Fr., 12.10.2018

Premiere: »Offenes Singen« im Nachbarschaftszentrum für alle Interessierten geplant Lieder querbeet

Dirigentin Helena Mansfeld (rechts) gibt beim gemeinsamen Singen den Ton an. Auf die Veranstaltung im Nachbarschaftszentrum bereiten sich schon mal (von links) Bernadette Linhoff, Ludgera Scheller, Waltraud Pott, Karola Schmidt und Christoph Mansfeld vor.

Dirigentin Helena Mansfeld (rechts) gibt beim gemeinsamen Singen den Ton an. Auf die Veranstaltung im Nachbarschaftszentrum bereiten sich schon mal (von links) Bernadette Linhoff, Ludgera Scheller, Waltraud Pott, Karola Schmidt und Christoph Mansfeld vor. Foto: Ralf Brakemeier

Von Ralf Brakemeier

Steinheim (WB). »Ich kann doch gar nicht singen.« Diesen Satz hört Helena Mansfeld öfter. Die Dirigentin, Chorleiterin und Gesangslehrerin weiß aber: »Das ist Blödsinn!« Den Beweis für ihre These tritt sie beim »Offenen Singen« im Nachbarschaftszentrum Steinheim an.

Der Termin dafür steht auch schon fest: Es ist der 20. Oktober­ ­(Samstag) ab 16 Uhr. Die Idee zu einem gemeinsamen Singnachmittag ist im Kreativkursus von Waltraud Pott entstanden. Seit Jahren trifft sie sich mit Bewohnern des Helene-Schweitzer-Zentrums (HSZ) und Nachbarn, um gemeinsam schöne Dinge herzustellen. Das Motto des ersten »Offenen Singens« im Nachbarschaftszentrum gibt Gemeinwesenarbeiterin Karola Schmidt vor: »Alle sind eingeladen, die Interesse am Singen haben. Wir singen Lieder ›querbeet‹«.

Los geht es beim Aktionstag um 16 Uhr im großen Saal des Nachbarschaftszentrums. Die musikalische Leitung übernimmt die in Steinheim und Umgebung bekannte Chorleiterin Helena Mansfeld. »Das ist auch für mich Neuland, ich bin schon sehr gespannt«, sagt die Chefin des erfolgreichen Konzertchores »Vocale«, die sicher ist, auch einige bekannte Sängerinnen und Sänger bei der gemeinsamen gemütlichen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Karaoke-Anlage mit Beamer

Mit im Gepäck hat Bernadette Linhoff, Leiterin des St.-Rochus- Seniorenhauses in Steinheim, eine so genannte Karaoke-Box. Sie ist randvoll gefüllt mit bekannten Schlagern und Volksliedern, angefangen von »Der Mai ist gekommen« bis zu Helene Fischers unvermeidlichem »Atemlos«. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei – querbeet eben. Gleichzeitig werden die Liedtexte mit einem Beamer auf eine große Leinwand geworfen. Auch wer ab der dritten Strophe nicht mehr textsicher ist, hat also keine Ausrede. Ohnehin hat nicht nur Ludgera Scheller, Bewohnerin der ersten Stunde im HSZ, bereits festgestellt: »Auch wenn bei manchen das Gedächtnis schon nachgelassen hat, vor allem die älteren Herrschaften können sich an solche, einmal auswendig gelernten Texte, meist sehr gut erinnern.

Generationen begegnen sich

So werden die Einblendungen wohl vor allem von den jüngeren Mitsängerinnen und Mitsängern genutzt werden, die ausdrücklich eingeladen ist. Denn: Wie immer geht es im Nachbarschaftszentrum nicht nur um die Bewohner des HSZ, sondern um Quartiersarbeit vor Ort und um das Begegnen und gemeinsame Erleben der Generationen – jeder sei dazu willkommen.

Shuttle-Service

Aus der Senioreneinrichtung St. Rochus wird wieder ein Shuttle-Service angeboten, es gibt schon jetzt erste Anmeldungen dafür. »Wir haben Platz für alle«, lädt Karola Schmidt ein. Sie hat festgestellt: »Die im Projekt ›GeiSt‹ aufgebauten Netzwerke funktionieren immer besser.« Mansfeld bringt das Ziel der Veranstaltung, die in Zukunft – vielleicht immer mit einem neuen Motto – in unterschiedlichen Einrichtungen stattfinden könnte, auf den Punkt: »Hauptsache, wir haben Spaß!«

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