Aktuell leben 277 Asylbewerber und Flüchtlinge in der Großgemeinde Steinheim
Standort »Altenhagen« wird aufgegeben

Steinheim (WB/nf). Über die aktuelle Situation der Asylbewerber und Flüchtlinge in Steinheim haben die Steinheimer Flüchtlingssozialbetreuerinnen Stefanie Flake, Ulrike Czorny und Silvia Borgolte die Mitglieder im jüngsten Fachausschuss informiert.

Freitag, 13.04.2018, 18:54 Uhr aktualisiert: 13.04.2018, 18:58 Uhr
Die Unterkunft für Flüchtlinge im »Altenhagen« (früher Stadtwerke) soll aufgegeben werden. Foto: Harald Iding
Die Unterkunft für Flüchtlinge im »Altenhagen« (früher Stadtwerke) soll aufgegeben werden. Foto: Harald Iding

Demnach leben 277 Asylbewerber und Flüchtlinge derzeit in Steinheim. 199 sind als Asylbewerber anerkannt. 64 Personen befinden sich noch im Verfahren mit einer Aufenthaltsgestattung.

22 genießen trotz Ablehnung eine Duldung, weil eine Ausreise in die Herkunftsländer derzeit nicht möglich sei. Untergebracht sind 74 Asylbewerber in sechs eigenen Häusern der Stad – 72 in 23 angemieteten Wohnungen, 125 haben selbst Wohnungen oder Unterkünfte angemietet. Weil sich die Situation der zugewiesenen Asylbewerber und Flüchtlinge entspannt hat, kann Ende August das Gebäude der ehemaligen Stadtwerke im Altenhagen als Unterkunft aufgegeben werden.

Als »Übergangslösung« geplant

»Der Komplex war von Anfang an als Übergangslösung geplant. Für die zwölf dort noch untergebrachten Bewohner ist die Einrichtung zu groß. Sie können auf andere Einrichtungen verteilt werden«, berichtete Fachbereichsleiter Gerd Engelmann. Über Fortschritte bei der Integration berichtete Stefanie Flake. Sechs Personen absolvieren eine Ausbildung, ohne Qualifikation sind 33 in einem Beschäftigungsverhältnis. Als Hauptschwierigkeit in der Ausbildung oder im Arbeitsleben nannte die Flüchtlingsbetreuerin nicht die sprachliche Qualifikation. Schwierigkeiten hätten die Bewerber oft mit den fachlichen Begrifflichkeiten. Die Schule besuchen 33 Kinder und Jugendliche, vier gehen in den Kindergarten. 61 Personen nutzen die verpflichtenden Integrationskurse, die aus zwei Teilen bestehen: Teil 1 beinhaltet deutsche Sprachkenntnisse bis zum B1 Niveau, Teil 2 dient der Orientierung über die Geschichte, die Kultur, die Werte und Grundsätze des Zusammenlebens in Deutschland. Beide Bereiche schließen mit Prüfungen ab.

Berufliche Chancen

Einen Bericht gab auch Sylke Petry von der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (»gpdm«) zum Projekt »EXPO Höxter« im Rahmen des Projektes »Landaufschwung«, durch die auch die nachhaltige Integration von Geflüchteten begleitet und unterstützt werden soll. »Wir ergänzen das, was vor Ort bereits erfolgreich geleistet wird«, so Petry zu ihrem Einsatz in Steinheim, Nieheim und Marienmünster. Die Berater des Projektes würden bei der Klärung der beruflichen Möglichkeiten in Deutschland helfen. Auf dem Weg in die Arbeit gilt es, Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu suchen und die Unternehmen zu beraten. Das diene zur Entlastung der Verwaltungen der Kommunen ebenso wie der Unterstützung von haupt- und nebenamtlicher Flüchtlingshilfe.

Viele Firmen hätten sich für Asylbewerber geöffnet. Schwierigkeiten für dauerhafte Beschäftigungen gibt es aber, wenn das Bleiberecht unsicher sei. Betreut würden derzeit in Steinheim 15 Familien und 31 Einzelpersonen.

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