Di., 25.09.2018

Umfangreiche Kooperation geplant – Stadtrat entscheidet heute Chinesen hospitieren in Warburg

Über den Besuch der Physiotherapeuten und Rehabilitationsärztinnen (vorne, von links) Zhen Ma, Ruiyi Lu, Yilang Si und Zhiying Gao aus China freuen sich (von links) Wirtschaftsförderer Sören Spönlein, Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln und vom Therapiezentrum Warburg Marion Blömeke, Anna Vahle, Karin Ehrhardt und Christoph Hofstetter.

Über den Besuch der Physiotherapeuten und Rehabilitationsärztinnen (vorne, von links) Zhen Ma, Ruiyi Lu, Yilang Si und Zhiying Gao aus China freuen sich (von links) Wirtschaftsförderer Sören Spönlein, Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln und vom Therapiezentrum Warburg Marion Blömeke, Anna Vahle, Karin Ehrhardt und Christoph Hofstetter. Foto: Daniel Lüns

Von Daniel Lüns

Warburg (WB). Fachleute aus Peking, zwei Physiotherapeuten und zwei Ärztinnen für Rehabilitation, hospitieren zurzeit am Therapiezentrum in Warburg. Dies könnte der Anfang einer Kooperation werden. Über den Abschluss eines entsprechenden Vertrages entscheidet heute der Stadtrat.

Im vergangenen Jahr hatte eine chinesische Delegation die Hansestadt besucht. Die Vertreter von Krankenhäusern, Reha-Zentren und Behörden haben Erfahrungen in den Bereichen Geriatrie und Rehabilitation ausgetauscht. Die Fachleute sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, die den Gesundheitsmarkt in China auf die Folgen der demografischen Entwicklung vorbereiten soll. Mit im Boot war bereits das Therapiezentrum Warburg.

An langfristiger Zusammenarbeit interessiert

»Sehr viel Austausch und Kommunikation fand in dieser Zeit zwischen Peking und Warburg auf politischer und therapeutischer Ebene statt«, erklärt Christoph Hofstetter, einer der Geschäftsführer des Therapiezentrums. Im Juni habe er schließlich – unter anderem mit dem Gesundheitsministerium in Peking, der Universitätsklinik Peking und Bürgermeister Michael Stickeln – beschlossen, dass chinesische Fachleute künftig am Therapiezentrum Warburg weitergebildet werden.

Seit zwei Wochen sind die Fachleute nun schon in Warburg, insgesamt soll die Hospitation vier Wochen dauern. »Sie waren bei unseren Hausbesuchen dabei, um zu sehen, wie wir ergo- und physiotherapeutisch arbeiten«, sagt Hofstetter. »Sie waren aber nicht nur Beobachter, sie haben auch behandelt. Und die Patienten waren durchaus angetan von ihrer Arbeit.« Eine Patientenbefragung habe das bestätigt.

Durch einen Kooperationsvertrag könnten dieses und andere Projekte auf eine neue Basis gestellt werden. Daher wird die Stadtverwaltung dem Rat in seiner heutigen Sitzung (17 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse Höxter in der Unterstraße) empfehlen, solch einem Vertrag zuzustimmen.

Daran wären die Stadt Warburg, das Therapiezentrum Warburg, das Gesundheitsministerium in Peking und das Trainingszentrum der »German-Sino-Healthcare Group« beteiligt. Dem Zusammenschluss chinesischer und deutscher Unternehmen, die im Gesundheitswesen tätig sind, gehören unter anderem das Bundeswirtschaftsministerium und der chinesische Hospitalverband (CSE) als Partner an.

Konzept zur Errichtung eines Therapiezentrums in Peking

Der Vertrag sieht unter anderem vor, dass das Therapiezen­trum Warburg ein Konzept zur Errichtung eines interdisziplinären Therapiezentrums in Peking entwickelt. Auch würden die Kooperationspartner ein Projekt zur Teletherapie gründen. Diese digitalen Therapien sollen sowohl in Warburg als auch in China realisiert werden. Auch die Hospitation von Fachleuten wäre ein Bestandteil des Vertrages.

»Das wird ein Leuchtturmprojekt«, sagt Christoph Hofstetter. Gerne möchte er seine Pläne bereits im Oktober in China vorstellen, im besten Fall sollen diese dann binnen drei Jahren umgesetzt werden. Auch eine Beteiligung des Helios-Klinikums könne er sich vorstellen. Mit dessen Geschäftsführer Christian Thiemann sei er im Gespräch. »Nun müssen wir gucken, wie es sich entwickelt.« Michael Stickeln, Bürgermeister der Stadt Warburg, hofft auf eine langfristige Zusammenarbeit aller Beteiligten. »Wir können auch einiges von China lernen«, betonte er.

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