Do., 21.03.2019

Wohltätigkeitskonzert in der Iberg-Halle – Erlös geht an Adolph-Kolping-Kindergarten 500 Gäste lauschen Heeresmusikkorps

Oberfeldwebel Svenja Borgstädt spielte das Solo an der Flöte in der »Carmen-Fantasie« von Francois Borne. Die Karten für das Konzert waren schnell vergriffen, 500 Gäste lauschten den Musikern am Dienstagabend gebannt..

Oberfeldwebel Svenja Borgstädt spielte das Solo an der Flöte in der »Carmen-Fantasie« von Francois Borne. Die Karten für das Konzert waren schnell vergriffen, 500 Gäste lauschten den Musikern am Dienstagabend gebannt.. Foto: Verena Schäfers-Michels

Von Verena Schäfers-Michels

Welda (WB). Der Förderverein des Adolph-Kolping-Kindergartens Welda hat sein Einjähriges noch nicht gefeiert und schon ein tolles Projekt verwirklichen können: Er holte das Heeresmusikkorps Kassel für ein Konzert am Dienstagabend in die Iberg-Halle.

Innerhalb weniger Wochen waren die Karten für den Vorverkauf vergriffen, 500 Gäste lauschten den Musikern am Dienstagabend gebannt. Der »Graf Eberhard-Marsch« von Albert Segebrecht eröffnete das Programm. Gespielt wurde auf einer Bühne, die sich die Organisatoren aus Volkmarsen und Külte geliehen hatten. Auch die Stühle waren größtenteils aus der Nachbarstadt herbeigeholt worden, wie der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Felix Drude-Kampczyk, verriet.

Geld soll zu 100 Prozent in Kindergarten fließen

Zudem hatten die örtliche Feuerwehr, der Heimatschutzverein, die Kolping-Familie und die Frauenfußballmannschaft aus Volkmarsen in sehr guter Kooperation den Förderverein unterstützt. Der Vorsitzende begrüßte Musiker, Gäste und Schirmherr Bürgermeister Michael Stickeln in der Halle und verkündete: »Die anfallenden Kosten wurden durch Spenden von Partnern aus der Region neutralisiert, somit wird der Erlös jeder verkauften Karte zu 100 Prozent an den Kindergarten weitergegeben.«

Feste Pläne für den Einsatz der Summe gibt es noch nicht, doch die Satzung des Vereins gibt vor, dass die Gelder in die Förderung von Erziehung, Bildung und Arbeit im örtlichen Kindergarten fließen.

Bereits am Nachmittag hatten die Kindergartenkinder die Musiker bei der Generalprobe erlebt und ihnen ein Tütchen mit einem selbst gebackenen Keks als Präsent überreicht. Ein solches fanden auch alle Gäste am Abend auf ihren Stühlen. Insgesamt 550 Kekse hatten die 21 Mädchen und Jungen der Einrichtung gebacken und in Blumenform ausgestochen. Im Heeresmusikkorps spielte eine Mutter aus Welda, deren Sohn den Kindergarten besucht – Diana Blume an der Klarinette. Sie hatte den Kontakt zu den Musikern aus Kassel hergestellt.

Musikkorps wird zu großem Chor

Die bekannte Melodie des »Jupiterhymnus« griff der Heeresmusikkorps im vierten Satz von »Die Planeten: Jupiter« von Gustav Holst auf. Diese Reminiszenz setzte der Komponist auf Bitte eines Freundes 1921 neu auf, wodurch das Stück an Bekanntheit gewann, wie Oberstleutnant Tobias Terhardt, der seit Dezember 2015 den Heeresmusikkorps leitet, informierte. Im Anschluss an dieses Stück folgte eine Carmen-Fantasie von François Borne, die mit Fragmenten aus der gleichnamigen Oper, Kastagnetten-Klang und feurigem Temperament begeisterte. Hervorzuheben ist das Flötensolo von Oberfeldwebel Svenja Borgstädt, welches das Publikum begeisterte.

Auch im folgenden Beitrag ging es um Feuer, Hitze und Naturgewalten – in der »Hymne to the Sun« von Satoshi Yagisawa, in der nicht nur die Bläser einen großen Einsatz hatten, sondern auch die Stimmen des Heeresmusikkorps, das zu einem großen Chor wurde.

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