Kreisübergreifendes Projekt setzt auf höhere Verkehrssicherheit – Spendenaktion
Neuer Radweg von Billerbeck nach Steinheim

Steinheim (WB). Mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer hat sich der Verein »Ländlicher Raum aktiv« auf die Fahnen geschrieben. Unter Anwendung des NRW-Programms »Bürgerradwege« konnten in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits fünf Kilometer Radwege zwischen Horn-Bad Meinberg und Steinheim gebaut werden.

Dienstag, 30.01.2018, 13:21 Uhr aktualisiert: 30.01.2018, 13:24 Uhr
Die Pfandbon-Aktion im Rewe-Markt »Lipper Tor« kommt in den nächsten Monaten dem geplanten Bürgerradweg von Billerbeck nach Steinheim zugute. Auf möglichst viele kleine (und gerne auch größere) Spenden hoffen (von links:) Iris Beckmann (Rewe), Stephan Lücking (Verein Ländlicher Raum), Marktleiter Jörg Kanne und Karl-Heinz Huneke (Verein Ländlicher Raum). Foto: Brakemeier Foto: Heinz Wilfert
Die Pfandbon-Aktion im Rewe-Markt »Lipper Tor« kommt in den nächsten Monaten dem geplanten Bürgerradweg von Billerbeck nach Steinheim zugute. Auf möglichst viele kleine (und gerne auch größere) Spenden hoffen (von links:) Iris Beckmann (Rewe), Stephan Lücking (Verein Ländlicher Raum), Marktleiter Jörg Kanne und Karl-Heinz Huneke (Verein Ländlicher Raum). Foto: Brakemeier

Voraussetzung ist das Engagement der Bürger sowohl beim Bau, als auch bei der Finanzierung der Rad- und Wanderwege. Auf diese Weise könnten lange Genehmigungsverfahren umgangen und Radfahrern und Fußgängern unbürokratisch und schnell geholfen werden.

Unverhoffter Erfolg

Die Initiative, die zunächst von Heimatvereinen aus Steinheim und dem Lippischen getragen worden ist, hat sich durch den unverhofften Erfolg schnell ver­größert. Inzwischen sind ein eigener Verein gegründet und nach der ersten Strecke gleich weitere Wege in Angriff genommen worden. Nach dem Motto, dass auch viele kleine Handgriffe Großes bewegen können, freut sich der Verein nun, dass die Pfandbonaktion 2018 des Rewe-Marktes am Lipper-Tor für die Bürgerradwege bestimmt sein wird. »Wer will, kann kleinere – natürlich gerne auch größere – Pfandbons in den bereit gestellten Kasten geben und so die Initiative unterstützen«, erklärt Marktleiter Jörg Kanne das Prozedere. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Bon-Automaten könnten Kunden sich für eine unbürokratische Spende entscheiden – auch kleine Cent-Beträge läppern sich. Für verschiedene wohltätige Projekte aus der Region seien so schon bis zu 2000 Euro zusammen gekommen, sagt Jörg Kanne und: »Wir wollen etwas für die Region tun!«

Ländlicher Raum

Über fehlende Unterstützung aus der Bevölkerung kann sich der Verein »Ländlicher Raum aktiv« ganz sicher nicht beschweren. Karl-Heinz Huneke von den Hei­mat­freunden Na­pe­tal Bil­ler­beck ist Schriftführer im »Bürgerradweg-Verein«. Er bereitet gerade das neueste Projekt vor. »Es geht um den Abschnitt zwischen Billerbeck und Steinheim. Hier haben wir die 2,3 Kilometer bereits für das NRW-Programm angemeldet«, sagt Huneke. Kostenpunkt: 600.000 Euro. Den Löwenanteil davon, 400.000 Euro, zahlt das Land NRW, aber nur wenn die Beteiligung der Kommunen und der Bürger sichergestellt ist.

Zwei Städte bringen je 80.000 Euro auf

Steinheim und Horn-Bad Meinberg müssen also je 80.000 Euro aufbringen, die »Manpower« stellt der Verein. Bleiben noch 40.000 Euro, die der Verein zur Umsetzung des Projektes aufbringen muss. Neben zahlreichen anderen Aktionen und Sponsoren will auch Jörg Kanne mit dem Rewe-Markt Lipper Tor zum Gelingen beitragen. »Zusätzlich zu den Pfandbons planen wir schon verschiedene Sonderaktionen wie eine Fahrradverlosung und Waffelbacken,« verrät Kanne.

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