Tierischer Nachwuchs in der Steinheimer Ortschaft – spezieller Kasten auf dem Dachboden
Das „Eulen-Wunder“ von Hagedorn

Steinheim (WB). Die aus Eversen stammende Autorin Tanja Busse hat wohl mit ihrem Buch „Das Sterben der anderen – Wie wir die biologische Vielfalt noch retten können“ für das „tierische Wunder“ von Hagedorn gesorgt.

Dienstag, 25.08.2020, 06:50 Uhr aktualisiert: 25.08.2020, 07:00 Uhr
Gleich vier auf einen Streich: Die Freude über den Schleiereulen-Nachwuchs in der Steinheimer Ortschaft Hagedorn ist groß.

„Nach der Lektüre ihres Buches, in dem sie auch über den Wandel in der dörflichen Landwirtschaft schreibt, haben mein Mann Johannes und ich erkannt, konkret etwas zu tun, um zum Beispiel Schleiereulen zu retten“, verriet Birte Brand (38) am Montag dem WESTFALEN-BLATT. Im Frühjahr hätten die Hagedorner zunächst Kontakt zur NABU-Kreisgruppe aufgenommen.

NABU bietet Unterstützung an

„Rudolf Ostermann hat sich dann gleich unseren Dachboden angeschaut und einen Eulenkasten gebaut“. Der Erfolg sollte nicht ausbleiben – die Freude ist jetzt groß. Ein Brutpaar hat sich nämlich bei dem Ehepaar auf dessen Dachboden eingerichtet. „Gleich vier junge Eulen wohnen bei uns unter dem Dach!“ betonen Uni-Professor Johannes Üpping (Vorsitzender des Heimatvereins) und Birte Brand, die Ortsheimatpflegerin ist . Sie sagt mit einem Schmunzeln: „Die Jungtiere machen mittlerweile das Dorf unsicher!“ Übrigens: Früher gab es laut NABU bis zu 100 Brutpaare im Kreis Höxter. Heute sind es gerade einmal vier – und das fünfte aus Hagedorn krönt nun die Arbeit.

Birte Brand: „Die Jungtiere fliegen abends mit Einbruch der Dämmerung aus, hocken auf den Hagedorner Dächern und in den Bäumen. Zwischendurch versammeln sie sich wieder bei uns auf dem Giebel. Einfach nur schön ist das!“ Und so viele Eulen als Nachwuchs in ihrem Dorf – das hätte Birte Brand persönlich in den letzten Jahrzehnten nicht erlebt.

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