Mo., 22.04.2019

Nach 30 Jahren brennt wieder ein Osterfeuer in Germete Neuauflage lockt 250 Gäste an

250 Besucher kamen, um das erste Germeter Osterfeuer nach 30 Jahren zu bestaunen. Jetzt wird überlegt, ob die Veranstaltung wieder jährlich ausgerichtet wird.

250 Besucher kamen, um das erste Germeter Osterfeuer nach 30 Jahren zu bestaunen. Jetzt wird überlegt, ob die Veranstaltung wieder jährlich ausgerichtet wird. Foto: Julie-Marie Vahle

Warburg (WB/vah). In vielen Orten des Warburger Landes sind am vergangenen Wochenende Osterfeuer entzündet worden – so auch in Warburg-Germete. Dort hatte es in den vergangenen 30 Jahren kein solches Feuer mehr gegeben.

Bis Mitte der 80er-Jahre war die Brauchtumsveranstaltung von der Löschgruppe des Ortes auf dem Westerberg ausgerichtet worden. Die Brandbekämpfer hatten die Veranstaltung aber nicht mehr organisieren wollen, weil viele Bürger den Feuerplatz mit einer Müllhalde verwechselten.

»Wir konnten nicht mehr akzeptieren, dass heimlich alte Bretter mit Nägeln oder ganze Zaunpfosten und Dachlatten mit Teerpappe auf den Feuerhaufen geschmissen wurden«, berichtete Elmar Huhmann, der damals Löschgruppenführer war.

Doch ohne Osterfeuer fehlte den Germetern offenbar etwas. Das war auch unlängst bei einer Bürgerbefragung im Auftrag des Verkehrsvereins ans Licht gekommen. Anfang des Jahres hatte sich schließlich das neue Bürgerforum »Hand in Hand« des Themas angenommen.

»Wir wollten erst einmal sehen, wie der Zuspruch ist.«

In der Vereinigung haben sich engagierte Bürger aus dem Ort zusammengeschlossen, um den Schwung des Jubiläumsjahres mitzunehmen und Veranstaltungen und Treffen zu organisieren, um die sich die Vereine nicht (mehr) kümmern.

Für das erste Germeter Osterfeuer nach so langer Zeit waren ausschließlich die im Februar von der Dorfjugend gesammelten Weihnachtsbäume und etwas Strauchschnitt aus der Gemeinde angezündet worden.

Stefan Kofler stellte seine Wiese zwischen Schützenhalle und Sportplatz als Feuerplatz zur Verfügung. »Klein, aber fein: Wir wollten erst einmal sehen, wie der Zuspruch ist«, berichtet Thomas Vonde, Sprecher des Bürgerforums und Geschäftsführer des Verkehrsvereins.

»Hand in Hand« überlegt nun, wie es weitergeht

Und der Zuspruch war groß – auch weil das Wetter so hervorragend war. Etwa 250 Germeter Bürger und Gäste kamen, um am Feuer zu plaudern, eine Flasche Bier zu trinken und ein Würstchen zu essen.

Elfriede Fuest aus dem Kirchenvorstand hatte die Gäste begrüßt und schließlich gemeinsam mit Schützenchef Thomas Sommerfeld den Haufen in Brand gesetzt. Nach etwa 90 Minuten war die Tannenholzdimme weitgehend heruntergebrannt.

»Hand in Hand« überlegt nun, ob und wie es mit der Brauchtumsveranstaltung 2020 weitergeht und ob dann vielleicht auch wieder kontrolliert Strauchschnitt aus dem Ort als Brennmaterial angenommen wird. Darüber soll bei einem der nächsten Treffen geredet werden.

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