Fr., 14.06.2019

Richtfest in der Stadthalle Steinheim – Projekt bleibt im Zeitplan »Kein Bauvorhaben wie alle anderen«

Mit traditionellen Worten eröffnet Zimmermann Andreas Rohde (vorne, links) das Richtfest der Stadthalle Steinheim. Bürgermeister Carsten Torke (vorne, rechts) und die am Bau beteiligten Handwerker, Architekt Peter Knobloch (rechts), Abordnungen aus Rat und von Vereinen freuen sich auf die neue Stadthalle.

Mit traditionellen Worten eröffnet Zimmermann Andreas Rohde (vorne, links) das Richtfest der Stadthalle Steinheim. Bürgermeister Carsten Torke (vorne, rechts) und die am Bau beteiligten Handwerker, Architekt Peter Knobloch (rechts), Abordnungen aus Rat und von Vereinen freuen sich auf die neue Stadthalle. Foto: Ralf Brakemeier

Von Ralf Brakemeier

Steinheim (WB). Mit drei Schlucken Hochprozentigem und traditionellen Segensworten hat Andreas Rohde den offiziellen Teil souverän erledigt. Als Geschäftsführer von Holzbau Rohde hatte der Zimmermann die Aufgabe, das Richtfest für die Stadthalle Steinheim einzuläuten.

Bis auf die Außenmauern ist nicht viel übrig von dem ehemaligen Veranstaltungszentrum in der Emmerstadt. Mehr als 40 Jahre waren seit der letzten Sanierung und Erweiterung (1987) vergangen. Am Ende, so erinnert sich Bürgermeister Carsten Torke, hätten sich die Beschwerden des Stadthallenbetreibers über unzureichende sanitäre Anlagen und eindringende Feuchtigkeit gehäuft. »Hätten wir nicht gehandelt, gäbe es heute keine Stadthalle Steinheim mehr«, stellt Torke klar.

Prost! Mit drei Schlucken aus dem »Pinneken« beginnt das Richtfest. Foto: Ralf Brakemeier

Gekommen waren zum Richtfest nicht nur die am Bau beteiligten Handwerker und einige Mitglieder aus Rat und Verwaltung. Auch zahlreiche Vereinsvertreter bekundeten mit ihrem Erscheinen, wie wichtig ihnen der Erhalt der Stadthalle ist. Einen Beitrag genau dazu hatten sie bereits vor Monaten geleistet.

Bei den Abriss- und Entkernungsmaßnahmen packten viele Vereinsmitglieder handfest mit an und sorgten damit auch für eine Kostenreduktion des Großprojektes. Mit 3,2 Millionen Euro bleibt die umfangreiche Sanierung der Stadthalle aber ein nur schwer zu stemmendes Großprojekt für die Stadt Steinheim. Möglich wurde es erst durch eine Zwei-Drittel-Förderung durch Bund und Land.

»Ein Neubau auf der ›grünen Wiese‹ war nicht realistisch«, erteilte der Bürgermeister Kritikern an der Sanierung eine Absage. Die umgebaute Halle werde, so die Hoffnung Torkes, künftigen Generationen zur Verfügung stehen. Auf einen festen Termin für die Fertigstellung wollen sich weder Carsten Torke noch Architekt Peter Knobloch festlegen lassen. Dafür seien in den vergangenen Monaten zu viele »U-Boote«, also unerwartete Verzögerungen durch bauliche Mängel, aufgetaucht.

Bis auf die Außenfassade und die grundsätzliche Aufteilung wird später nur wenig an die alte Stadthalle erinnern. »2020 werden wir fertig, das unterschreibe ich«, sagte Knobloch. Ob dann schon die Karnevalsfeiern in der neuen Stadthalle durchgeführt werden können, bleibt aber fraglich.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6687397?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851055%2F