Projektwoche an der Schule Scherfede-Rimbeck
Unterricht wie vor 111 Jahren

Warburg (WB). Wie der Unterricht 1910 in Scherfede auf dem »Bruch« ablief, das haben die 163 Schüler der katholischen Grundschule (KGS) Scherfede-Rimbeck im Rahmen einer Projektwoche erfahren.

Donnerstag, 30.05.2019, 13:00 Uhr
Conner-Colin, Luca, Robert, Moritz und Noah am Stand des 6. Streichs von Max und Moritz. Moritz und Noah haben sich sogar einen achten Streich ausgedacht. Foto: Verena Schäfers-Michels
Conner-Colin, Luca, Robert, Moritz und Noah am Stand des 6. Streichs von Max und Moritz. Moritz und Noah haben sich sogar einen achten Streich ausgedacht. Foto: Verena Schäfers-Michels

Ihre Ergebnisse stellten sie zum Abschluss bei einem Sommerfest vor. Bei dieser Feier sangen die Mädchen und Jungen auf der Treppe zum Haupteingang auch den neuen KGS-Song, für den Lehrerin Christiane Montino spontan einen Text gedichtet hatte.

»Seit 111 Jahren gibt es die Schule auf dem Bruch«, sagte Schulleiterin Elke Czapski-Schulz bei der Begrüßung. »In den vergangenen Jahren haben wir dank der Stadt Warburg viel investieren können«, bedankte sie sich beim stellvertretenden Bürgermeister Heinz-Josef Bodemann. So sei erst 2018 der Neubau eingeweiht werden.

Zehn Projektgruppen mit verschiedenen Themen

Anlässlich des Festes hatte die Schulleiterin Fotos der vergangenen Jahrzehnte herausgesucht, die im Erdgeschoss in einer Ausstellung gezeigt wurden. »Die Bilder bleiben noch ein Weilchen hängen für die Schüler«, erklärte sie.

Weiterhin wurden alte Schulbänke und Pulte aus früheren Jahrzehnten aufgestellt sowie viele andere Utensilien. Eine Woche lang haben die Erst- und Zweitklässler jeden Tag in der dritten und vierten Schulstunde in ihren Projektgruppen gearbeitet, die Dritt- und Viertklässler von der dritten bis zur fünften Stunde. Insgesamt gab es zehn Projektgruppen mit je 15 bis 18 Schülern.

In »Werken wie zu Opas Zeiten« stellten die jüngeren Schüler Spielzeug aus Holz her. Darunter Flöße aus miteinander verbundenen Zweigen und Doppeldeckerflugzeuge, die bunt bemalt wurden. »Am Ende der Woche entwickelten die Schüler dann auch neue Ideen, was sie gerne selbst bauen würden. Da ist es schade, dass die Woche nur so kurz war«, berichtete Christiane Montino. Auch Lehrerin Theresa Plöger, sie betreute die Gruppe »Hefte aus Omas Zeiten«, wusste von hoch motivierten Schülern zu berichten, die mit Eifer aus Holzplatten Schreibtafeln fertigten und die Sütterlin-Schrift ausprobierten – ein Höhepunkt für die Eltern und Großeltern bei ihrem Besuch am Nachmittag.

»Geschichtsdetektive« wandern durch Scherfede

Nachdem sich die Kinder auch mit den sieben Streichen von Max und Moritz beschäftigt hatten, dachten sie sich selbst noch einen achten Streich in Reimen aus, in dem zwar nicht die beiden Lausbuben, dafür aber aufgeweckte Gänse, die dem Metzger ein Schnippchen schlagen, die Hauptrollen spielen. Die »Geschichtsdetektive« begaben sich auf eine Wanderung durch Scherfede auf den Spuren ihrer Schule. Themen wie Schrift im Wandel der Zeit, Herstellung und Verkauf von Marmelade, Weben, Nähen und die Grundnahrungsmittel der Schulkinder vor einem Jahrhundert vervollständigten die Woche.

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