Do., 14.02.2019

Verkehrsentwicklungsplan für Steinheim ist in Vorbereitung Knotenpunkte ausgewertet

In Bereichen wie dem innerstädtischen Ring wurde eine hohe Verkehrsbelastung festgestellt.

In Bereichen wie dem innerstädtischen Ring wurde eine hohe Verkehrsbelastung festgestellt. Foto: Wilfert

Steinheim (WB/nf). Der aktuelle Planungsstand mit den ersten Erkenntnissen und die weiteren Verfahrensschritte zur Überarbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes in Steinheim sind jetzt im Bauausschuss vorgestellt worden. Der Auftrag war an das Büro »IVV Aachen« gegangen, das schon den letzten Verkehrsentwicklungsplan 2006 erstellt hat.

Das IVV hatte im vergangenen Jahr umfangreiche Verkehrszählungen an sechs Knotenpunkten in Steinheim für die detaillierte Analyse des derzeitigen Verkehrsgeschehens und die Entwicklung eines verkehrlichen Leitbildes durchgeführt. »Diese Grundlagen sind Voraussetzung für eine langfristige Planung«, betonte Silke Schwarz vom IVV.

Maßnahmenfelder des künftigen Verkehrsentwicklungsplans sind der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), der motorisierte Individualverkehr, der ruhende Verkehr, der Wirtschaftsverkehr, Car-Sharing und Elektromobilität sowie der Rad- und der fußläufige Verkehr. Die Zählungen zeigten, dass in Steinheim nach wie vor hohe Verkehrsbelastungen mit 10.000 Fahrzeugen am Tag an der Bahnunterführung auftreten.

4000 bis 5000 Fahrzeuge wurden auch im innerstädtischen Ring gezählt. Dennoch sei Steinheim auf dem richtigen Wege, denn die Verkehrsbelastung in der Kernstadt habe teilweise sogar abgenommen, so Silke Schwarz.

Bürgerbefragung

Das Untersuchungsnetz erstreckte sich auf sämtliche Straßen mit Verkehrsbedeutung, aber auch Straßen mit bereits bekannten Problemen und mit ÖPNV-Belegung, das Radwegenetz und fußläufige Verkehrsverbindungen. Auch Erkenntnisse der Verkehrssituation in den Ortsteilen würden in die Planung einfließen.

Während der »Steinheimer Messe« im November 2018 erfolgte eine Bürgerbefragung, an der sich 112 Bürger beteiligt haben. Dabei ergab sich eine hohe PKW-Nutzung zu lokalen und regionalen Zielen – wie zwischen den Ortsteilen und dem Kernbereich.

Gerade die Nutzung des Fahrrads wurde ebenfalls als sehr wichtig benannt. Außerhalb des Schülerverkehrs ergab sich nur eine sehr geringe Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Kritisiert wurde ein mangelndes ÖPNV-Angebot nach Detmold und Höxter sowie »die ungünstige Taktung«.

Die nächsten Arbeitsschritte sehen eine Abstimmung der vorliegenden Analyseergebnisse mit Verwaltung und Politik vor. Dazu beraten sich demnächst die Fraktionen, die bis zum 31. März ihre Rückmeldung abgeben sollen.

Darauf sollen die Ziele und Leitlinien aufbauen, auch mit umweltverträglicher Komponente. Am Ende stehe ein Maßnahmenkonzept, das eine Bewertung und eine Priorisierung enthält.

»Mit dem Verkehrsentwicklungsplan geht es um die Weichenstellung für die kommenden 20 bis 30 Jahre«, sagte Steinheims Klimaschutz- und Demografiebeauftragter Alexander Rauer. Der Entwurf des künftigen Verkehrsentwicklungsplans soll im September dieses Jahres vorliegen.

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