>

Mi., 15.06.2016

CDU trauert: Langjähriger Landtagsabgeordneter und Ehrenkreisvorsitzender Antonius Rüsenberg (73) verstorben Ein Kämpfer für die Bürger

Der Steinheimer Antonius Rüsenberg (hier ein Archivbild) hat immer die Region und die Menschen  im Fokus seiner politischen Arbeit gesehen. Am Montagabend ist der langjährige Landtagsabgeordnete nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren verstorben.

Der Steinheimer Antonius Rüsenberg (hier ein Archivbild) hat immer die Region und die Menschen im Fokus seiner politischen Arbeit gesehen. Am Montagabend ist der langjährige Landtagsabgeordnete nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren verstorben. Foto: Harald Iding

Von Harald Iding

Steinheim (WB). »Ein bequemer Ja-Sager« – das sei er nie gewesen, verriet Antonius Rüsenberg einmal dem WESTFALEN-BLATT  mit Blick auf sein politisches Lebenswerk. Am  Montagabend, 13. Juni, ist der langjährige Spitzenpolitiker,  leidenschaftliche  Heimatfreund und »Steinheimer  Junge« Antonius Rüsenberg im Alter von 73 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.

Die Trauer über den Tod des CDU-Ehrenkreisvorsitzenden ist groß in der Region. Der  Bundestagsabgeordnete Christian Haase (zugleich  CDU-Kreisvorsitzender)  sowie  Klaus Funnemann (Kreisgeschäftsführer) erklärten: »Der Tod von Antonius Rüsenberg hat den CDU-Kreisverband tief getroffen. Wir konnten uns, solange es sein Gesundheitszustand zugelassen hat, immer auf ihn verlassen. Er hat in der Partei, aber auch im gesellschaftlichen Leben im Kreis Höxter viele tiefe Spuren hinterlassen. Der Mensch stand immer im Mittelpunkt seines Handelns.«

»Unermüdliches Engagement«

Jahrzehntelang sei Rüsenberg die prägende und gestaltendende Kraft der CDU im Kreis Höxter und in seiner Heimatstadt Steinheim gewesen. Haase anerkennend: »Wir danken Antonius Rüsenberg für sein unermüdliches Engagement in unserer Partei!« Als Landtagsabgeordneter habe er  sich »mit einer unverwechselbaren, rastlosen Energie und mit seinem besonderen Gespür für die  Bürger seines Wahlkreises Höxter eingesetzt«, heißt es von der CDU-Spitze. Der Verstorbene sei  in seiner besonderen Gradlinigkeit, aus christlich-sozialer Verantwortung heraus, ein unermüdlicher Fürsprecher seiner geliebten Heimat im Landtag NRW gewesen.

»Habe mich immer als Linker in der CDU gefühlt«

Rüsenberg sagte dieser Zeitung vor drei Jahren, als er seinen 70. Geburtstag feiern konnte: »In der Landtagsfraktion habe ich mich immer als Linker in der CDU gefühlt.« Das habe  bestimmt auch daran gelegen, dass er nach seiner Lehre zum Landmaschinenmechaniker und der zehnjährigen Arbeit an der Werkbank nie den Kontakt zur Basis verloren habe. Später arbeitete Rüsenberg  als Sozialarbeiter beim Kreisjugendamt. »Auf Augenhöhe mit den Bürgern zu sein, ihre Anliegen zu respektieren und sich für die Heimat einzusetzen – das ist meine  Antriebsfeder«, so Rüsenberg.

Blick zurück: Antonius Rüsenberg hat als NRW-Landtagsabgeordneter auch das Gespräch mit den »Großen« der Politik gesucht – darunter waren der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (links) sowie der langjährige Bundesarbeitsminister und ehemalige CDU-Landeschef Norbert Blüm. Foto: Repro Harald Iding

Der Steinheimer  war seit 1961 Mitglied der CDU und seit 1980 auch in der CDA. Neun Jahre lang war er CDU-Ortsvorsitzender in Steinheim, 14 Jahre Stadtverbandschef in seiner Heimatstadt, 1973 bis 1999 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes und seitdem auch Ehrenkreisvorsitzender.
Dem CDU-Landesvorstand gehörte Antonius Rüsenberg von 1984 bis 2005 an. Im Bezirksvorstand Ostwestfalen-Lippe brachte er sich von 1973 bis 2005 ein.
25 Jahre lang  saß  Rüsenberg  im NRW-Landtag (1980 bis 2005) – davon war er 15 Jahre lang  jugend- und familienpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Sechs Jahre (bis 2005) übernahm er die Aufgabe des stellvertretenden Vorsitzenden  der CDU-Landtagsfraktion.

»Konrad Martin Medaille«

Der Verstorbene war in vielen Vereinen aktiv - unter anderem war Rüsenberg 1978 Karnevalsprinz  in der Emmerstadt  und 1981 Schützenkönig des BSV. 2001 wurde ihm die »Konrad Martin Medaille« des Diözesan-Verbandes für die Vertretung der Grundideen Adolph Kolpings im gesellschaftspolitischen Bereich verliehen. »Ich habe viel erreicht und mich einbringen können. Es ist die Liebe zu den Menschen, die mir Kraft gegeben hat«, bekräftigte  er einst.

Seelenamt am 21. Juni in Steinheim

Das Mitgefühl der CDU würde jetzt Rüsenbergs Familie (Ehefrau Mechthild Rüsenberg und den beiden  Söhnen) gelten. Christian Haase: »Wir wünschen der Familie in dieser schweren Zeit – auch durch ihren Glauben – Trost, Kraft und Zuversicht.« Das Seelenamt sei am Dienstag, 21. Dienstag, um 14 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Marien in Steinheim.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4082632?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198395%2F2851055%2F