Di., 28.05.2019

Grüne holen in Höxter und Warburg mehr als 20 Prozent Hochburgen in den Städten

Zahlreiche Wahlhelfer sind im gesamten Kreis Höxter am Sonntag im Einsatz gewesen – im Dringenberger Pfarrheim engagierten sich unter anderem (von links) Kay Rohde, Rita Uhe, Andreas Pape und Janina Rehermann.

Zahlreiche Wahlhelfer sind im gesamten Kreis Höxter am Sonntag im Einsatz gewesen – im Dringenberger Pfarrheim engagierten sich unter anderem (von links) Kay Rohde, Rita Uhe, Andreas Pape und Janina Rehermann. Foto: Dennis Pape

Von Marius Thöne

Höxter (WB). Dass die Grünen bei der Europawahl im Kreis vor der SPD landen würden, hätte wohl kaum jemand vorherzusagen gewagt. Das Ergebnis zeigt aber, dass die Partei in der derzeitigen Klimaschutzdebatte auch auf dem Land punkten kann.

Die Hochburgen der Grünen lagen vor allem in den großen Städten. In der Warburger Kernstadt erzielten sie 23,5 Prozent, in Höxter waren es 21,0 Prozent und damit fast elf Prozentpunkte mehr als noch 2014. Aber auch auf den Dörfern sind die Ergebnisse nahezu durchweg zweistellig. Auch hier knackt die Ökopartei teilweise die 20-Prozent-Marke, beispielsweise in Großenbreden/Kleinenbreden, Altenheerse und Reelsen. Die Sozialdemokraten im Kreis haben deutlich Federn lassen müssen.

Sogar in früheren Hochburgen wie Hagedorn (minus zwölf Prozentpunkte) oder Ottenhausen, wo sich das Ergebnis von 2014 fast halbierte. Ihr bestes Ergebnis erzielte die SPD in Entrup mit 34,4 Prozent, gefolgt von Bruchhausen (26,8) und Borlinghausen (25,2). Kreisvorsitzender Helmut Lensdorf machte gestern auch die Bundespolitik für das schlechte Abschneiden seiner Partei verantwortlich. »Die Große Koalition in Berlin ist aus Sicht vieler Bürger kein Gewinnerthema.« Die SPD werde jetzt auf allen Ebenen Fehler benennen und korrigieren müssen.

CDU bleibt stärkste Kraft

Die CDU bleibt nach der Europawahl stärkste Kraft im Kreis , muss aber auch deutliche Einbußen hinnehmen. Verluste müssen die Christdemokraten auch im Stadtgebiet Borgentreich verkraften, das bisher immer als sichere Bank galt. In Großeneder holte die Partei 2014 noch 64 Prozent der Stimmen, am Sonntag waren es 47 Prozent. Die bislang so wichtige 50-Prozent-Marke knacken die Christdemokraten aber noch in 23 Dörfern.

Als bestes Ergebnis sticht Hohehaus (70 Prozent) hervor, gefolgt von Schmechten (67,2) und Beller (67,1). Die AfD kann kreisweit zulegen, bleibt in den meisten Orten aber einstellig. Die meisten Stimmen holt die Partei in Münsterbrock (19,3 Prozent), Siddessen (17,5) und Eilversen (17,4), wird nach der CDU sogar zweitstärkste Kraft. In Kühlsen (16,1) liegt die AfD gleichauf mit der SPD. Die FDP hat nach einem Einbruch 2014 zu alter Stärke zurückgefunden und schafft es in allen Kommunen über die Fünf-Prozent-Marke.

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