Mo., 22.07.2019

Dividende bei vier Prozent – Johannes Kiene verlässt Aufsichtsrat Volksbank wählt Vertreter online

Wechsel im Aufsichtsrat der Vereinigten Volksbank (von links) Vorstand Paul Löneke, Aufsichtsratschef Michael Graf, Mechthild Kiene, Franz-Josef Fecke, Johannes Kiene, Tobias Jasper (Genossenschaftsverband) und Vorstand Birger Kriwet.

Wechsel im Aufsichtsrat der Vereinigten Volksbank (von links) Vorstand Paul Löneke, Aufsichtsratschef Michael Graf, Mechthild Kiene, Franz-Josef Fecke, Johannes Kiene, Tobias Jasper (Genossenschaftsverband) und Vorstand Birger Kriwet. Foto: Volksbank

Brakel/Steinheim/Warburg (WB/thö). Die Mitglieder der Vereinigten Volksbank sollen ihre Vertreter künftig online Wählen. Das hat Vorstand Birger Kriwet während der jüngsten Vertreterversammlung in der Stadthalle Brakel angekündigt. Vorstandschef Paul Löneke blickte auf das abgelaufene Geschäftsjahr und die Herausforderungen auf Grund der niedrigen Zinsen.

Vor 300 Vertretern und Gästen berichtete Löneke, dass es dem heimischen Kreditinstitut auch im Jahr 2018 gelungen sei, Kurs zu halten und seine Marktposition im Kreis Höxter weiter zu festigen. Jedoch zeigten sich auch deutliche Auswirkungen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus.

Crowdfunding

Die Bank habe im vergangenen »Raiffeisen-Jahr« verschiedene neue Projekte initiiert. So wurde im Herbst die Crowdfunding-Initiative »Viele schaffen mehr« ins Leben gerufen. Auf einer Internetplattform können gemeinnützige Institutionen und Vereine ihre Vorhaben und Projekte vorstellen und öffentlich um finanzielle Förderung werben. Spendenbeträge bis zu 50 Euro werden von der Vereinigten Volksbank einmalig verdoppelt. Auf diese Weise seien bislang rund 153.000 Euro in mittlerweile 26 Vereinsvorhaben geflossen.

Freidenkbühne

Mit der »FreiDenkBühne« berichtete Paul Löneke über ein weiteres Projekt, das im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Hier habe sich ein Team von 40 Freiwilligen aus dem Mitarbeiterkreis zusammengeschlossen, um sich aus dem genossenschaftlichen Verständnis heraus Gedanken über Zukunftsthemen wie neue Geschäftsfelder oder alternative Arbeitsmethoden zu machen. Ziel sei es, mit kreativen Ideen und frischen Impulsen neue Angebote zu entwickeln, die das Leben der Menschen im Kreis Höxter in den Blick nehmen und verbessern. Als Beispiele nannte Paul Löneke die Weiterentwicklung dörflicher Infrastrukturen, die Veränderung in der Arbeitswelt oder die Nutzung der zunehmenden Digitalisierung.

Online-Wahl

Diese wird in der Volksbank künftig auch bei den Wahlen der Vertreterinnen und Vertreter Einzug halten: Vorstand Birger Kriwet informierte über die Einführung des Online-Wahlverfahrens. Wurde dieses Gremium bisher im Rahmen von Mitgliederversammlungen gewählt, soll mit dem Ende der aktuellen Wahlperiode Anfang 2020 eine Umstellung erfolgen. »Wir möchten unseren Mitgliedern einen zeitgemäßen Weg anbieten, ihre Vertreter zu wählen. Dadurch erhoffen wir uns auch, mehr Mitglieder als bisher zu aktivieren, ihr Mitbestimmungsrecht auszuüben«, so Birger Kriwet. Das Online-Wahlverfahren sei unkompliziert und technisch einfach durchzuführen und vergleichbar mit dem Onlinebanking: »Unsere Mitglieder können sich einwählen und bequem ihre Stimme abgeben. Ergänzend werden wir in allen Geschäftsstellen Wahlterminals aufstellen, um bei Bedarf Unterstützung bieten zu können«, führte Kriwet weiter aus. Der persönliche Austausch solle durch das neue Prozedere jedoch nicht verloren gehen. Vielmehr wolle man das Vertreteramt intensivieren und jährliche Regionaldialoge etablieren. In diesem Rahmen möchte die Bank mit den Vertretern in Kleingruppen ohne formelle Tagesordnung genossenschaftliche Lösungen diskutieren, um inhaltlich, ideell und personell noch stärker für den Kreis Höxter arbeiten zu können. Für die erforderliche Änderung der Wahlordnung erfuhr das Kreditinstitut großen Zuspruch.

Weitere Entscheidungen standen für die Vertreterinnen und Vertreter auf der Tagesordnung. Die Genehmigung des Jahresabschlusses sowie der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns erfolgten einstimmig. Damit fließen rund 544.000 Euro in Form einer vierprozentigen Dividende an die 36.834 Eigentümer der Bank. Ebenso einig zeigte sich das Bankparlament bei der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Wahl eines neuen Wahlausschusses. Dieses Gremium befasst sich mit der Vorbereitung und Durchführung der anstehenden Vertreterwahl.

Fecke im Aufsichtsrat

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat erhielten der Vorsitzende Michael Graf (Scherfede) und sein Stellvertreter Martin Scheideler (Borgholz) den Auftrag für eine weitere Amtsperiode. Abschied nehmen nach dem Erreichen der Altersgrenze hieß es dagegen für Johannes Kiene. Der Willebadesser hatte sich seit 1984 ehrenamtlich im Aufsichtsrat des Kreditinstituts engagiert. Der Genossenschaftsverband Münster zeichnete ihn im Rahmen der Versammlung mit einer Silbernen Ehrennadel aus. Als Kienes Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Diplom-Kaufmann Franz-Josef Fecke aus Willebadessen.

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