Mi., 20.03.2019

Frank Laudage stellt Pläne für Außenanlage im Planungsausschuss vor Rundweg um die Holsterburg

Die Erforschung der Holsterburg ist für die Fachwelt ein Meilenstein auf dem Weg der mittelalterlichen Burgenforschung. Auch das Interesse der Bürger an der Ausgrabung war groß. In den acht Jahren sind mehr als 10.000 Besucher, vor allem bei den Tagen der offenen Tür, auf dem Ausgrabungsgelände gezählt worden. In Zukunft soll die Burgruine erlebbar gemacht werden.

Die Erforschung der Holsterburg ist für die Fachwelt ein Meilenstein auf dem Weg der mittelalterlichen Burgenforschung. Auch das Interesse der Bürger an der Ausgrabung war groß. In den acht Jahren sind mehr als 10.000 Besucher, vor allem bei den Tagen der offenen Tür, auf dem Ausgrabungsgelände gezählt worden. In Zukunft soll die Burgruine erlebbar gemacht werden. Foto: Astrid E. Hoffmann

Von Silvia Schonheim

Warburg (WB). Die Holsterburg-Ruine soll für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden. Wie die Außenanlage aussehen soll, hat am Dienstagabend Frank Laudage im Planungsausschuss vorgestellt. »Bis Ende des Jahres könnten die Arbeiten abgeschlossen sein«, sagte Ulrich Klare von der Bauverwaltung der Stadt Warburg.

»Über einen etwa 135 Meter langen Rundweg sollen die Besucher um die Holsterburg herumgeführt werden. Informationstafeln sollen den Weg säumen«, erläuterte der Planer aus Warburg den Ausschussmitgliedern.

Damit auch Fahrzeuge zur Holsterburg gelangen können, ist eine Zuwegung über den Calenberger Bach nötig. »Auf einer Länge von etwa fünf Metern muss aus diesem Grund der Bach verrohrt werden«, erklärte Frank Laudage.

Wallanlage um die Holsterburg-Ruine

Das Mauerwerk der Ruine soll für Besucher sichtbar gemacht werden. »Dazu müssen wir Bodenmassen umlagern. Seitlich wird an der Burg Erde abgegraben. Dieser Aushub wird auf der Anlage bleiben«, konkretisierte Laudage das Vorhaben. Auf drei Seiten der Burganlage solle aus den Bodenmassen »ein Wall, der sich in die Landschaft einschmiegt, geschaffen werden.« Die Höhe der Wallanlage schätzt er auf etwa zwei Meter.

Größere Steinblöcke aus der Anlage, die bei diesen Erdarbeiten gefunden werden, sollen in Absprache mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe aussortiert werden. »Diese Steine«, so Laudage vom Büro für Bauwesen, »sollen zu Haufen aufgeschichtet und in der Anlage platziert werden.«

Zwei Aussichtsplattformen gewähren Einblick ins Innere

Entlang des Rundweges sind zwei Aussichtsplattformen vorgesehen. Frank Laudage: »Diese werden etwa 2,50 Meter hoch sein, damit Besucher einen Blick in das Burginnere werfen können.

Insgesamt rechne er mit Kosten in Höhe von 213.000 Euro für die Gestaltung der Außenanlage.

Ein etwa 135 Meter langer Rundweg mit zwei Aussichtsplattformen soll Besucher um die Ruine führen und einen Einblick ins Burginnere gewähren, das sieht der Plan von Frank Laudage vor.

Mit der Planung der Mauerwerkinstandsetzung ist Professor Erwin Schwing aus Karlsruhe beauftragt. Ulrich Klare von der Bauverwaltung erläuterte, dass das Mauerwerk konserviert werden solle: »So wird die Mauerkrone so gestaltet, dass Wasser ablaufen kann.« Für diese Arbeiten kalkuliert die Verwaltung Kosten in Höhe von 185.000 Euro ein.

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»Wir sprechen also insgesamt über 398.000 Euro.«

Bürgermeister Michael Stickeln

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Bürgermeister Michael Stickeln: »Wir sprechen also insgesamt über 398.000 Euro.« Er rechnet mit Fördermitteln über insgesamt 182.000 Euro. »Es bleibt«, so Stickeln, »ein Eigenanteil von 216.000 Euro.«

Wenn der Bauantrag beim Kreis Höxter genehmigt ist, könnten im Mai die Ausschreibungen beginnen und im Sommer mit den Arbeiten gestartet werden, sagte Ulrich Klare von der Stadtverwaltung.

Die Ausschussmitglieder haben die Pläne zur Außengestaltung der Holsterburg zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Anregung aus Reihen der CDU-Fraktion, neben Pkw-Stellflächen auch eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder zu schaffen, soll noch berücksichtigt werden.

Die Holsterburg-Ruine soll nach Umsetzung der Arbeiten ein Archäologiedenkmal von europäischem Rang werden. Ende 2017 sind die archäologischen Ausgrabungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an der Holsterburg nach acht Jahren zu Ende gegangen.

Der Rat der Stadt Warburg hatte im Mai 2018 entschieden, die Ruine zukünftig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in das touristische Konzept der Stadt einzubinden. Alternativen zu dieser Lösung wären das komplette oder teilweise Abdecken der Achteckburg mit Erde gewesen, um sie auf diese Weise zu konservieren und der Nachwelt zu erhalten.

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