Mi., 13.03.2019

Familie und Wegbegleiter geben Meinolf Michels das letzte Geleit »Er wird ein Vorbild bleiben«

Mehrere hundert Trauergäste begleiten am Mittwochmittag den Leichenwagen durch Großeneder, um Meinolf Michels die letzte Ehre zu erweisen. Nach der Beisetzung kommen viele von ihnen noch einmal in der Ederhalle zusammen.

Mehrere hundert Trauergäste begleiten am Mittwochmittag den Leichenwagen durch Großeneder, um Meinolf Michels die letzte Ehre zu erweisen. Nach der Beisetzung kommen viele von ihnen noch einmal in der Ederhalle zusammen. Foto: Timo Gemmeke

Von Timo Gemmeke

Borgentreich/Warburg/Höxter/Brakel (WB). Noch einmal »Ein bisschen Frieden« hören, gesungen von seiner Enkelin – so habe es sich Meinolf Michels gewünscht, erzählt die Tochter zu Beginn der Trauerfeier. Familie, Freunde und Wegbegleiter haben am Mittwoch Abschied genommen.

Zur Trauerfeier in der St.-Peter-und-Paul-Kirche in Großeneder und der anschließenden Beisetzung kamen am Mittwochmittag mehrere hundert Trauergäste, um dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten und Landwirt die letzte Ehre zu erweisen.

Den Gottesdienst gestaltet Monsignore Prof. Dr. Konrad Schmidt

Den Gottesdienst gestaltete Monsignore Prof. Dr. Konrad Schmidt gemeinsam mit Mitgliedern der Familie, die in Reden, Gesang und Fürbitten an Michels erinnerten. Besonders gerührt nahm die Gemeinschaft das Lied »Ein bisschen Frieden« von Grand-Prix-Siegerin Nicole – laut seiner Tochter Michels Lieblingslied – auf, das eine seiner Enkelinnen mit Klavierbegleitung sang.

Tochter Edith Michels-Ringkamp erinnerte an Momente aus dem Leben ihres Vaters; an gute und weniger gute, die es besonders in Michels aktiver Zeit als Berufspolitiker gegeben habe. »Wenn er mal wenig Zeit hatte, konnten wir das als Kinder nicht immer verstehen – aber heute verstehen wir es um so besser«. Familie, Beruf und Ehrenamt erfolgreich unter einen Hut zu bringen, das habe ihr Vater »mit Gottvertrauen und Verwurzelung in seiner Heimat« geschafft.

Monsignore Schmidt nahm in seiner Predigt Bezug auf das Markusevangelium und verband das Gleichnis des Sämanns mit Michels Leben. »Auch Meinolf Michels hat die Saat in seinem Leben genommen und getan, woran er geglaubt hat: Er ist trotz Scheiterns an manchen Stellen immer seinen Weg gegangen.«

Ansprachen von Haase und Fehring

In zwei Ansprachen widmeten sich der ehemalige Landtagsabgeordnete Hubertus Fehring und Bundestagsabgeordneter Christian Haase besonders Michels Verdiensten in Politik und Ehrenamt.

Als »geradlinig, wertorientiert und immer fair« habe Fehring ihn in mehr als 50 Jahren der Zusammenarbeit empfunden. Besonders ertragreich sei Michels Engagement um die Landvolkshochschule Hardehausen und als Kreislandwirt gewesen. »Aber auch in der Politik hinterlässt Michels dank seiner Weitsicht und Kollegialität ein gut bestelltes Feld«, so Fehring. »Wir sind dankbar, dass Meinolf Michels in der Region Maßstäbe gesetzt hat«.

Bundestagsabgeordneter Haase erinnerte an den Werdegang Michels, der auf Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene durch die »Schule der Demokratie« gegangen sei. »Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß – all das hat Meinolf Michels vereint.« Selbst in der »schwierigen Phase« der Neugliederung des Kreises Höxter habe Michels viel bewegt. Haase: »Meinolf ist mit Sicherheit einer der Baumeister des Kreises Höxter. Er wird ein Vorbild für uns alle bleiben.«

Kommentare

Rest in peace old village boy

Zu seinem 80. Geburtstag hatte ich Meinolf Michels folgendes Gedicht gewidmet.
"Ein Politiker mit 80 Jahren hat im Leben viel erfahren,
er ist vertraut mit dieser Zeit und mit der Gerechtigkeit.
Mit viel Glück auf Erden kann Mann Rentner werden.
Besser hat's der Pensionär, der Staat bezahlt Ihm meist viel mehr.
Am besten aber hat's ein Mann der kluge Reden halten kann
Politiker wird er genannt, mit höchster Pension auch anerkannt."
Now rest in peace old village boy,
Start fresh again and soon you join
the council of eternity
for freedom and for liberty.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6469015?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F