Mi., 05.06.2019

30-Jähriger in 19 Fällen angeklagt – etwa 5000 Euro Schaden Steinheimer betrügt bei Ebay

Verschiedene Mobiltelefone, Staubsauger und ein Sofa soll ein 30-jähriger aus Steinheim über das Internetportal Ebay verkauft haben.

Verschiedene Mobiltelefone, Staubsauger und ein Sofa soll ein 30-jähriger aus Steinheim über das Internetportal Ebay verkauft haben. Foto: dpa

Von Ellen Waldeyer

Steinheim (WB). Einem 30-Jährigen aus Steinheim wird vorgeworfen, gewerbsmäßigen Betrug in 19 Fällen getätigt zu haben – wobei ein Gesamtschaden von etwa 5000 Euro entstanden ist. Der Auftakt des Gerichtsprozesses ist am Dienstagmorgen im Landgericht in Paderborn gewesen.

Der Angeklagte soll verschiedene Mobiltelefone, Staubsauger und ein Sofa über das Internetportal Ebay verkauft, jedoch nie verschickt haben. Einige Male soll der Angeklagte auch defekte Geräte verschickt haben.

Der Steinheimer, der bis zur zehnten Klasse das Gymnasium besucht hat, habe Kunden mit verschiedenen Konten betrogen, da seine Ebay-Accounts immer wieder aufgrund von schlechten Bewertungen gesperrt worden seien. Hierbei habe er nicht immer seinen richtigen Namen angegeben. Außerdem habe er versucht, ein Fahrzeug mit dem Kaufpreis von 22.000 Euro von der Internetplattform mobile.de zu erwerben, was ihm allerdings nicht geglückt sei.

Angeklagter gab sich als Bankmitarbeiter aus

Ein 29-jähriger Verkäufer des Autos habe die Barzahlung abgelehnt und eine Überweisung vorgezogen. Ein Bankmitarbeiter solle diese dann bestätigt haben, doch es stellte sich heraus, dass der angebliche Bankmitarbeiter der Angeklagte war. Beide nutzten dieselbe Mobilfunknummer. Der Steinheimer entschuldigte sich bei dem Betroffenen, der an diesem Tag als Zeuge aussagte.

Darüber hinaus sei der Angeklagte als Vertreter tätig gewesen und habe Staubsauger ohne erteilte Aufträge an drei Haushalte geschickt, um so Provisionen in Höhe von 21 Prozent zu erhalten. Um das möglich zu machen, habe er zuvor Unterschriften auf Bestellbestätigungen gefälscht, so die Anklage.

Die Provision erlange ein Vertreter schon beim Versenden eines Geräts. In diesem Fall habe der Angeklagte die Provisionen aber nie bekommen und sein Vertrag sei beendet worden.

Im Februar 2019 wurde der Steinheimer festgenommen – jetzt steht er vor Gericht. Er muss sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 19 Fällen verantworten, wobei es bei vier Fällen beim bloßen Versuch geblieben sein soll. Eine Schadenswiedergutmachung habe es teilweise schon vor dem Gerichtsprozess gegeben. Er ist bereits wegen Betrugs verurteilt und 2017 inhaftiert gewesen.

Nach Kauf keine Ware erhalten

Der 30-Jährige habe bei Banken im Kreis Höxter und Kreis Paderborn mehrere gewerbliche Konten für den Elektronik- und den Fahrzeugbereich eröffnet. Die Banken seien auf den Angeklagten aufmerksam geworden, als sich Personen beschwerten, nach einem Kauf keine Ware erhalten zu haben. Sie forderten ihr Geld zurück. Auch der Steinheimer habe immer wieder Beschwerden erhalten.

Am Ende des ersten Verhandlungstages räumte der Angeklagte sein Fehlverhalten ein. Er gab zu, nicht vorhandene oder defekte Mobiltelefone verkauft zu haben. Auch die Vorwürfe mit den Staubsaugern hat er in drei Fällen eingeräumt. Einige Zeugen sagten am ersten Verhandlungstag gegen den Angeklagten aus und belasteten ihn.

Im weiteren Verlauf des Gerichtsprozesses stehen besonders die Vorfälle mit den Staubsaugern im Vordergrund. Außerdem kommt ein Psychologe der JVA und die Jugendgerichtshilfe, um die Entwicklung des Angeklagten näher zu beurteilen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6666393?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851055%2F