flagge zeigen, wenn wir in die Häuser gehen und den Menschen signalisieren, dass der Karneval uns wichtig ist, auch wenn es keine Groß- und Saalveranstaltungen gibt.“ In der Karnevalszeit sei zudem daran gedacht, die Stadt zu schmücken.

Verschoben auf das kommende Jahr ist ebenfalls die Neuwahl des NKG-Präsidiums. Die klare Mehrheit der Rotjacken hatte entschieden, die Wahl des neuen Präsidiums um ein Jahr zu verschieben.

Der bis zur Neuwahl amtierende Präsident Josef Schunicht (66) ist zuversichtlich, dass die Neuwahl im März/April 2021 durchgeführt werden kann. Wie Schunicht, der seit 2014 das höchste närrische Amt inne hat, dem WESTFALEN-BLATT bestätigte, will er selbst nicht wieder zur Wahl antreten. Für die Aufgaben im Präsidium stünden junge Kandidaten zur Verfügung. Der Nieheimer Karnevalspräsident Josef Schunicht ist zwar traurig, dass die kommende Karnevalssession ausfällt. Gleichzeitig ist er aber optimistisch, dass die nachfolgende Session dafür doppelt so schön werden kann.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7650990?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851053%2F
„Ein rabenschwarzer Tag für Bielefeld“
Die Bahnhofstraße am Samstagnachmittag: Viele Menschen waren unterwegs, aber deutlich weniger als am „Black Friday“, dem Tag der Schnäppchenjäger.
Nachrichten-Ticker