Mo., 14.01.2019

Germeter Kurpark ist in wenigen Wochen wieder voll nutzbar Renaturierung auf der Zielgeraden

Die Germeter Feuerwehr hatte den Lauf des Kälberbaches eigens für einen Ortstermin des Bezirksausschusses ausgeleuchtet. Die Arbeiten an dem Gewässer im Kurpark stehen wenige Wochen vor dem Abschluss.

Die Germeter Feuerwehr hatte den Lauf des Kälberbaches eigens für einen Ortstermin des Bezirksausschusses ausgeleuchtet. Die Arbeiten an dem Gewässer im Kurpark stehen wenige Wochen vor dem Abschluss. Foto: Jürgen Vahle

Von Jürgen Vahle

Warburg-Germete (WB). Die Renaturierung des Kälberbaches im Germeter Kurpark schreitet gut voran. Davon konnten sich die Mitglieder des Bezirksausschusses am Donnerstagabend vor Ort ein Bild machen. Die Germeter Feuerwehr hatte die Baustelle dazu eigens mit Strahlern ausgeleuchtet.

Wie Planungsingenieur Klaus Leifels (Büro UIH aus Höxter) mitteilte, sei der Abschluss am Bach für Ende Februar/Anfang März vorgesehen. Germetes Ortsvorsteher Willi Vonde hofft, dass der Kurpark Anfang Mai wieder »voll nutzbar« ist.

Knapp 1,1 Millionen Euro fließen in die Renaturierung

Wie mehrfach berichtet, wird der Kälberbach in drei Abschnitten von der Straße Zum Kurgarten aus durch den gesamten Kurpark hindurch renaturiert. Der Teil des Baches, der direkt an der Straße liegt, ist bereits vor zwei Jahren fertiggestellt worden. Nachdem die Genehmigungen für die weiteren beiden Bauabschnitte erteilt worden waren, werden diese nun seit September vom Gütersloher Bauunternehmen »Böwingloh & Helfbernd« umgesetzt. Insgesamt 1,1 Millionen Euro kostet die Renaturierung des Kälberbachs.

Konkret wurden in den vergangenen Wochen Betonkaskaden abgebrochen, das Bachbett an vielen Stellen erweitert und in Teilen neu gegraben. Dutzende Lkw-Ladungen Erdreich mussten abgefahren werden, um die Höhenunterschiede auszugleichen. Außerdem wurde die alte Trinkhalle und eine schadhafte Betonbrücke unterhalb des Teiches abgebrochen. Das Wasser wird für die Zeit der Bauarbeiten über den Teich des Kurparks und einen Nebenarm umgeleitet, so dass weitgehend trocken gearbeitet werden kann.

Arbeiten sollen mit einem Fest abgeschlossen werden

Das Ufer wird nun an besonders steilen Bereichen mit einer Natursteinmauern befestigt und der Bachlauf an einer Stelle so aufgeweitet, dass eine Art Wasserspielplatz für Kinder entsteht. »Das größte Problem ist aber, das neue Bachbett nach unten hin dicht zu bekommen«, berichtete Planungsingenieur Klaus Leifels. Dazu sei einen Mischung aus Sand und Ton (Dernoton) als Grundlage verwendet worden, »die hart wie Asphalt wird«. Darauf wird anschließend eine Oberschicht aus Kies, Stein und Erde aufgebracht.

Nach Informationen von Ortsvorsteher Willi Vonde sind die Arbeiten im Kurpark nach der Neugestaltung des Bachbettes aber noch lange nicht abgeschlossen. Wege und Bepflanzung sollen noch instand gesetzt werden, zudem soll eine neue Eisenbrücke unterhalb des Teiches über den Bach gelegt werden. An der Stelle, an der es früher ein überdimensionales Schachbrett gab, werden in Zukunft Sportgeräte aufgestellt. Auch an der Bachbrücke am Bunnenmuseum/Minigolfcafé, der Statiker einen guten Zustand bescheinigt haben, sind noch kleinere Arbeiten notwendig. Offiziell beendet werden sollen die Arbeiten im Kurpark mit einem kleinen Fest, das nach ersten Planungen für Mai vorgesehen ist.

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