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Di., 08.12.2015

Schwester Hatune stellt bei einem Tag der offenen Tür ihre Pläne für eine Flüchtlingsunterbringung vor »Ich will Brücken bauen«

Schwester Hatune vor dem Haus Maria, in das demnächst aus Syrien oder dem Irak geflüchtete Frauen einziehen sollen. Die Stiftung will sich in der Hauptsache verfolgten  Minderheiten wie Christen und Jesiden  annehmen.

Schwester Hatune vor dem Haus Maria, in das demnächst aus Syrien oder dem Irak geflüchtete Frauen einziehen sollen. Die Stiftung will sich in der Hauptsache verfolgten Minderheiten wie Christen und Jesiden annehmen. Foto: Astrid E. Hoffmann

Von Astrid E. Hoffmann

Warburg (WB). Für ein Projekt in der Flüchtlingshilfe hat die Schwester-Hatune-Stiftung in Rimbeck drei Häuser erworben. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag hat die syrisch-orthodoxe Ordensschwester Hatune Dogan ihre Pläne vorgestellt.

Die Stiftung hat  die Häuser Scherfeder Straße 2 (an der Bushaltestelle), Elisabethstraße 18 (ehemaliger  Dorf-Treff) und das frühere Katholische Pfarrheim St. Elisabeth gekauft. Das Geld dafür stammt aus Spenden und Hypotheken.  »Das Konzept ist fertig. Nun muss weiteres Geld beschafft werden, um renovieren zu können«, erklärte Stiftungssprecher Marc-Christian Niewiera. Dazu sollen staatliche Fördertöpfe angezapft werden, und die Stiftung bittet weiter um Spenden.

Das Haus Maria (Neue Straße 2), wo die Stiftung seit 2012 ihren Sitz hat und das schon saniert ist, soll in etwa 21 Einzel- und Doppelzimmer aufgeteilt werden und geflüchteten Frauen  ein neues Zuhause bieten.

Die ehemalige Gaststätte heißt jetzt Haus Gabriel und soll geflüchteten Männern zur Verfügung stehen. Etwa 40 Personen sollen hier einziehen können, wenn alles fertig gestellt ist.

Das Wohnhaus auf der Gabelung Scherfeder Straße/Elisabethstraße wird dann Haus Johannes heißen. Angedacht ist, dort Wohnraum für neun Familien, also etwa 70 Menschen zu schaffen.

Das ehemalige katholische Pfarrheim, Elisabethstraße 10, soll als Bildungshaus genutzt werden. Therapeutische Angebote und Integrationskurse sind  geplant.

Vor allem Jesiden und Christen, die in Syrien und dem Irak zu verfolgten Minderheiten gehören, können auf die Unterstützung der Stiftung hoffen.

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