Sa., 08.12.2018

Statistik der TÜV-Station Warburg – Beleuchtung wird oft beanstandet 56 Prozent fahren mängelfrei

Ein Mitarbeiter von TÜV Nord überprüft im Rahmen einer Hauptuntersuchung ein Auto. Etwa 67 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr beim TÜV in Warburg vorfuhren, bekamen sofort eine neue Prüfplakette.

Ein Mitarbeiter von TÜV Nord überprüft im Rahmen einer Hauptuntersuchung ein Auto. Etwa 67 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr beim TÜV in Warburg vorfuhren, bekamen sofort eine neue Prüfplakette. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Warburg (WB). 55,9 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Warburg geprüft wurden, hatten keine Mängel. Das teilt der TÜV in einer Pressemitteilung mit. 11 Prozent der Autos hatten nur geringe Mängel, sodass 66,9 Prozent sofort eine neue TÜV-Plakette bekamen.

Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln hat sich verringert

Interessant ist aber auch ein Blick auf die andere Seite der Medaille: Bei 33,1 Prozent der geprüften Wagen wurden erhebliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden und anschließend in eine Nachprüfung. Als völlig verkehrsunsicher wurde kein Auto eingestuft.

Die fünfte Mängelkategorie, »gefährliche Mängel« genannt, die im Mai 2018 neu eingeführt worden war, hat in der Statistik noch keine Relevanz, erklärt der TÜV. »Ein ›gefährlicher Mangel‹ ist ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt; zum Beispiel, wenn an einem Fahrzeug alle Bremslichter ausgefallen sind«, erklärt die Prüforganisation.

Im gesamten Gebiet des TÜV Nord habe sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln zum fünften Mal in Folge verringert. »Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung«, erklärt Volkmar Wilhelm, der Leiter der TÜV-Station in Warburg.

Beleuchtungsanlage werde mitunter stiefmütterlich behandelt

Die Autofahrer wiederum kümmerten sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. »Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer, individueller Mobilität«, ergänzt er.

»Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.« Die Beleuchtungsanlage werde nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt. Das zeige auch die Verteilung der Mängelgruppen. Der Bereich »Licht, Elektrik« liege in der Statistik wieder weit vorne. In der Reihenfolge der am häufigsten auftretenden Mängelgruppen folgen die Bereiche »Umweltbelastung«, »Achsen, Räder, Reifen« und »Bremse«.

Dabei sei gerade die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach. Die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich sei allerdings erneut gesunken. Die TÜV-Fachleute vermuten, dass auch die Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik, zum Beispiel LED-Beleuchtung, beiträgt.

Autos waren im Durchschnitt 9,6 Jahre alt

Die Autos, die an der TÜV-Station in Warburg untersucht wurden, waren im Durchschnitt 9,6 Jahre alt und hatten mehr als 119.000 Kilometer auf dem Tacho. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen sei, liege aktuell bei drei Jahre alten Wagen bei 49.548 Kilometern und bei elfjährigen Autos bei 138.508 Kilometern, schreibt der TÜV weiter.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin seien, desto höher liege die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine neue Plakette bekommen. Das belegten auch die Zahlen der TÜV-Nord-Gruppe: Bei der ersten Hauptuntersuchung im Alter von drei Jahren fänden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren seien es schon 10,5 Prozent. Von den elf Jahre alten Wagen müssten 29,4 Prozent umgehend zur Reparatur in eine Werkstatt.

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