Do., 10.01.2019

Landrat will hausärztliche Versorgung sicherstellen Jeder dritte Hausarzt im Kreis ist älter als 60

Landrat Friedhelm Spieker (von links), Caroline Fechner (Gesundheitsdienst Kreis Höxter) und Dr. med. Wolfgang Avenhaus (Vertreter der niedergelassenen Ärzte in der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter) kämpfen für die hausärztliche Versorgung.

Landrat Friedhelm Spieker (von links), Caroline Fechner (Gesundheitsdienst Kreis Höxter) und Dr. med. Wolfgang Avenhaus (Vertreter der niedergelassenen Ärzte in der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter) kämpfen für die hausärztliche Versorgung.

Warburg (WB). Jeder dritte Hausarzt im Kreis Höxter ist älter als 60 Jahre. Landrat Friedhelm Spieker setzt sich deshalb dafür ein, dass die Weichen gestellt werden, um die hausärztliche Versorgung auch künftig sicherzustellen.

Verantwortlich für die Sicherstellung der vertragsärztlichen ambulanten Versorgung in Deutschland sind die Kassenärztlichen Vereinigungen. »Im Kreis Höxter ist die Versorgungsstruktur zwar derzeit noch vergleichsweise gut«, betont Ansgar von der Osten von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), »aber vor allem bei den Hausärzten gibt es einen dringenden Nachwuchsbedarf, für den nicht genügend junge Mediziner zur Verfügung stehen.«

Nachwuchsförderung soll im Mittelpunkt stehen

Deshalb hat Landrat Friedhelm die Initiative ergriffen, um gemeinsam mit der Ärzteschaft rechtzeitig Maßnahmen für eine Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung zu entwickeln. »Dies ist für die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum elementar«, sagt er. Auch für den Vertreter der niedergelassenen Ärzte in der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter, Dr. med. Wolfgang Avenhaus, steht die Nachwuchsförderung an erster Stelle.

»Damit sich mehr junge Menschen für eine Niederlassung in eigener Praxis entscheiden, müssen die Rahmenbedingungen deutlich besser werden«, sagt Dr. Avenhaus. Als Vorsitzender des Gesundheitsnetzes im Höxter engagiert er sich für die Zusammenarbeit und Vernetzung der niedergelassenen Ärzte.

Großer Teil der Ärzte im Kreis Höxter kooperiert

Im ersten Schritt hat der Kreis Höxter die niedergelassenen Ärzte befragt. Fast 60 Prozent der 102 Befragten haben sich daran beteiligt. »Wir freuen uns über die hohe Rücklaufquote“, sagt Projektleiterin Caroline Fechner vom Gesundheitsdienst des Kreises. Auf Basis der Ergebnisse werden nun erste Maßnahmen festgelegt, die zur Nachwuchsförderung und zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen beitragen sollen.

»Entscheidend für die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ist eine enge Kooperation und Zusammenarbeit von allen beteiligten Akteuren«, setzt der Landrat auf ein vertrauensvolles Miteinander zum Wohle der Menschen im Kreis Höxter.

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