Weitere Corona-Lockerungen ab Montag: Auch Fitnessstudios, große Läden, Gastronomien und Campingplätze öffnen
Der Kreis Höxter macht wieder auf

Höxter (WB). Der Kreis Höxter macht wieder auf! Und: Alles neu macht der Mai. Mussten die Menschen in Höxter, Steinheim oder Bad Driburg im April viele Einschränkungen hinnehmen, gibt es ab heute zahlreiche weitreichende Lockerungen. „Wir freuen uns, dass alle Geschäfte in Höxter wieder uneingeschränkt ihre Verkaufsflächen anbieten können. Die 800-Quadratmeter-Regel gilt ab diesem Montag nicht mehr“, sagte Jens Klingemann, stellvertretender Vorsitzender der Werbegemeinschaft Höxter. Das gilt auch in anderen Städten im Kreis. Jedoch sind Abstands- und Hygieneregeln weiter in Kraft. Die Läden sorgen dafür, dass Vorgaben eingehalten werden. Polizei und Ordnungsämter überwachen das.

Sonntag, 10.05.2020, 23:50 Uhr
Mund- und Nasenschutz ist auf dem Wochenmarkt genau so Pflicht wie in den Geschäften in den zehn Städten und den 124 Ortschaften im Kreis Höxter. Das Foto zeigt den gut besuchten Wochenmarkt in Höxter. Das Engel-Café ist noch abgesperrt. Foto: Michael Robrecht
Mund- und Nasenschutz ist auf dem Wochenmarkt genau so Pflicht wie in den Geschäften in den zehn Städten und den 124 Ortschaften im Kreis Höxter. Das Foto zeigt den gut besuchten Wochenmarkt in Höxter. Das Engel-Café ist noch abgesperrt. Foto: Michael Robrecht

Corona-Lockerungen: Ein Kreis macht wieder auf

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Schon beim Wochenmarkt am Samstag in Höxter waren auffällig mehr Kunden in der Fußgängerzone unterwegs – viele mit Mund-Nasenmaske, etliche aber auch nicht. Unbegrenzt viele Kunden dürfen nicht in die Geschäfte, manchmal wird man vor dem Laden auch etwas warten müssen.

Dieser Montag ist der Tag der 100 kleinen Schritte zur Normalität! Freizeitsport unter freiem Himmel ist wieder möglich. Auf Fußballplätzen, wie auf der Weserkampfbahn in Höxter, ist am Samstag bereits trainiert worden. Allerdings nur unter Wahrung des Mindestabstandes. Voll waren auch viele Friseursalons im Kreis.

In NRW dürfen ab heute Fitnessstudios und Trainingsräume von Vereinen wieder öffnen. Barnies Fitness-Studio, Langefit und Clever Fit in Höxter haben ihre Kunden angeschrieben und die Abstands- und Hygieneregeln erläutert. Umkleiden und Duschen dürfen nicht benutzt werden. Es gibt Grenzen für die Anzahl der Sportler. Der Reitsport, im Kreis Höxter besonders beliebt, ist ab heute auch in Reithallen wieder möglich. Die Kinderspielplätze im Kreis Höxter – zum Beispiel der große Spielpark am Godelheimer See – sind wieder nutzbar. Geöffnet werden auch die Campingplätze wie Höxter, Beverungen oder Holzminden für die touristische Nutzung. Viele Gastronomien sind wieder auf (wir berichteten). Angehörige aus zwei Haushalten dürfen sich im öffentlichen Raum treffen, so auch in Restaurants oder zum Grillen im Garten.

An einer IHK-Blitzumfrage vom 4. bis 6. Mai 2020 haben 1.600 Unternehmen aus NRW teilgenommen. „Die Ergebnisse sind ernüchternd. Auch nach den Öffnungen rechnen die meisten Unternehmen nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität.“, sagt Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW. Lediglich jedes zehnte Unternehmen arbeite im Normalmodus. 60 Prozent rechnen erst zum Ende diesen Jahres mit einer Normalisierung ihrer Geschäfte, 30 Prozent erst für 2021 und elf Prozent mit einem noch späteren Zeitpunkt nach 2021 oder gar keiner Rückkehr zur Normalität. „Trotz aller Freude über die Lockerungen darf nicht vergessen werden, dass der Start für sehr viele Unternehmen mit zusätzlichen Investitionen in Hygiene- und Schutzmaterial verbunden ist – also zusätzlichen Kosten bei sinkenden Umsätzen. Denn gerade im Tourismus und Gastgewerbe wird durch die Mindestabstandsregel oftmals nur ein Wiedereinstieg mit halber Kraft möglich sein. Anderen Branchen fehlt noch auf längere Sicht jede Öffnungsperspektive. Die Personalplanungen fallen dementsprechend deutlich zurückhaltender aus“, so Mittelstädt ernüchtert.

Kommentar

Wenn wir etwas gelernt haben, dann dies: Die Dinge sind fragil. Alles ändert sich blitzschnell. Jetzt also Lockerungsübungen überall: Die Gesichtsmasken, lange als nutzlos gegeißelt, bestimmen zum Glück weiter das Straßenbild. Die Virologen haben ein kleines Ja dazu gegeben, dass vieles wieder läuft. Es bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, auch wenn sie Gefahren sehen, dass wir uns mit den Öffnungen eine zweite Infektionswelle einhandeln. Der Druck aus Wirtschaft und Bürgerschaft war zu groß, die Zahlen niedriger Neuinfektionen passten auch. Stand 10. Mai! Es kommt nun auf jeden an. Disziplin zählt. Es darf uns nicht das Gefühl übermannen, der Spuk sei vorbei. Hurra, wir leben noch. Alles ist gut. Nichts ist gut! Das Virus nervt weiter. Es wird sich noch erweisen, ob der helle Schein, den wir alle im Tunnel erspähen, Tageslicht ist oder ein entgegenkommender Zug. Michael Robrecht

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