Fr., 10.08.2018

Umzug der Gerber läutet Warburger Kälkenfest ein – Abordnung aus belgischer Partnerstadt Ledegem Auftakt für das »schöne Stadtfest«

Mit dem Umzug der Gerber ist am Freitag das Kälkenfest eröffnet worden. Das Fest hat seinen Ursprung auf dem Kälken an der Diemel. Dort befanden sich die Kalkgruben der Gerber.

Mit dem Umzug der Gerber ist am Freitag das Kälkenfest eröffnet worden. Das Fest hat seinen Ursprung auf dem Kälken an der Diemel. Dort befanden sich die Kalkgruben der Gerber. Foto: Benner

Von Ulrich Schlottmann

Warburg (WB). Mit dem traditionellen Umzug der Gerber vom Gerberdenkmal am Johannisturm zum Kälken und zurück zum Festplatz auf dem Altstadtmarktplatz ist am Freitagabend das Kälkenfest eröffnet worden.

»Endlich mal keine schlechte Wetterprognose«, freute sich Klaus Stalze, Vorsitzender des Heimat- und Vereinsvereins, das Kälkenfest bei angenehmem sommerlichem Wetter eröffnen zu können, nachdem es in den vergangenen Jahren wegen Regens immer wieder zu Programm- und auch Einnahmenausfällen gekommen war. Stalze konnte zur Festeröffnung wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter auch Besucher aus der belgischen Partnerstadt Ledegem.

Feste in Warburg haben eine lange Tradition

In seiner Festansprache erinnerte der Vorsitzende an die lange Tradition der Feste in Warburg. Bischof Heinrich II. aus Paderborn, geboren wohl auf dem Desenberg, habe der Stadt schon 1366 das Privileg eingeräumt, vier Märkte pro Jahr abzuhalten, und zwar gemeinsam für Alt- und Neustadt, obwohl die Vereinigung erst 70 Jahre später erfolgt sei. »Mit diesem Marktprivileg für beide Städte hat der Bischof quasi schon 1366 in weiser Vorausschau das Fundament für dieses gemeinsame Fest gelegt«, spannte Stalze eine Brücke zum Kälkenfest, dem »schönen Stadtfest«, wie er es bezeichnete.

Wie wichtig solche Feste auch heute noch sind, machte Bürgermeister Michael Stickeln in seinem Grußwort deutlich: »Feste bringen Abwechslung ins Leben, sie bieten eine willkommene Auszeit von Alltagstrubel und Alltagsstress. Wir brauchen solche Glanzlichter, wir brauchen Pausen und Muße. Gerade heute, wo der Alltag immer enger getaktet ist, die Arbeit sich immer mehr verdichtet und die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit sich oft genug verwischen.«

Die atmosphärisch schöne Kulisse des Altstadt-Marktplatzes biete dabei einen idealen Rahmen, um die Sonne zu genießen, unbeschwert zu feiern und sich eine kostbare Auszeit vom Alltag zu gönnen, sagte der Bürgermeister.

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