So., 05.05.2019

»Lebensbaum«-Aktion in Steinheim und Vinsebeck – Feier auf Schloss Thienhausen Ein Zeichen der Liebe zur Heimat

Baumpflanzung in Vinsebeck: Am Eichholzer Weg ist in zehn Jahren eine stattliche Eichenallee entstanden. Bürgermeister Carsten Torke (rechts) und Stefan Kappler, Betriebsleiter der Graf-Metternich-Quellen (links), mit den Eltern der 19 Kinder, deren Namen auf der Tafel stehen.  

Baumpflanzung in Vinsebeck: Am Eichholzer Weg ist in zehn Jahren eine stattliche Eichenallee entstanden. Bürgermeister Carsten Torke (rechts) und Stefan Kappler, Betriebsleiter der Graf-Metternich-Quellen (links), mit den Eltern der 19 Kinder, deren Namen auf der Tafel stehen.  

Steinheim (WB/nf). Sich seiner Herkunft und seiner Wurzeln bewusst zu werden, um sich lebenslang daran erinnern zu können – das ist das Ziel des Projekts »Lebensbaum« in Steinheim. Zum zehnten Mal wurden in Vinsebeck am Eichholzer Weg und in Steinheim im »Altenhagen« je ein Baum gepflanzt und ein Gedenkstein mit den Namen der 2018 geborenen Kinder enthüllt, in diesem Jahr unter dem Motto »Schön, dass es dich gibt!«

Das Programm wurde in diesem Jahr etwas geändert: Weil die Stadthalle umgebaut wird, trafen sich die Eltern mit ihren Kindern am Ort der Baumpflanzung, um danach in der Festscheune von Schloß Thienhausen Kaffee zu trinken und einen Imbiss einzunehmen. Hier war auch der Vinsebecker Schlagersänger Florian Timm zu Gast, der seinen Song »Ich lieb dich sowieso« sang.

Schloss zu besichtigen

Weiter zu erleben war die Gruppe »Shade Makers« mit einem Walking Akt. Die Besucher bekamen auch die Möglichkeit, das Schloss zu besichtigen, auf die Kinder wartete buntes Treiben mit der Möglichkeit, Pony zu reiten. Bürgermeister Carsten Torke dankte ganz herzlich dem Gastgeber Richard Freiherr von Kanne-Kuper für die gewährte Gastfreundschaft. Musikalisch begleitete die Gruppe »El Mikado« aus Nieheim die Baumpflanzung und die Feier in Thienhausen.

»Stark für Steinheim« ist der Anspruch, der sich für die Graf Metternich Quellen und die Stadt Steinheim mit diesem Projekt verbindet. Für jeden Jahrgang der neugeborenen Steinheimer werden seit 2009 Eichen gepflanzt.

Biotopvernetzung der Emmerauen

Die Bäume sind auch Teil der Biotopvernetzung der Emmerauen. Auf den Findlingen sind dazu Tafeln mit den Namen der im Jahr zuvor geborenen neuen Steinheimer Erdenbürger angebracht. Insgesamt wurden 2018 in ganz Steinheim 119 Geburten gezählt – zehn weniger als im Vorjahr, aber immer noch mehr als in den Jahren zuvor. 89 Geburten wurden in Steinheim gezählt, 56 Namen sind auf dem Stein im Altenhagen aufgeführt; im Einzugsbereich der Grundschule Vinsebeck sind 30 Kinder geboren, 19 Namen finden sich auf der Bronzetafel des Findlings. Die Aktion symbolisiert die regionalen Wurzen, denn das Projekt »Lebensbaum« trägt zur Bindung, Identität und Verwurzelung bei. Gleichzeitig steht es für die Sorgfalt und Fürsorge, zu der kommende Generationen aufgerufen sind. »An den Ort ihrer Geburt können sie immer wieder zurückkehren und Orientierung finden, selbst wenn sie später nicht mehr in ihrer Heimat leben. Die Graf Metternich-Quellen möchten die Menschen in der Region deshalb ein Leben lang begleiten«, stellte Quellen-Geschäftsführer Andreas Schöttker fest.

Beste Perspektiven für später

Bürgermeister Torke: »Eine Heimat zu haben und sich heimisch zu fühlen – das ist existenziell. Für viele ist Heimat gleichzusetzen mit dem Ort ihrer Geburt. Das Projekt Lebensbaum liegt mir sehr am Herzen, weil es hier um meine, um unsere Heimat geht.«

Angesichts des Bildes in Thienhausen fuhr der Bürgermeister fort, dass die nächste Generation ein starker Motor dafür sei, den Lebens-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort Steinheim zukunftsfähig zu erhalten.

Für die jungen Steinheimer eröffneten sich dadurch beste Perspektiven für ihre spätere Ausbildung bis zu dualen Studiengängen. »Wohin die noch kleinen Füße die Kinder des Jahrgangs 2018 auch einmal tragen werden, so mögen sie immer mit Steinheim verbunden bleiben«, schloss der Bürgermeister seine Ansprache.

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