Steinheimer Museum hat einige Neuheiten – 116 Jahre alter „Schatz“ kam per Post
Feine Damen und bärige Typen

Steinheim (WB). Die Welt von Annegret Dreßel steckt jeden Tag voller Überraschungen: In ihrem kleinen, aber feinen Teddy- und Puppenmuseum in der Höxterstraße von Steinheim – ein altes Fachwerkhaus, das ganz früher einmal ein „Café“ gewesen ist – erwacht mit jedem Sonnenstrahl eine besondere Gesellschaft. 5000 Teddybären, von ganz klein bis ganz groß, sowie 600 Puppen, von ganz einfach bis ganz pompös, freuen sich auf die Besucher, die inzwischen aus ganz Deutschland das einzigartige Museum in der Emmerstadt ansteuern.

Mittwoch, 16.09.2020, 05:58 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 07:21 Uhr
Fast einen halben Meter groß und 116 Jahre alt: Der „Bär Alexander“ ist der neue Star im Privatmuseum von Annegret Dreßel. Foto: Harald Iding
Fast einen halben Meter groß und 116 Jahre alt: Der „Bär Alexander“ ist der neue Star im Privatmuseum von Annegret Dreßel. Foto: Harald Iding

„Das Gästebuch ist voll mit lieben Grüßen. Auch aus benachbarten Ländern kommen Fans. Sie gratulieren mir zu meiner riesigen Privatsammlung und der einzigartigen Atmosphäre. Und ich selbst werde noch überrascht. Wie kürzlich, als der Postbote ein Paket bei uns abgegeben hat“, verrät Annegret Dreßel im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Die 72-jährige Puppen- und Bärenexpertin habe noch so viele Ideen im Köcher. Und sie ist dankbar, dass trotz der Corona-Pandemie und einer längeren Schließung (behördliche Vorgaben) wieder bis zu 50 Gäste im Monat aus nah und fern zu ihr kommen. Aber mit dem „Paket“ dürfte sich die Zahl bestimmt deutlich erhöhen.

Den Moment, als sie die Sendung eines ihr unbekannten Absenders aus Berlin öffnete, wird sie so schnell nicht vergessen. Denn darin lag der wohl größte „Schatz“ ihres bisherigen Sammlerlebens. Es ist ein richtiger Stoff-Bär, mit langer Nase und einem kräftigen Buckel, der trotz seiner mächtigen Erscheinung sehr vertrauensvoll wirkt – und den man sich bestimmt als Kind an seiner Seite gewünscht hätte.

Steinheimer Teddy- und Puppenmuseum hat viele Fans

1/46
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding
  • Foto: Harald Iding

„Deshalb hat wohl auch eine Baronesse aus dem russischen Zarenhaus ihren lieben Bären Alexander gleich mit auf die Flucht genommen. So stand es auf einem Zettel, der mit im Paket lag.“ Es dreht sich um die Zarenfamilie Nikolaus II. (er lebte von 1868 bis 1918), die im Juli 1918 von den Bolschewiki ermordet wurde. Die Baronesse aus dem Umfeld des Kaisers musste mit ihren Eltern fliehen. Erst nach Frankreich, dann wohl in die Schweiz – 1956 kam sie nach Deutschland und verstarb 1996. „Dann hat sie wohl den Bären einer anderen Person übergeben. Und irgendwie kam er jetzt zu mir.“ Die genauen Hintergründe müsse sie natürlich noch recherchieren und auch nach Berlin reisen. Es bleibt also spannend, was die Geschichte des russischen Bären „Alexander“ anbetrifft.

In diesen Tagen erscheint der neue Flyer des Museums. „Man sollte sich eine Auszeit gönnen und hier die Geschichten vergangener Tage genießen“, rät Dreßel. Öffnungszeiten sind donnerstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

 

Kommentare

Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7586316?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851055%2F
Flughafen Paderborn-Lippstadt steht vor der Insolvenz
Der Flughafen Paderborn-Lippstadt in Büren-Ahden im Kreis Paderborn. Foto: Jörn Hannemann
Nachrichten-Ticker