Wissenschaftler und Künstler: Steinheimer Heinz Ismar zeigt digitale Ausstellung mit 28 ausdrucksstarken Werken
Zeitreise zum Ursprung

Steinheim/Saarbrücken -

Der gebürtige Steinheimer Heinz Ismar (emeritierter Professor aus Saarbrücken), der weiterhin engen Kontakt zu seiner Heimatregion pflegt und gerne erholsame Tage in seinem Ferienhaus in der Großgemeinde Marienmünster verbringt, hat sich in einer besonderen Ausstellung der zentralen Frage „Woher & Wohin?“ gewidmet.

Mittwoch, 24.02.2021, 18:08 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 18:16 Uhr
Der „genähte Stein“ – es ist das Lieblingsobjekt des Künstlers Heinz Ismar.
Der „genähte Stein“ – es ist das Lieblingsobjekt des Künstlers Heinz Ismar.

Heinz Ismar sagte dem WESTFALEN-BLATT: „Neben meinen beruflichen Aufgaben habe ich seit den 1960er-Jahren immer auch an Objekten gearbeitet, die – mit wissenschaftlichen Texten versehen – in Ausstellungen besondere Ereignisse verdeutlichen. Ich bin kein Berufskünstler, jedoch als Sammler von Pop & Zero sehr gut mit Berufskünstlern vernetzt.“

2020 musste vor dem Hintergrund der Pandemie eine Ausstellung von Ismar in Saarbrücken auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Mit Unterstützung der RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen konnte zum Jahresende in der Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus aber diese Ausstellung gezeigt und gleichzeitig auf deren Webseite digital besucht werden. Ismar sagte dieser Zeitung: „Sie ist weiterhin im Netz als digitale Ausstellung zu sehen und sicherlich für viele einen Besuch wert.“

Es ist eine spannende Zeitreise durch die Entwicklung des Universums. Gezeigt wird unter anderem die faktengestützte Modellierung (das Urknallmodell) als auch die beispielhafte Interpretation durch POP und Zero. Der Ursprung des Universums werde heute überwiegend durch das Standardmodell Urknall erklärt. „Nach dieser Modellvorstellung war das (für uns beobachtbare) Universum unendlich klein und heiß. Dann explodierte die komprimierte Energie innerhalb von Sekundenbruchteilen und dehnte sich mit unendlicher Geschwindigkeit aus. Die Entstehungszeit des Universums würde dabei ab dieser Singularität (Zeitanfang) gezählt und das „Davor“ ausgeblendet.

Heinz Ismar wurde 1938 in Steinheim geboren. Er trat nach Studium (mit 21 Jahren war er bereits Ingenieur für Maschinenbau), Promotion und Habilitation an der Technischen Hochschule Hannover in die Gesellschaft für Kernverfahrenstechnik (GKT) ein. Zuletzt war er bis zur Übernahme der GKT (einer Gesellschaft der BRD) durch ein Firmenkonsortium Leiter der Entwicklung. Anfang 1972 wurde er an die Universität des Saarlandes (Fachbereich „Angewandte Physik“) berufen. Neben Studium und Beruf bestand immer ein großes Interesse an moderner Kunst. In „Woher & Wohin?“ wird von Ismar das Urknallmodell in einer freien gestalterischen Interpretation „sichtbar“ gemacht. Dabei wird der Einfluss des „Klimawandels“ auf das Zeitfenster der „Belebten Materie“ des Planeten Erde verdeutlicht. Vor dem Hintergrund der von Menschen geschaffenen großen Leistungen der Vergangenheit und Gegenwart soll damit die Zuversicht in die Eindämmung der anthropogenen „Klimawandel-Folgen“ ausgedrückt werden. Ismar: „Die digitale Ausstellung ist wegen der Aktualität und Perspektiven (Hoffnung und Zuversicht aus den Erfahrungen der Vergangenheit) sehr erfolgreich, da sie unsere momentane Situation gut sichtbar macht!“

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