Fr., 10.05.2019

Rat der Kommission: Kinder sollen weiterhin geimpft werden Weniger Windpocken im Kreis

Die Impfkommission empfiehlt, Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten zum ersten Mal gegen Windpocken impfen zu lassen. Die zweite Impfung für einen dauerhaften Schutz erfolgt wenige Monate später.        

Die Impfkommission empfiehlt, Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten zum ersten Mal gegen Windpocken impfen zu lassen. Die zweite Impfung für einen dauerhaften Schutz erfolgt wenige Monate später.        

Höxter (WB). Im Kreis Höxter ist die Zahl der Windpockenfälle im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt waren es 21 Fälle, im Jahr 2017 waren es noch 29. Dies entspricht einem Rückgang von 27,6 Prozent.

Bundesweit war ein Rückgang von 8,1 Prozent zu verzeichnen. In NRW betrug der Rückgang 13,7 Prozent. Basis für die Zahlen ist eine Auswertung der aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). »Trotz dieser erst einmal erfreulichen Zahlen raten wir dazu, insbesondere Kinder auch weiterhin gegen Windpocken impfen zu lassen«, heißt es auch vom Kreis Höxter. Denn: Man sollte diese Krankheit nicht unterschätzen – Windpocken sind bei Kindern zwar meistens relativ harmlos, bei Erwachsenen besteht aber die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Gehirn- oder Leberentzündung«, sagt Krankenkassen-Expertin Stefanie Weier. Windpocken werden meist durch Husten und Niesen übertragen, eine Ansteckung kann auch durch Flüssigkeiten aus den Bläschen des Hautausschlags erfolgen, in dem viele Viren enthalten sind. Da die Viren lange in der Luft schweben, kann die Infektion tatsächlich durch Wind über große Entfernung übertragen werden – daher der Name Windpocken. Damit werde auch aufgezeigt, wie schnell und leicht Windpocken übertragen werden könnten.

Entscheidung liegt bei Eltern

Wer nicht immun ist, steckt sich in der Regel sofort an. Danach dauert es zwei bis drei Wochen, bis die Krankheit ausbricht. Die Symptome klingen in der Regel nach einer weiteren Woche wieder ab. Wer schon einmal mit der Krankheit infiziert war oder geimpft wurde, kann sich dagegen nicht anstecken. »Darum ist es so wichtig, dass möglichst alle Kinder gegen Windpocken geimpft werden. Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen natürlich niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen, zum Schutz ihrer Kinder und zum Schutz Dritter«, so Stefanie Weier. Der Impfschutz wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen vom Kinderarzt überprüft. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die erste Impfung für Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten. Die zweite Impfung sollte anschließend in einem Lebensalter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Die Impfung kann zudem zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden, wenn sie nicht im empfohlenen Alter erfolgt sein sollte. Die Impfung wird von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen, heißt es.

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