NRW-Ministerin Barbara Steffens informiert sich in Steinheim
Zukunftsmodelle für die Pflege

Steinheim (WB). Die Anzahl älterer Menschen, die Hilfe und Pflege benötigen, wird weiter wachsen. Zu einem Fachgespräch über die Zukunft der Pflege in der Region trafen sich jetzt Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) sowie führende Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen und des Evangelischen Johanneswerks. Die Stadt Steinheim und das Helene-Schweitzer-Zentrum gelten mit ihren Konzepten als zukunftsweisend. Vor Ort erfolgte der Austausch zu den Herausforderungen des demografischen Wandels für die Altenhilfe, neuen Modellen im Wohn- und Pflegebereich und zum stadtübergreifenden Projekt »GeiSt - Gemeinsam in Steinheim«. 

Freitag, 30.10.2015, 18:53 Uhr aktualisiert: 02.11.2015, 18:39 Uhr
NRW-Ministerin Barbara Steffens informiert sich in Steinheim : Zukunftsmodelle für die Pflege
Fachgespräch in Steinheim: Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens und Dr. Bodo de Vries, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Johanneswerks, am Helene-Schweitzer-Zentrum. Foto: Harald Iding

Das Konzept  »Wohnen im Alter in Steinheim«, vom Johanneswerk und der Stadt gemeinsam entwickelt, basiert auf drei Säulen: einem modernen Ansatz der stationären Pflege, einer Reihe von innovativen ambulanten Angeboten und einer umfassenden Gemeinwesenarbeit. Dreh- und Angelpunkt ist das im Frühjahr 2014 vom Johanneswerk eröffnete Helene-Schweitzer-Zentrum an der Flurstraße. Es umfasst vier stationäre Hausgemeinschaften für jeweils zwölf pflegebedürftige Bewohner, 30 barrierefreie Wohnungen im Johannesstift für alte und behinderte Menschen und ein Nachbarschaftszentrum mit Wohncafé als Keimzelle der Gemeinwesenarbeit.

6500 Beschäftigte und 70 Einrichtungen

Burkhard Bensiek vom Vorstand des Johanneswerks begrüßte neben der Ministerin ein Dutzend weitere Fachgesprächsteilnehmer. Unter ihnen: Sigrid Beer, parlamentarische Geschäftsführerin von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW und ihre Parteikolleginnen und -kollegen Helga Lange, Vorsitzende der Grünen im Regionalrat Detmold, Werner Jülke, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit und Martina Denkner von der Geschäftsführung des Bezirksverbands OWL sowie den Bürgermeister von Steinheim, Carsten Torke. Bensiek stellte kurz das Johanneswerk als einen der großen diakonischen Träger in Europa mit etwa 6500 Beschäftigten und mehr als 70 Einrichtungen in ganz NRW vor.

Steigende Nachfrage

Vorstandsmitglied Dr. Bodo de Vries und Regionalgeschäftsführer Udo Ellermeier referierten über die ambulante, quartiersnahe und stationäre Versorgung als zukunftsweisende Angebote im Johanneswerk. »Mit unseren derzeit 13 Angeboten für ambulant betreutes Wohnen in NRW verzeichnen wir seit 2011 eine steigende Nachfrage. Wir haben heute 87 Prozent mehr Klienten«, so Dr. de Vries, »der Ausbau der ambulanten Versorgung wird durch geänderte gesetzliche Vorgaben stark gefördert und entspricht den Bedürfnissen der Gesellschaft.« Vor diesem Hintergrund baue das Johanneswerk seine stationären Plätze nicht weiter aus und wende sich künftig verstärkt dem ambulanten Regelsystem zu. Wissenschaftlich begleitet wird der Träger dabei vom Alters-Institut mit Sitz in Dortmund, einer Anfang 2014 gegründeten Tochtergesellschaft.

Versorgungskonzept

Der Vorstellung des modernen Versorgungskonzeptes folgte eine rege fachliche Diskussion. Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens betonte die Rolle der Kommunen bei der Planung und Förderung zukunftsweisender Wohn- und Versorgungsstrukturen: »Ältere Menschen wollen – wie wir alle – selbstbestimmt leben. Und die meisten möchten auch bei Pflegebedarf in ihrem gewohnten Umfeld, in ihrem Quartier, bleiben. Deshalb müssen sich Wohn- und Unterstützungsangebote an den unterschiedlichen und vielfältigen Bedürfnissen der Menschen orientieren.«

Welche weiteren Lösungsvorschläge die Ministerin Steffens hat, was sie von den Aktivitäten in Steinheim hält und was sich der Bürgermeister von den Projekten verspricht – das können Sie in der Wochenendausgabe des WESTFALEN-BLATTS, Lokalausgabe Höxter, lesen.

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