Do., 14.02.2019

Demonstration in Mannheim – drohende Schließung des Standortes Warburg abwenden Delegation fährt zum Südzucker-Konzernsitz

Matthias Goeken (MdL) gehört zur Delegation, die sich in Mannheim für den Erhalt der Zuckerfabrik Warburg einsetzen will.

Matthias Goeken (MdL) gehört zur Delegation, die sich in Mannheim für den Erhalt der Zuckerfabrik Warburg einsetzen will.

Warburg (WB/sis). Der Aufsichtsrat der Südzucker AG entscheidet am Montag, 25. Februar, über die geplante Schließung des Werkes in Warburg . Die Stadtverwaltung ruft alle Unterstützer dazu auf, an diesem Tag ein klares Signal für die Erhaltung des Werkes zu setzen. Es ist eine Demonstration am Konzernsitz in Mannheim geplant.

Dazu wird ein kostenloser Bustransfer organisiert.

Zunächst fährt am Montag, 18. Februar, eine Delegation um Bürgermeister Michael Stickeln zu einem Gespräch mit dem Vorstand der Südzucker AG nach Mannheim.

Das Gespräch hatte Stickeln bei der Winterversammlung der Rübenanbauer in Hohenwepel mit Südzucker-Vorstand Dr. Thomas Kirchberg vereinbart, um die Situation des Werkes in Warburg noch einmal persönlich zu besprechen.

Michael Stickeln reist mit Landrat Friedhelm Spieker, Christian Haase (MdB) und Matthias Goeken (MdL), Landfrauen-Kreisvorsitzende Gabriele Beckmann, Kreislandwirt Heinrich Gabriel, Klaus Braun, Vorstand des Kommunalunternehmens der Stadt Warburg, und Wirtschaftsförderer Sören Spönlein zum Südzucker-Sitz.

Wichtiges Signale an Vorstand und Aufsichtsrat

»Wir werden in diesem Gespräch sicherlich nicht nur an die sozial-gesamtgesellschaftliche Verantwortung des Konzerns gegenüber Mitarbeitern und den Landwirten appellieren, sondern auch über betriebswirtschaftliche Faktoren sprechen, die unseres Erachtens klar für den Erhalt der Zuckerfabrik sprechen«, erklärt Bürgermeister Michael Stickeln.

Wie viele Menschen sich mit ihrem Protest für den Erhalt des Standortes Warburg engagieren, sei ebenfalls ein wichtiges Signale an den Vorstand und den Aufsichtsrat der Südzucker AG. Bürgermeister Michael Stickeln: »Jede Stellungnahme, jede Stimme und jede Aktion kann ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Zuckerfabrik in Warburg sein.«

Bessere Rahmenbedingungen für Zuckerrübenanbau

Matthias Goeken ergänzt: »Eine mögliche Schließung der Zuckerfabrik in Warburg wäre für alle Beteiligten äußerst schmerzlich.« Die Zuckerfabriken in NRW seien auf den Zuckerrübenanbau in naher Umgebung angewiesen, um wirtschaftlich produzieren zu können. Gleichermaßen seien die Zuckerrübenbauern auf die Zuckerfabriken angewiesen. »Deshalb werde auch ich mich dafür einsetzen«, so Goeken, »dass die Zuckerfabrik erhalten bleibt.«

Der Anbau von Zuckerrüben sei in mehreren nordrhein-westfälischen Regionen wie etwa in der Warburger Börde von besonderer Bedeutung. Die CDU-Landtagsfraktion setzte sich daher für bessere Rahmenbedingungen für den Zuckerrübenanbau ein.

Antrag von CDU- und die FDP-Fraktion im Landtag

Matthias Goeken: »Mit unserem Antrag werden wir die Landesregierung beauftragen, sich für den Erhalt einer kompletten regionalen Wertschöpfungskette ›Zucker‹ einzusetzen und eine Wirtschaftlichkeitsstrategie mit den heimischen Rübenbauern zu erarbeiten. Zudem soll die Landesregierung sich für eine zeitnahe Angleichung der Aussaatbedingungen an die EU-Mitglieder einsetzen, welche eine Notfallzulassung nebst entsprechender Anwendungsbestimmungen zur Fruchtfolge bei der Zuckerrübenbeize ermöglicht.«

Die CDU- und die FDP-Fraktion im Landtag werden den Antrag für bessere Rahmenbedingungen für den Zuckerrübenanbau im Februar-Plenum zur Beratung und Abstimmung stellen.

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