Di., 25.09.2018

Bürgermeister Michael Stickeln kostet das Urtyp zur Warburger Oktoberwoche Brauerei investiert 250.000 Euro in das Sudhaus

Sie kosten im Sudhaus der Brauerei das Urtyp (von links): Michael Kohlschein, Bürgermeister Michael Stickeln, Braumeister Peter Schießl und Franz-Axel-Kohlschein.

Sie kosten im Sudhaus der Brauerei das Urtyp (von links): Michael Kohlschein, Bürgermeister Michael Stickeln, Braumeister Peter Schießl und Franz-Axel-Kohlschein. Foto: Ralf Benner

Von Ralf Benner

Warburg (WB). Bald beginnt die 70. Warburger Oktoberwoche. »Das Urtyp ist gebraut und zapffertig abgefüllt«, berichten die beiden Geschäftsführer Michael Kohlschein und Franz-Axel Kohlschein, dass die Warburger Brauerei eine wesentliche Voraussetzung für ein gelungenes Fest bereits erfüllt hat. Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln durfte das Urtyp gestern schon vor der neuntägigen Festwoche probieren. Sein Urteil kurz und knapp: »Ausgezeichnet«.

Technische Voraussetzungen weiter verbessern

Die Brauereichefs nahmen das traditionelle »Anschmecken« des Urtyps vor der Oktoberwoche zum Anlass, um umfassende Investitionen in das Sudhaus anzukündigen, die 2019 erfolgen sollen. Rund 250.000 Euro steckt das Unternehmen in den Umbau der Produktionsstätte.

Das Sudhaus ist der Teil einer Bierbrauerei, in dem die Würze produziert wird. Allein 125.000 Euro sind für die Anschaffung eines hochmodernen Kochsystems (Sudpfanne) vorgesehen, die übrigen Gelder sind für die Sanierung des Gär- sowie des Lagerkellers bestimmt. »Wir wollen die Qualität unserer Produkte weiter festigen und die technischen Voraussetzungen für das traditionelle Handwerk des Bierbrauens weiter verbessern«, betonen die Geschäftsführer der Brauerei.

Zehn Prozent des gesamten jährlichen Bierumsatzes entfallen auf das Urtyp

Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Rahmen des Förderprogramms »Land(auf)Schwung«, an dem sich der Kreis Höxter als Modellregion beteiligt. »Ziel ist es, die Ausrichtung der Brauerei auf die lokale Wertschöpfung herauszustellen«, erklärt Franz-Axel Kohlschein. Weitere Details zur Sanierung, auch zur Höhe der Fördermittel, die das Land NRW für dieses Projekt bereitstellt, will das Warburger Unternehmen noch Ende dieses Jahres mitteilen.

Bereits im Hochsommer hatte das Warburger Traditionsunternehmen mit dem Brauen des Urtyps begonnen. Es muss danach mehrere Wochen lagern, wird dann filtriert und abgefüllt. Für das dunkle und mild schmeckende Urtyp kommen neben dem Brauwasser aus eigenen Tiefbrunnen aufwändig hergestellte Karamell- und Dunkelmalze aus heimischer Gerste zum Einsatz, der Hopfen tritt geschmacklich zurück. Die Braugerste für die Biere der Brauerei wird mittlerweile auf einer Fläche von bis zu 50 Hektar von Landwirten aus der Region angebaut. »Die Fläche für den Vertragsanbau nimmt jedes Jahr weiter zu«, so Franz-Axel Kohlschein.

Etwa zehn Prozent des gesamten jährlichen Bierumsatzes entfallen nach Angaben der Brauerei mittlerweile auf das Urtyp. Wie viel Bier während der Oktoberwoche von den etwa 400.000 Besuchern getrunken wird, bleibt dagegen eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Brauerei.

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