Streuobst als Basis für naturtrübe Apfelschorle
Obsternte für den „Heimatapfel“

Steinheim/Warburg (WB). Überall im Kreis Höxter wird dieser Tage das Obst reif. Viele Streuobstwiesenbesitzer können bislang ihre überschüssige Ernte kaum lohnend vermarkten. Das soll der „Heimatapfel“ ändern und damit auch für Pflege und Erhalt von Obstwiesen einen Beitrag leisten.

Samstag, 26.09.2020, 02:20 Uhr aktualisiert: 26.09.2020, 02:50 Uhr
Die Steuerungsgruppe des LEADER-Projektes „Heimatapfel mit Heribert Gensicki (5. von links) freut sich, dass Streuobst aus dem Kreis Höxter nun sinnvoll verwertet wird. Aus den heimischen Äpfeln und Birnen entsteht in Zusammenarbeit mit den Graf-Metternich-Quellen in Steinheim-Vinsebeck eine naturtrübe Apfelschorle. Foto: Projekt „Heimatapfel“
Die Steuerungsgruppe des LEADER-Projektes „Heimatapfel mit Heribert Gensicki (5. von links) freut sich, dass Streuobst aus dem Kreis Höxter nun sinnvoll verwertet wird. Aus den heimischen Äpfeln und Birnen entsteht in Zusammenarbeit mit den Graf-Metternich-Quellen in Steinheim-Vinsebeck eine naturtrübe Apfelschorle. Foto: Projekt „Heimatapfel“

Äpfel und Birnen aus dem Kreis Höxter können von sofort an bis Samstag 24. Oktober an den Annahmestellen in Steinheim-Ottenhausen und Warburg-Daseburg zu einem attraktiven Ankaufspreis angeliefert werden.

Mit dem LEADER-Projekt „Heimatapfel“ wurden in den zurückliegenden Monaten Wege und Anreize ausgelotet, derzeit ungenutztes Streuobst aus dem Kreis Höxter einer sinnvollen Verwertung zuzuführen, um die vielen Bestände von landschaftsprägenden Obstwiesen zu erhalten.

Obstwiesen erhalten

„Ich freue mich sehr, dass mit den Graf-Metternich-Quellen in Steinheim-Vinsebeck ein interessiertes Unternehmen auf uns zugekommen ist, um das Streuobstprojekt mit einem eigenen Produkt zu unterstützen“, sagt Heiko Böddeker von der Regionalmarke Kulturland. Bei dem Mineralbrunnen soll aus dem Saft der heimischen Äpfel und Birnen eine naturtrübe Apfelschorle abgefüllt werden. Das Obst wird dabei auch eine deutliche Wertschätzung und Wertschöpfung erfahren.

„Bei Anlieferung werden pro Doppelzentner 20 Euro für das Streuobst vergütet“, sagt Heribert Gensicki vom Heimatverein Ottenhausen. Größere Mengen über zehn Doppelzentner sollen im Vorfeld bei den Ansprechpartnern der Annahmestellen angemeldet werden. Für das angelieferte Obst ist am Lieferungstag ein Nachweis auszufüllen, dass die Ernte von Streuobstwiesen oder Streuobstreihen an Wirtschaftswegen im Kreis Höxter stammt.

Weitere Voraussetzungen für die Obstannahme sind, dass Äpfel und Birnen reif sind, ohne Faulstellen und das die Bestände nicht chemisch gespritzt oder gedüngt wurden. „Bei unserem Projekt ‚Heimatapfel‘ geht es vor allem um Bestände, deren Ernte derzeit ungenutzt verfällt, weil es sich ökonomisch nicht lohnt oder augenscheinlich keine Nachfrage besteht.

Testballon

Gerne können sich auch Landwirte oder Nebenerwerbslandwirte melden, deren Obstflächen über den Eigenbedarf hinausgehen“, richtet Heiko Böddeker den Appell an alle Interessierten. Der Testballon mit den Metternich-Quellen soll zeigen, wie ein Streuobstprojekt für den Kreis Höxter aussehen kann und wie heimische Streuobstprodukte am Markt nachgefragt werden.

Die Annahmezeiten in Ottenhausen sowie auf dem Kartoffelhof Rose-Dunschen in Daseburg sind im genannten Zeitraum mittwochs und freitags, jeweils von 16 bis 18 Uhr sowie samstags von 12 bis 14 Uhr. Ansprechpartner der Annahmestelle in Steinheim-Ottenhausen, Brinkstraße 29-31, sind Stephan Lücking, Telefon 0151-70373401, und Heribert Gensicki, Telefon 0151-52130476. Ansprechpartner auf dem Kartoffelhof Rose-Dunschen in Daseburg ist Matthias Dunschen, Telefon 05641/7476223.

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