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So., 26.03.2017

Nur 49 Anmeldungen – Zukunft der Sekundarschule ungewiss Eggeschule fehlen Schüler

Fröhliche Fünftklässler zum Auftakt: Die Sekundarschule ist 2016 an den Start gegangen.

Fröhliche Fünftklässler zum Auftakt: Die Sekundarschule ist 2016 an den Start gegangen.

Von Ralf Benner

Willebadessen (WB). Die Eggeschule in Peckelsheim (Stadt Willebadessen), Sekundarschule der Stadt Willebadessen, sieht einer ungewissen Zukunft entgegen. 49 Anmeldungen für das Schuljahr 2017/2018 liegen derzeit vor. Diese Zahl nannte Bürgermeister Hans Hermann Bluhm dem WESTFALEN-BLATT. Damit sind die Erwartungen von Stadtverwaltung und Schulleitung enttäuscht worden.  Die Sekundarschule ist 2016 an den Start gegangen.

60 Anmeldungen sind eigentlich erforderlich, damit an der Eggeschule unterrichtet werden kann. Andernfalls droht das Aus. »Dazu wird es nicht kommen, die Schule wird nicht so einfach dicht gemacht«, sagte Bluhm dieser Zeitung. Sowohl das Stadtoberhaupt als auch Schulleiter Martin Sälzer rechnen fest damit, dass die Bezirksregierung (und damit das NRW-Schulministerium) eine Ausnahmegenehmigung erteilt, damit zwei Eingangsklassen gebildet werden können und der Betrieb der Sekundarschule weiterhin gewährleistet ist. Sie erwarten auch noch verspätete Anmeldungen. Am Freitag teilte die Stadt der Bezirksregierung die aktuelle Anmeldezahl mit. »Wir warten jetzt auf eine Reaktion aus Detmold«, sagte Bluhm.

Grund ist der demografische Wandel

Als wesentlichen Grund für die geringe Zahl von 49 Schülern nannte Schulleiter Martin Sälzer den demografischen Wandel. »Der hat voll zugeschlagen. Nicht einmal 90 Schüler verlassen in diesem Jahr unsere Grundschulen, etliche von ihnen wechseln zum Gymnasium oder zu weiterführenden Schulen mit gymnasialer Oberstufe«, so Sälzer. Die Eggeschule stehe dabei nicht nur in Konkurrenz zu den Gymnasien, sondern auch zu Sekundar- und Gesamtschulen in Warburg, Brakel und Bad Driburg.

Busverbindungen müssen optimiert werden

Nach Angaben von Sälzer interessieren sich vermehrt Eltern von Kindern aus Altenbeken, Kleinenberg und Lichtenau für das Peckelsheimer Schulangebot. »Diese Schüler konnten wir leider nicht aufnehmen«, bedauert Sälzer. Ausschlaggebend dafür seien Beförderungsprobleme gewesen, etwa bei bereits bestehenden Busverbindungen: »Diese müssen optimiert werden.«

Mit 76 Anmeldungen für die neue Sekundarschule waren vor einem Jahr die Erwartungen noch übertroffen worden. Es wurden drei Eingangsklassen gebildet. Das Land hatte allen Kommunen, nicht nur dem Eggestädtchen, eine frühe Umwandlung schmackhaft gemacht, weil in den ersten fünf Jahren nach Schulgründung 60 Schüler pro Jahrgang ausreichen, ab 2020 müssen es 75 sein.

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