Gutachter verhindert
Messerstecher: Nur Anklage verlesen

Steinheim/Höxter (WB). Der erste Prozesstag um eine Messestecherei zwischen zwei Lkw-Fahrern in Steinheim dauerte am Freitagmorgen vor dem Amtsgericht Höxter ganze 15 Minuten. Oberstaatsanwalt Dietmar Sauerland verlas die Anklageschrift. Richterin Christina Brüning nahm die Personalien des Angeklagten auf. Der geladene Sachverständige war allerdings verhindert. „Deshalb konnten wir die Verhandlung nicht fortführen“, so Brüning.

Freitag, 23.10.2020, 17:58 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 19:36 Uhr
Vor dem Amtsgericht Höxter muss sich ein Ukrainer wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Foto: Harald Iding
Vor dem Amtsgericht Höxter muss sich ein Ukrainer wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Foto: Harald Iding

Halbes Jahr U-Haft

Der Tatvorwurf gegen einen LKW-Fahrer aus der Ukraine lautete gefährliche Körperverletzung. Der inzwischen 54-Jährige befindet sich seit dem 3. Mai in Untersuchungshaft.

Betrunken Messer herausgeholt

Die Tat hatte sich am 2. Mai im Industriegebiet in Steinheim ereignet. Der damals noch 53-jährige Lkw-Fahrer aus der Ukraine verbrachte gemeinsam mit einem Landsmann das Wochenende auf einem Firmengelände an der Industriestraße in Steinheim. Am Nachmittag hatten sich beide Fahrer im Führerhaus des vermeintlichen Täters getroffen ( das WB berichtete am 4. und 5. Mai ). Die beiden Fahrer unterhielten sich. Dabei tranken sie auch Alkohol.

Zwischen 17.30 und 17.45 Uhr soll der inzwischen 54-jährige Lkw-Fahrer urplötzlich ein Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge herausgeholt haben. Der Täter soll seinen Landsmann unter anderem in die Lunge gestochen haben. „Durch die Stichverletzungen ist der 44-jährige lebensbedrohlich verletzt worden“, erläuterte der Oberstaatsanwalt. Nur durch eine Notoperation konnte das Leben des Opfers gerettet werden. Der Prozess wird am 9. November fortgesetzt.

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