Do., 13.09.2018

Sturmtief Friederike »fällt« 38.000 Festmeter Holz Millioneneinbußen im Warburger Stadtwald

Sturmtief Friederike und die Folgen für den Warburger Stadtwald: Die Einbußen beim Holzeinschlag beziffert der Stadtkämmerer derzeit auf eine Million Euro.

Sturmtief Friederike und die Folgen für den Warburger Stadtwald: Die Einbußen beim Holzeinschlag beziffert der Stadtkämmerer derzeit auf eine Million Euro. Foto: dpa

Warburg (WB/ben). Mit Millioneneinbußen im Warburger Stadtwald in Folge des Sturmtiefs Friederike am 18. Januar sowie der anschließenden Borkenkäferplage und Dürre rechnet Stadtkämmerer Klaus Weber in diesem Jahr.

»Friederike hat leider mehr Schäden angerichtet als gedacht. Wir als Stadt haben uns da zu Beginn des Jahres verschätzt«, räumt Weber im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT ein. Er beziffert die Mindereinnahmen aktuell auf etwa 25 Euro je Festmeter Holz.

Schaden übertrifft Sturmtief Kyrill

Förster und Stadtverwaltung waren zunächst davon ausgegangen, dass das Orkantief einen Windwurf von 28.000 Festmetern in den beiden Revieren des Stadtwaldes mit sich gebracht hat. Tatsächlich waren es nach neuesten Erkenntnissen 38.000 Festmeter, also 10.000 Festmeter mehr als Anfang des Jahres bei einem ersten Waldrundgang angenommen. Damit übertrifft der Schaden, den Friederike angerichtet hat, bei weitem den von Sturmtief Kyrill, der im Januar 2007 über das Land fegte und im Warburger Stadtwald 20.000 Festmeter umwarf.

Bis zum Jahresende sollen alle Windwurfflächen im 2300 Hektar großen Forstbetrieb aufgearbeitet sein, noch fehlen 3000 Festmeter. Die Einbußen beim Holzeinschlag beziffert der Stadtkämmerer derzeit auf eine Million Euro – eine Momentaufnahme.

Kurzfristige Umsatzerlössteigerungen

Kurzfristige Umsatzerlössteigerungen bei der Holzgewinnung stehen nach seinen Angaben erhöhte Kosten bei der Holzgewinnung (»Wir mussten viele Fremdfirmen beauftragen«) und dem Transport (»Es muss alles schnell gehen wegen der Käferplage«) gegenüber. Dazu kämen Kosten für erforderliche Neuanpflanzungen.

Schwierigkeiten bereite bei der Holzvermarktung zudem der Preisverfall. »Wenn der Markt mit Holz überschwemmt wird, purzeln natürlich die Preise, das kann sich ja jeder vorstellen«, so der Kämmerer.

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